Herzklopfen gilt als ein häufig auftretender Zustand im Alltag. Das Gefühl, dass das Herz plötzlich schnell, kräftig oder unregelmäßig schlägt, kann bei vielen Menschen Angst auslösen. Viele fragen sich möglicherweise, wodurch Herzklopfen verursacht wird – ob es sich nur um ein vorübergehendes Gesundheitsproblem handelt oder um ein Warnsignal für eine ernsthafte Erkrankung. Ein Verständnis von Herzklopfen ist daher wichtig, damit Sie sich selbst einschätzen und rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können.
Wie äußert sich Herzklopfen
Herzklopfen ist das Gefühl von Stolpern, Aussetzen oder einem ungewöhnlich schnellen und kräftigen Herzschlag. Betroffene können ein flaues Gefühl oder ein Engegefühl im Rachen- oder Brustbereich verspüren. Manchmal fühlt es sich an, als schlage das Herz unregelmäßig oder lasse Schläge aus. Auch wenn dieses Symptom nur vorübergehend für wenige Sekunden auftreten kann: Tritt Herzklopfen häufig auf, kann es den Alltag beeinträchtigen und ein Warnzeichen für innere Störungen sein, die ärztlich abgeklärt werden sollten.
Welche Ursachen kann Herzklopfen haben

Ein unregelmäßiger Herzschlag kann durch viele Faktoren entstehen – durch Verhalten, Umweltbedingungen und Vorerkrankungen. Wenn Sie wissen möchten, wodurch Herzklopfen verursacht wird, sehen Sie sich die häufigsten Hauptursachen an:
Stress, Angst und panikbedingte Zustände
Wenn der Körper Stress, Angst oder eine Panikstörung erlebt, veranlasst das autonome Nervensystem eine stärkere Ausschüttung von Adrenalin als gewöhnlich. Dadurch steigt die Herzfrequenz, und es kann zu Herzklopfen kommen, oft zusammen mit Schwitzen, Engegefühl in der Brust und Atemnot.
Sport oder körperliche Aktivität mit Überanstrengung
Bei intensiver körperlicher Betätigung oder zu schwerer Aktivität muss der Körper das Blut dringend zu den Muskeln pumpen. Das Herz arbeitet dadurch stärker, schlägt schneller und kräftiger und kann so Herzklopfen auslösen. Dies ist eine normale Reaktion des Körpers und lässt nach dem Ausruhen allmählich nach.
Zu hohe Koffeinzufuhr durch Getränke
Koffein in Tee, Kaffee, Softdrinks oder Energy-Drinks stimuliert direkt das zentrale Nervensystem und den Herzmuskel. Bei übermäßigem Konsum kann der Kreislauf schneller arbeiten, was Herzklopfen sowie Zittern der Hände oder Schlaflosigkeit verursachen kann.
Nebenwirkungen bestimmter Medikamente und herzstimulierender Substanzen
Einige Medikamente, z. B. Appetitzügler, Bronchodilatatoren, Erkältungsmittel mit Pseudoephedrin, sowie Rauchen und Drogenkonsum enthalten Substanzen, die die Herzaktivität stimulieren. Das kann zu einem abnorm schnellen Herzschlag und damit zu Herzklopfen führen – auch regelmäßig eingenommene Medikamente können daher eine Ursache sein.
Überfunktion der Schilddrüse mit daraus resultierender Hyperthyreose
Eine Schilddrüse, die zu viele Hormone produziert, bzw. eine Hyperthyreose beschleunigt den Stoffwechsel des Körpers stark. Dadurch wird das Herz ständig stimuliert. Betroffene haben daher Herzklopfen, Gewichtsverlust, schnelle Ermüdung, Hitzeintoleranz und schwitzen leichter als gewöhnlich.
Herzrhythmusstörungen und Gefäßsystem-Erkrankungen
Eine wichtige medizinische Ursache sind Herzrhythmusstörungen, undichte Herzklappen oder ein akuter Herzmuskelinfarkt, die lebensbedrohlich sein können und zu Herzversagen führen können. Wenn Sie Herzklopfen zusammen mit ausstrahlenden Schmerzen in Rücken oder Arm haben, ist dies ein Risikosignal, bei dem Sie umgehend einen Arzt aufsuchen sollten.
