Beim HYROX-Wettkampf geht es nicht nur um Muskelkraft, sondern auch um Ausdauer, Energie, Stoffwechsel und die Regeneration des Körpers. Bei kontinuierlich hartem Training muss sich der Körper an viele Systeme anpassen, einschließlich des endokrinen Systems und der Hormone – insbesondere bei Menschen im mittleren Alter. Personen mit Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen können unbemerkt einen Mangel an bestimmten Hormonen haben. Wenn vor dem HYROX-Wettkampf keine Kontrolle erfolgt, kann es zu unerwartet schweren Störungen im Körper kommen.
Wie hängen Hormone und Sport zusammen
Hormone helfen dem Körper, im Gleichgewicht zu funktionieren, und beeinflussen daher die Leistungsfähigkeit beim Sport, darunter:
- Testosteron (Testosterone) ist das männliche Sexualhormon, das beim Aufbau von Muskelmasse und Knochenmasse hilft. Wenn der Testosteronspiegel über längere Zeit niedrig ist, kann es bei Männern zu Knochenschwund oder Unfruchtbarkeit (Male infertility) kommen.
- Wachstumshormon (Growth Hormone) ein Hormon, das vom Hypophysenvorderlappen gebildet und in den Blutkreislauf abgegeben wird. Es stärkt die Muskulatur, repariert abgenutztes Gewebe und steigert die Fettverbrennung. Mit zunehmendem Alter sinkt der Wachstumshormonspiegel.
- Cortisol (Cortisol) ein Hormon, das aus der Nebenniere ausgeschüttet wird, um auf körperlichen Stress zu reagieren. Während des Trainings sorgt Cortisol dafür, dass dem Körper genügend Energie für die Muskulatur zur Verfügung steht, unterstützt die normale Funktion der Blutgefäße und hilft, das Immunsystem zu regulieren, damit es nicht übermäßig auf Muskelverletzungen durch Training reagiert.
- Insulin (Insulin) ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Bei gesunden Menschen, wenn die Muskeln während des Trainings Zucker als Energie benötigen, reduziert die Bauchspeicheldrüse die Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
- Schilddrüsenhormon (Thyroid Hormone) ein Hormon, das den Energieumsatz des Körpers steuert und Energie während des Trainings effizient verfügbar macht. Bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse verlangsamt sich der Stoffwechsel, man ermüdet leichter und nimmt zu.
- Endorphin (Endorphin) ist ein Hormon aus dem Gehirn, das schmerzlindernd wirkt. Während des Trainings kann sich Stress im Körper aufbauen; dieses Hormon hilft daher, Schmerzen zu lindern und die Stimmung zu verbessern, sodass wir uns besser fühlen und weiter trainieren möchten.
Warum die Vorbereitung vor dem HYROX Wettkampf wichtig ist
- Den Körper so vorbereiten, dass er sich besser anpassen kann und bereit ist, Ausdauer, Kraft und Energie über längere Zeit aufrechtzuerhalten.
- Das Risiko von Verletzungen durch Überlastung und Erschöpfung reduzieren.
- Ein angemessenes Lauftempo (Pace) festlegen und die Energie während des HYROX Rennens gut einteilen.
- Trainieren, Kraft zu leisten, obwohl sich bereits Müdigkeit angesammelt hat.
- Den Körper mit der richtigen Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Erholung optimal auf den Wettkampftag HYROX vorbereiten.
Wie notwendig ist ein Hormoncheck vor dem HYROX Wettkampf
Ein Hormoncheck vor dem HYROX Wettkampf ist nicht für jede Person erforderlich und es ist nicht notwendig, alle Hormone zu untersuchen. Dies hängt von Symptomen, Gesundheitsvorgeschichte, Risikofaktoren und dem Ermessen der Fachärztin/des Facharztes ab. Bei Personen mit Grunderkrankungen oder auffälligen Symptomen hilft eine hormonelle Abklärung durch Fachärztinnen/Fachärzte, sich passend auf den HYROX Wettkampf vorzubereiten – sicher und mit Vertrauen bis zur Ziellinie.
Wer sollte vor dem HYROX-Wettkampf die Hormone checken lassen
- Personen mit Grunderkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen
- Herzrasen oder Schwindel während des Trainings
- Gleiches Trainingsniveau, aber ungewöhnlich schnelle Erschöpfung
- Ungewöhnliche Veränderungen von Gewicht oder Muskelmasse
- Unregelmäßige Menstruation
- Abnahme der Leistungsfähigkeit ohne erkennbare Ursache
- Langsame Regeneration nach dem Training
Diese Symptome müssen nicht ausschließlich durch ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht sein. Sie können auch durch Übertraining, unzureichende Erholung oder andere Grunderkrankungen entstehen. Daher sollte man eine Fachärztin/einen Facharzt für eine detaillierte Abklärung aufsuchen.
Welche Hormone sollte man vor dem HYROX Wettkampf untersuchen lassen
Bei der Hormonuntersuchung vor dem HYROX Wettkampf entscheidet die Ärztin/der Arzt individuell nach Angemessenheit. Wichtig ist möglicherweise nicht, möglichst viele Hormone zu testen, sondern gezielt entsprechend den Symptomen und Indikationen zu untersuchen.
