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    Klar wissen: Diagnose von ruhig verbleibenden Steinen in den Harnwegen

    4 Minuten zum Lesen
    Informationen von
    Dr. Karuha Martwachira
    Dr. Karuha Martwachira

    Bangkok Hospital Chiang Mai

    Aktualisiert am: 24 ส.ค. 2026
    Dr. Karuha Martwachira
    Dr. Karuha Martwachira
    Bangkok Hospital Chiang Mai
    Klar wissen: Diagnose von ruhig verbleibenden Steinen in den Harnwegen
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    Bangkok Hospital Chiang Mai
    Aktualisiert am: 24 Aug. 2026

    Diagnose von Harnsteinen

    Die Diagnose von Harnsteinen hat das Ziel zu bestätigen, ob ein Stein vorhanden ist, wo er sich befindet, wie groß er ist und ob er eine Harnwegsobstruktion verursacht. Diese Informationen sind wichtig, um den Schweregrad einzuschätzen und die geeignete Behandlungsstrategie für jeden einzelnen Patienten auszuwählen.

    Ärztinnen und Ärzte beurteilen dies anhand der Beschwerden, der Krankengeschichte, der körperlichen Untersuchung sowie je nach Bedarf weiterer Untersuchungen. Zu den Untersuchungen, die zur Diagnose von Harnsteinen eingesetzt werden können, gehören CT-Scan, Urinuntersuchung, Blutuntersuchung, Ultraschall und konventionelles Röntgen (KUB-Röntgen).

    Welche Untersuchungen gibt es zur Abklärung von Harnsteinen?

    1. Computertomographie (CT-Scan)

    Die Computertomographie ohne Kontrastmittel, oder Non-contrast CT KUB (Kidneys, Ureters, Bladder), ist eine Untersuchung mit hoher Genauigkeit zum Nachweis von Harnsteinen und eine häufig verwendete Standarduntersuchung bei Patientinnen und Patienten mit akuten steinbedingten Schmerzen.

    Das CT kann helfen, wichtige Informationen zu beurteilen, darunter:

    • ob ein Stein vorhanden ist
    • an welcher Stelle der Harnwege der Stein liegt
    • wie groß der Stein ist
    • ob eine Harnwegsobstruktion vorliegt
    • ob eine Hydronephrose durch eine Obstruktion vorliegt
    • ob andere Auffälligkeiten vorliegen, die die Schmerzen verursachen könnten

    Außerdem kann das CT zur Beurteilung der Steindichte (Hounsfield Unit; HU) verwendet werden, was Ärztinnen und Ärzten bei einigen Patientinnen und Patienten helfen kann, die Eigenschaften des Steins einzuschätzen und dies in die Behandlungsplanung einfließen zu lassen.

    Allerdings ist das CT eine Untersuchung mit Strahlenbelastung; daher prüfen Ärztinnen und Ärzte die Notwendigkeit und wählen die für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten passende Untersuchungsmethode.

    2. Urinuntersuchung

    Die Urinuntersuchung ist eine Basisuntersuchung, die eine wichtige Rolle bei der Beurteilung von Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Harnsteine spielt. Sie kann helfen, damit zusammenhängende Auffälligkeiten zu erkennen, wie zum Beispiel:

    • Erythrozyten oder Blut im Urin
    • Anzeichen einer Harnwegsinfektion
    • Säure-Basen-Status des Urins (pH)
    • Kristalle bestimmter Mineralien

    Bei vielen Patientinnen und Patienten mit Steinen kann Blut im Urin gefunden werden; eine Urinuntersuchung ohne Blutnachweis bedeutet jedoch nicht, dass immer kein Stein vorliegt. Daher beurteilen Ärztinnen und Ärzte die Befunde zusammen mit den Beschwerden und anderen Untersuchungen.

    3. Blutuntersuchung

    Blutuntersuchungen helfen, den allgemeinen Gesundheitszustand, die Nierenfunktion und mögliche steinassoziierte Komplikationen zu beurteilen. Ärztinnen und Ärzte können beispielsweise folgende Werte prüfen:

    • Nierenfunktion
    • Infektionszeichen
    • Kalziumspiegel im Blut
    • Harnsäurespiegel

    Bei Patientinnen und Patienten mit Fieber zusammen mit steinverdächtigen Symptomen tragen Blutuntersuchungen zur Beurteilung einer Infektion und der Krankheits-Schwere bei und unterstützen zudem die Behandlungsplanung.