Bei welcher Art von Herzklopfen sollte man zur Untersuchung zum Arzt gehen
Wenn Herzklopfen immer wieder kommt und geht, häufiger auftritt, stärker wird oder von Warnsymptomen begleitet wird – z. B. Benommenheit, Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Atemnot oder starke Brustschmerzen, was auf Herzkrankheitssymptome hindeuten kann – sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, um eine genaue Diagnostik zur Ursachenklärung durchführen zu lassen.
Diagnostische Schritte zur Abklärung von Herzklopfen durch den Arzt

Um die Ursache zu finden, wodurch Herzklopfen verursacht wird, beurteilt der Arzt dies anhand eines umfassenden diagnostischen Vorgehens, um eine für die jeweilige Person passende Behandlung festzulegen, wie folgt:
- Ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt fragt nach den Merkmalen des Herzklopfens, auslösenden Faktoren, Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen sowie Lebensgewohnheiten, um das Grundrisiko einzuschätzen.
- Elektrokardiogramm (EKG): Eine Basisuntersuchung zur Messung der aktuellen elektrischen Aktivität des Herzens. Sie hilft zu prüfen, ob Frequenz und Rhythmus des Herzschlags auffällig sind oder eine Rhythmusstörung vorliegt.
- Langzeit-EKG (Holter-Monitoring): Betroffene erhalten ein tragbares Gerät für zu Hause, um die Herzaktivität über 24 oder 48 Stunden aufzuzeichnen. Geeignet für Personen, bei denen Herzklopfen nur zu bestimmten Zeiten auftritt.
- Herzultraschall (Echokardiogramm): Untersuchung der Herzstruktur, der Pumpfunktion des Herzmuskels und der Herzklappenfunktion im Detail, um strukturelle Auffälligkeiten zu erkennen.
- Laboruntersuchungen (Bluttests): Blutentnahme zur Kontrolle von Schilddrüsenhormonspiegel, Blutzucker und Elektrolythaushalt, um versteckte Ursachen zu finden, die den Herzschlag beeinflussen.
Behandlungsansätze je nach Ursache bei Herzklopfen
Die Behandlung von Patienten mit Herzklopfen hängt von der individuellen Ursache ab. Der Arzt wählt Methoden, die der Krankheitsursache entsprechen, wie folgt:
- Verhaltensanpassung und Vermeidung auslösender Faktoren: Wenn Stress, Kaffee oder Alkohol die Ursache sind, empfiehlt der Arzt, den Konsum zu reduzieren oder zu vermeiden und gleichzeitig ausreichend Ruhe und Schlaf einzuplanen.
- Medikamentöse Behandlung: Einsatz, wenn Herzklopfen durch Vorerkrankungen oder Funktionsstörungen innerer Systeme verursacht wird, z. B. Hyperthyreose mit übermäßiger Ausschüttung herzstimulierender Hormone oder beginnende Herzrhythmusstörungen. Der Arzt verordnet Medikamente zur Kontrolle der Herzfrequenz, Antiarrhythmika oder Medikamente zur Behandlung der Grunderkrankung, um Herzfunktion und Hormonspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
- Radiofrequenz-Katheterablation (Radiofrequency Catheter Ablation): Einsatz bei Herzrhythmusstörungen, die durch bestimmte Herzgewebeareale verursacht werden, die abnormale elektrische Signale erzeugen oder weiterleiten, und die sich mit Medikamenten nicht gut kontrollieren lassen, oder um eine langfristige Medikamenteneinnahme zu vermeiden. Dabei führt der Arzt einen Katheter ein, um den Ursprung der abnormen elektrischen Aktivität gezielt zu behandeln, die Ursache zu beheben und das Risiko eines erneuten Auftretens von Herzklopfen zu senken.
- Implantierbare medizinische Geräte: Einsatz bei schweren Herzrhythmusstörungen, bei zu langsamem Herzschlag mit Risiko für Bewusstlosigkeit oder bei abnorm schnellem Herzschlag mit Risiko eines plötzlichen Herzstillstands. Der Arzt implantiert daher einen Herzschrittmacher (Pacemaker) oder einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD), um den Herzrhythmus fortlaufend zu überwachen und bei Bedarf elektrische Impulse abzugeben, damit der Herzschlag jederzeit normal und sicher bleibt.