- Schilddrüsenhormone (Thyroid Hormone) kontrollieren
- Sexualhormone kontrollieren, z. B. Testosteron (Testosterone) bei Männern oder Estradiol (Estradiol) bei Frauen
- Vitamin-D-Spiegel (Vitamin D level) kontrollieren
- Cortisol (Cortisol) kontrollieren
- Weitere Untersuchungen je nach Bedarf
Muss man vor dem HYROX Wettkampf Testosteron und Cortisol untersuchen lassen
Die Untersuchung von Testosteron (Testosterone) und Cortisol (Cortisol) sollte erfolgen, wenn Symptome oder Zeichen auf einen Mangel dieser Hormone hinweisen, da beide 2 Hormone durch viele Faktoren beeinflusst werden können, z. B. den Zeitpunkt der Blutabnahme, Stress, bestimmte Grunderkrankungen usw. Manchmal kann eine einmalige Messung nicht eindeutig zeigen, ob ein Mangel vorliegt; daher ist bei der Interpretation Vorsicht geboten.
Sollten Diabetespatientenvor dem HYROX Wettkampf eine gründliche Abklärung durchführen lassen
Da HYROX eine sehr intensive Belastung ist, sollten Diabetespatienten sowie Personen mit Prädiabetes, und Übergewicht auf das Metabolische Syndrom (Metabolic Syndrome) gescreent werden, z. B. Nüchternblutzucker (Fasting plasma glucose), Langzeitblutzucker (HbA1c), Blutfettwerte, Nierenfunktion, Elektrolythaushalt, Blutdruck usw., einschließlich weiterer Hormonchecks, wenn eine Indikation besteht.
Bei Diabetes kann Bewegung den Blutzucker sowohl erhöhen als auch senken – abhängig von Art, Intensität und Dauer des Trainings. Wer Insulin oder bestimmte Medikamente verwendet, muss besonders auf Unterzuckerungen achten und den Blutzucker vor, während und nach dem Training überwachen. Daher sollte man vor der Teilnahme am Wettkampf eine erfahrene Ärztin/einen erfahrenen Arzt konsultieren, um einen geeigneten Betreuungsplan zu erstellen.
Ist ein Check der Schilddrüsenhormone vor dem HYROX Wettkampf notwendig
Schilddrüsenhormone spielen beim Sport eine wichtige Rolle für den Energieumsatz und die Funktion verschiedener Körpersysteme. Bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse können Symptome wie leichte Ermüdbarkeit, schneller Herzschlag, unerklärliche Gewichtszunahme oder -abnahme, ungewöhnliche Wärme- oder Kälteempfindlichkeit sowie Muskelschwäche auftreten. Dies kann der Gesundheit schaden und die sportliche Leistungsfähigkeit verändern. Bei entsprechenden Beschwerden sollte man die Schilddrüsenfunktion vor dem HYROX Wettkampf durch eine Fachärztin/einen Facharzt abklären lassen, um die Vorbereitung angemessen zu planen und Gefahren für den Körper zu vermeiden.
Muss man vor dem HYROX Wettkampf Hormone ergänzen
Wenn nach einem Hormoncheck bei einer Fachärztin/einem Facharzt normale Hormonwerte festgestellt werden, ist keine zusätzliche Hormonzufuhr nötig. Liegt jedoch eine hormonelle Störung oder ein Mangel bestimmter Hormone vor, darf eine Hormongabe nur gemäß ärztlicher Empfehlung erfolgen. Auf keinen Fall eigenständig anwenden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q: Ich trainiere hart, bin aber vor dem HYROX Wettkampf schnell erschöpft – kann das an Hormonen liegen
A: Das kann viele Ursachen haben und ist nicht spezifisch nur für einen Hormonmangel. Daher sollte eine Beurteilung durch Fachärztinnen/Fachärzte erfolgen, um je nach geeigneter Indikation Hormone zu kontrollieren.
Q: Ich nehme ab und trainiere gleichzeitig für HYROX – was tun, wenn die Energie nicht ausreicht
A: Viele setzen sich vor dem HYROX Wettkampf das Ziel, Fett zu reduzieren, Muskeln aufzubauen und ihre HYROX Zeit zu verbessern. Wenn man die Ernährung zu stark einschränkt und gleichzeitig das Training deutlich intensiviert, erhält der Körper nicht genügend Energie für den Bedarf – das kann verschiedene Systeme beeinflussen, z. B. den Stoffwechsel, das Sexualhormonsystem (bei Frauen unregelmäßige Menstruation; bei Männern mögliche Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem), abnehmende Knochenmasse, schlechtere Muskelregeneration und eine reduzierte sportliche Leistungsfähigkeit. Daher sollte die Ernährung passend geplant und mit dem Training abgestimmt werden. Bei chronischer Müdigkeit, langsamer Regeneration oder Menstruationsstörungen sollte man eine Ärztin/einen Arzt konsultieren, um weitere Untersuchungen durchführen zu lassen.
„Die Vorbereitung auf den HYROX Wettkampf besteht nicht nur aus Fitness oder ausreichend Training – man muss seine eigenen Hormone kennen.“
Krankenhaus mit Expertise in der Hormonanalytik
Das Diabetes-, Schilddrüsen- und Endokrinologiezentrum des Bangkok Hospital bietet eine umfassende hormonbezogene Betreuung durch ein interdisziplinäres Team (Multidisciplinary Thyroid Team) mit großer Erfahrung, moderner Technologie und einem multiprofessionellen Team, das bereitsteht, Behandlungs- und Beratungspläne engmaschig zu erstellen – damit Patientinnen und Patienten in jeder Lebensphase selbstbewusst leben können.
Ärztin mit Expertise in der Hormonanalytik
Dr.. Nida Serichantalergs Fachärztin für Endokrinologie und Stoffwechsel, Bangkok Hospital
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