    4. Ultraschall (Ultrasound)

    Ultraschall ist eine strahlenfreie Untersuchung, die bequem durchzuführen ist und sich für bestimmte Patientengruppen eignet, wie zum Beispiel:

    • Schwangere
    • Kinder
    • Patientinnen und Patienten, die regelmäßig hinsichtlich Steinleiden kontrolliert werden müssen
    • Patientinnen und Patienten, bei denen eine Hydronephrose durch Obstruktion beurteilt werden muss

    Allerdings hat der Ultraschall Einschränkungen beim Nachweis von Steinen an bestimmten Lokalisationen, insbesondere bei Harnleitersteinen und kleinen Steinen. Daher bestätigt ein Ultraschallbefund ohne Steinnachweis nicht immer, dass kein Stein vorhanden ist oder dass er bereits abgegangen ist.

    Wenn Ärztinnen und Ärzte die Lage des Steins bestätigen oder beurteilen müssen, ob der Stein noch vorhanden ist, kann je nach Situation eine CT-Untersuchung in Betracht gezogen werden.

    5. Konventionelles Röntgen (KUB-Röntgen)

    Das KUB-Röntgen ist eine Röntgenaufnahme der Region von Nieren, Harnleitern und Harnblase. Es kann bestimmte röntgendichte Steine nachweisen, jedoch nicht alle Steinarten sichtbar machen.

    Aufgrund dieser Einschränkungen ist das KUB-Röntgen weniger sensitiv als das CT für den Steinnachweis und spielt häufig eher eine Rolle bei der Verlaufskontrolle bestimmter Steine nach Diagnosestellung oder nach Behandlung, als als Hauptuntersuchung zur erstmaligen Steindiagnose.

    Müssen alle Untersuchungsmethoden durchgeführt werden?

    Es ist nicht notwendig, alle Methoden durchzuführen.

    Ärztinnen und Ärzte wählen die Untersuchungen entsprechend den Beschwerden und der Eignung für die einzelne Patientin bzw. den einzelnen Patienten aus und berücksichtigen dabei Faktoren wie:

    • Art und Schwere der Symptome
    • Alter
    • Vorerkrankungen
    • Steinvorgeschichte
    • Wahrscheinlichkeit einer Infektion
    • Risiko einer Harnwegsobstruktion
    • Notwendigkeit der Behandlungsplanung
    • Sicherheit der Patientin bzw. des Patienten

    Bei manchen Patientinnen und Patienten wird zunächst mit Urinuntersuchung und Ultraschall begonnen, während bei Patientinnen und Patienten mit starken Schmerzen oder Verdacht auf Stein und Obstruktion möglicherweise zusätzlich eine CT-Untersuchung erforderlich ist, um genauere Informationen zu erhalten.

    Zusammenfassung der Diagnose von Harnsteinen

    Die Diagnose von Harnsteinen basiert nicht auf nur einem Untersuchungsergebnis. Ärztinnen und Ärzte führen die Informationen aus Symptomen, Anamnese, körperlicher Untersuchung und zusätzlichen Befunden zusammen.

    Non-contrast CT KUB ist eine Untersuchung mit hoher Genauigkeit und spielt eine wichtige Rolle beim Steinnachweis, bei der Beurteilung von Lokalisation und Größe des Steins sowie einer Harnwegsobstruktion. Urinuntersuchung, Blutuntersuchung und Ultraschall sind hingegen wichtig zur Beurteilung begleitender Zustände und unterstützen die Planung der Behandlung und Betreuung.

    Wenn bekannt ist, wo der Stein liegt und wie groß er ist, lautet die nächste Frage, die Patientinnen und Patienten häufig beschäftigt: „Kann der Stein von selbst abgehen?“ Dies hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa Größe und Lage des Steins.

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    Dr. Karuha Martwachira

    Urological Surgery

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