Arterienverengungen können an vielen Stellen auftreten und oft gleichzeitig vorkommen, von den Herzkranzgefäßen über die Hirngefäße bis hin zu den peripheren Gefäßen der Gliedmaßen, was schwerwiegende gesundheitliche Folgen hat. Daher hilft die Untersuchung der peripheren Gefäße mit der Pulsvolumenaufnahme (PVR), die Risiken und Verengungstendenzen frühzeitig zu erkennen, was eine rechtzeitige Behandlung vor einem möglichen Fortschreiten der Erkrankung ermöglicht. Dies gilt insbesondere für Personen mit chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder für diejenigen mit einem ABI-Wert von weniger als oder gleich 0,9, die Schmerzen in den Wadenmuskeln haben oder bei diabetischen Geschwüren, chronischen Wunden etc.
Periphere Arterienverstopfung
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Peripheral Arterial Disease – PAD) entsteht durch Ablagerungen an der Innenwand der Arterien und führt zu Arteriosklerose, wobei die peripheren Arterien der Arme und Beine verengt und verstopft werden. Der Schweregrad der Erkrankung variiert je nach Grad der Verstopfung.
Die häufigsten Symptome sind Beinschmerzen und Wadenkrämpfe, die zunächst beim Gehen auftreten und mit der Zeit auch in Ruhe bestehen bleiben können, bis es zu chronischen Wunden an den Füßen oder Zehen kommt, die trotz Behandlung nicht heilen oder sich verschlimmern. Die Verengung der Arterien führt zu einer verminderten Durchblutung, was unter anderem durch schlecht eingestellten Diabetes, Nierenerkrankungen oder Fettablagerungen an der Arterienwand verursacht werden kann.
Zur Diagnose der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit wird häufig das ABI-Verfahren verwendet, bei dem der Blutdruck an Armen und Beinen miteinander verglichen wird. Die Untersuchung der Gefäßgesundheit mit der Pulsvolumenaufnahme (PVR) verbessert die Diagnoseeffektivität und ermöglicht eine klare Analyse der Arteriosklerose sowie der Risikofaktoren und Zukunftstrends für Gefäßverstopfungen.

Für wen ist die PVR-Untersuchung geeignet?
- Für Personen mit chronischen Erkrankungen, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, hohem Cholesterinspiegel, Nierenerkrankungen etc.
- Personen mit peripheren arteriellen Verengungen oder familiärer Vorgeschichte von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (Arme – Beine)
- Mit einem Ankle – Brachial Index (ABI) von weniger als oder gleich 0,9 (was auf eine Gefäßverstopfung hinweist)
- Regelmäßige Raucher
- Personen über 70 Jahre
- Personen mit Waden- und Muskelschmerzen oder Krämpfen beim Gehen
- Personen mit schwachem oder fehlendem Puls an Beinen oder Füßen, blasser Hautfarbe
- Personen mit Fuß- oder Zehengeschwüren oder Fußdeformationen mit Risiko für Geschwüre
- Personen mit diabetischen Geschwüren oder chronischen Wunden an Zehen oder Beinen
- Nach AVF AVG (Gefäß für die Dialyse) kalte Hände oder Schmerzen
- Patienten mit Nierenerkrankungen, chronische Niereninsuffizienz (Chronic Renal Insufficiency)
- Eine Untersuchung für symptomfreie Personen ist möglich***
Gefäßkontrolle vor der Verengung
Die Untersuchung der Arteriosklerose mit der Pulsvolumenaufnahme (PVR) dient zur Analyse der Arterien durch Messung des Blutdrucks an Armen und Beinen in Verbindung mit dem Pulsvolumen PVR, um das Risiko zu berechnen. Dazu liegt der Patient auf einer Untersuchungsliege, während Blutdruckmanschetten an Armen und Beinen angelegt werden; eine Sonde wird unterhalb der Manschette verwendet, um den Puls in der Arterie zu ermitteln. Die Untersuchung dauert etwa 1 – 1,5 Stunden und liefert klare und zuverlässige Ergebnisse.
Die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Einige Patienten können mit einem konservativen Ansatz und Medikamenten zur Kontrolle des Diabetes sowie durch Bewegung behandelt werden. Bei schwereren Fällen kann jedoch eine Ballonangioplastie, das Einsetzen eines Stents oder eine Operation, wie z.B. ein Bypass, erforderlich sein. Daher ist eine jährliche Untersuchung der Gefäßgesundheit unter strenger Aufsicht eines Facharztes wichtig, um das Verstopfungsrisiko der Gefäße rechtzeitig zu erkennen, schneller behandeln zu können und die Schwere der Erkrankung sowie den Verlust von Gliedmaßen zu verringern.






