Da das Risiko für koronare Herzkrankheiten mit zunehmendem Alter steigt, insbesondere bei Frauen nach der Menopause, ist es wichtig, auf die Herzgesundheit zu achten.
Frauen nach der Menopause
Der Zustand der Menopause oder Wechseljahre bei Frauen bedeutet ein dauerhaftes Ausbleiben der Menstruation, was als Abwesenheit der Menstruation für 1 Jahr gezählt wird. Das Durchschnittsalter liegt bei 50 Jahren oder zwischen 45 – 55 Jahren. Man unterscheidet 2 Arten:
- Natürliches Eintreten durch das Aufhören der Eierstockfunktion, also im Alter über 40 Jahren
- Durch Operation beidseitige Entfernung der Eierstöcke, was in einem Alter unter 40 Jahren auftreten kann
Symptome der Menopause
Normalerweise produzieren die Eierstöcke weibliche Hormone wie Östrogen, welches den ganzen Körper beeinflusst. Mit Erreichen der Menopause stellen die Eierstöcke ihre Funktion ein, sodass die Produktion weiblicher Hormone abnimmt, was zu verschiedenen Symptomen der Menopause führt, die durch den Mangel an weiblichen Hormonen verursacht werden:
- Hitzewallungen
- Körperschmerzen
- Schlaflosigkeit
- Gemütsschwankungen
- Depression bei einigen Personen
Diese Symptome treten häufig in den 3 – 4 Jahren vor und nach der Menopause auf, wobei der Zeitpunkt und die Schwere je nach Person variieren können und bei manchen keine Symptome auftreten. Zudem können Krankheiten aufgrund eines Mangels an weiblichen Hormonen auftreten, wie zum Beispiel Osteoporose, vaginale Trockenheit, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, usw.

Menopause-Risiko für Herzerkrankungen
Frauen in den Wechseljahren haben ein erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheiten, da weibliche Hormone normalerweise helfen, den schlechten Cholesterinspiegel zu senken und den guten zu erhöhen, wodurch verhindert wird, dass sich Fett an den Gefäßwänden ablagert, was die Blutgefäße im ganzen Körper flexibel hält. Der Mangel an weiblichen Hormonen kann zu Verhärtungen oder Verstopfungen der Blutgefäße im ganzen Körper führen, einschließlich der Herzkranzgefäße und der Gefäße, die das Gehirn versorgen
Beobachtung von Gefäßverengungssymptomen
Gefäßverengung kann im ganzen Körper auftreten, wobei die Symptome von der Schwere der Verengung im jeweiligen Organ abhängen, z.B.
- Herzkranzgefäße: Schmerzen in der Brustmitte, die auf den linken Arm, den Kiefer oder die Schulter ausstrahlen, schnelle Ermüdung, Atembeschwerden
- Gefäße, die das Gehirn versorgen: Schwäche in einer Körperhälfte, herabhängender Mundwinkel, undeutliches Sprechen
- Gefäße, die die Beine versorgen: Beinschmerzen beim Gehen
Ist die Verengung nicht stark, können Symptome fehlen. Allerdings kann selbst bei geringfügiger Verengung und ohne Symptome ein Herzinfarkt (Heart Attack) auftreten, wenn bestimmte Faktoren wie Stress, Schlafmangel oder andere stressauslösende Zustände hinzukommen, da sie die Ruptur von Fettplaque, die die Herzkranzgefäße verstopft (Rupture Plaque), auslösen und zu einer Thrombose führen, was letztendlich zu einem akuten Herzinfarkt führen kann.
Prüfung auf Gefäßverengung
Versteifung oder Verstopfung der Gefäße in verschiedenen Organen kann überprüft werden:
- Herzkranzgefäße: Bei fehlenden Symptomen wird die Koronararterien-Kalzium-Scintigraphie (Coronary Artery Calcium Scan oder CAC) eingesetzt, bei Symptomen die Computertomographie-Angiographie der Herzkranzgefäße (CT Angiography Coronary Artery), sowie weitere Tests der Herzfunktion anhand von Indikationen und ärztlichem Ermessen
- Gefäße, die das Gehirn versorgen: Ultraschalluntersuchung der Halsarterien (Carotid Duplex Ultrasound)
- Periodische Arterien, die die Extremitäten versorgen: Einsatz des Ankle Brachial Index (ABI) für die Untersuchung
Behandlung von Gefäßverengung
Bei milden Symptomen kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen, z.B. durch Cholesterinsenker zur Reduzierung oder Verhinderung weiterer Verengungen oder für die Herzkranzgefäße, wo Cholesterinsenker akute Herzinfarkte verhindern können, sowie Einnahme von Blutplättchenhemmern und anderen Medikamenten nach Indikation. Bei schweren Symptomen erfordert die Herzversorgung eine Stent-Implantation mittels Ballonkatheter(Stent) oder eine koronare Bypass-Operation zur Reduzierung des Behinderungs- und Sterberisikos, um Symptome zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern, wobei die Behandlung je nach ärztlichem Fachurteil variiert
Prävention von Gefäßverengung
- Regelmäßige Körperuntersuchung gemäß Indikation
- Herzgesundheitsüberprüfung, wenn indiziert
- Gesunde Ernährung, Reduzierung von Zucker, Fett, Salz
- Regelmäßige Bewegung; für die Herzgesundheit wird moderate Aktivität mindestens 150 Minuten pro Woche empfohlen
- Ausreichender Schlaf
- Stressreduktion
- Kontrolle des Gewichts im Normbereich
- Verzicht auf Rauchen
- Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel usw. sollte man die Kontrolle entsprechend den Indikationen aufrechterhalten
Dennoch sollten Frauen in den Wechseljahren oder in den Wechseljahren auf mögliche Zustände, wie oben beschrieben, achtgeben, auf Unregelmäßigkeiten im Körper achten, die Gesundheit immer pflegen, Gesundheitsüberprüfungen durchführen, um Krankheiten korrekt vorzubeugen und zu managen, einschließlich Herzkrankheiten, falls zutreffend.