Gesundheitsmaßnahmen zur Vorbeugung des anfänglichen Risikos von Herzklopfen

Vorbeugung und die Verringerung der Wahrscheinlichkeit von Herzklopfen beginnen mit Anpassungen im Alltag, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken, wie folgt:
- Stress reduzieren und psychische Gesundheit pflegen: Meditation üben, leichte Bewegung oder entspannende Aktivitäten, um die Aktivierung des autonomen Nervensystems zu verringern.
- Stimulanzien begrenzen: Weniger Tee, Kaffee, Energy-Drinks und Alkohol konsumieren und mit dem Rauchen aufhören.
- Ausreichend schlafen: Dem Körper und dem Herzen etwa 7–8 Stunden pro Tag zur vollständigen Regeneration geben.
- Keine Selbstmedikation: Insbesondere Appetitzügler, Bronchodilatatoren oder bestimmte Erkältungsmittel. Vor der Einnahme von Medikamenten immer Arzt oder Apotheker konsultieren.
- Regelmäßige Herzgesundheits-Checks: Insbesondere bei Risikogruppen, z. B. familiärer Vorgeschichte von Herzerkrankungen, ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen.
Herzklopfen-Check im Bangkok Heart Hospital
Das Bangkok Heart Hospital ist bereit, Patienten mit Herzklopfen mit effektiver Diagnosetechnologie sowie Kardiologen und Gefäßspezialisten zu betreuen. Wir planen die Behandlung umfassend – vom ersten Screening bis zur kontinuierlichen Betreuung –, damit Sie sicher und nach internationalen Standards versorgt werden.
Zusammenfassung
Herzklopfen kann zwar durch harmlose Ursachen wie Stress, Kaffeekonsum oder intensiven Sport entstehen, ist jedoch auch ein wichtiges Warnsignal für Herzerkrankungen und andere körperliche Störungen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Herzklopfen häufig auftritt und mit Benommenheit, Atemnot oder Brustschmerzen einhergeht, sollten Sie umgehend eine ärztliche Abklärung durchführen lassen, um langfristig eine sichere Planung für Ihre Herzgesundheit zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Herzklopfen
1. Welche Ursachen hat Herzklopfen während des Schlafs in der Nacht
Oft verursacht durch Stress, Schlafapnoe, Abfall des Blutzuckerspiegels, Schlafen in Seitenlage mit erhöhtem Druck im Brustkorb oder Konsum von Tee, Kaffee und Alkohol am Abend.
2. Ist häufiges Herzklopfen bei schwangeren Frauen normal
Es kommt häufig vor, da sich Blutvolumen und Hormone im Körper verändern, wodurch das Herz stärker pumpen muss. Meist ist es nicht gefährlich. Wenn jedoch schnelle Ermüdung oder Benommenheit auftreten, sollte zur Diagnostik ein Arzt aufgesucht werden.
3. Worin unterscheidet sich Herzklopfen bei Panikstörung von einer Herzerkrankung
Bei einer Panikstörung tritt Herzklopfen häufig zusammen mit Angst, starkem Schwitzen und dem Gefühl von unzureichender Atmung auf, ist vorübergehend und klingt wieder ab. Bei Herzerkrankungen sind oft starke, drückende Brustschmerzen, Ausstrahlung in Arm/Kiefer oder Ohnmacht typisch.
4. Wodurch entsteht Herzklopfen nach dem Essen
Dadurch, dass der Körper mehr Blut in das Verdauungssystem umleitet, oder durch eine große Mahlzeit, stark gewürztes/scharfes Essen, Tee, Kaffee und Alkohol, die den Herzschlag stimulieren.
5. Bei welcher Art von Herzklopfen sollte man möglichst rasch einen Arzt aufsuchen
Herzklopfen zusammen mit Brustenge/-schmerzen, Atemnot, starkem Schwindel, Benommenheit, Ohnmacht, Bewusstlosigkeit oder ungewöhnlich häufigen Episoden – dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.






