Office-Syndrom
Das Office-Syndrom ist eine Gruppe von Erkrankungen, die durch unangemessene Arbeitsbedingungen verursacht werden, wie z.B. das stundenlange Sitzen am Schreibtisch, ohne sich zu bewegen. Manche Menschen müssen fast die ganze Zeit vor dem Computerbildschirm sitzen. Solche Bedingungen beeinträchtigen die allgemeine Gesundheit des Körpers in mehreren Systemen, z.B. Muskelschmerzen durch langes Sitzen, Taubheitsgefühle in den Händen durch Druck auf die Nerven, Magenschmerzen durch unregelmäßige Mahlzeiten, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit aufgrund fehlender Bewegung usw.
Beispiele für Krankheiten in dieser Kategorie sind hauptsächlich Erkrankungen des Bewegungsapparates, darunter das Myofasziale Schmerzsyndrom, Rückenschmerzen durch schlechte Haltung, das Karpaltunnelsyndrom, der Schnellender Finger. Auch andere Körpersysteme können durch das kontinuierliche Sitzen beeinträchtigt werden, wie z.B. Magengeschwüre und Sodbrennen, Kopfschmerzen durch Stress, Fettleibigkeit usw.
Hier werden insbesondere Erkrankungen des Bewegungsapparates behandelt, da sie häufig vorkommen.
Ursachen für arbeitsbedingte Muskelschmerzen
Viele Menschen fragen sich vielleicht, warum Büroarbeit, die normalerweise keine körperlichen Anstrengungen erfordert und in klimatisierten Räumen stattfindet, dennoch zu Muskelschmerzen führen kann. Tatsächlich entstehen die Muskelschmerzen bei Büroangestellten durch das Fehlen von Haltungswechseln, durch das Verharren in derselben Position oder durch das Arbeiten in einer ungünstigen Haltung. Dies führt dazu, dass die Muskeln in der gleichen Position verharren und einige über einen langen Zeitraum gedehnt werden. Wenn dies monatelang ohne Abhilfe anhält, können sich die Muskeln verhärten und Schmerzen verursachen.
Wer ist möglicherweise von arbeitsbedingten Muskelschmerzen betroffen?
- Personen, die mindestens 6 Stunden am Tag in derselben Position arbeiten müssen, z.B. kontinuierlich am Computer sitzen oder am Monatsende dringende Buchhaltungsarbeiten erledigen.
- Personen mit Schmerzen in der Schulter, im Nacken, im Rücken, die manchmal auch in den Kopf ausstrahlen oder beim Sitzen in den Armen ausstrahlen können. Die Schmerzen verbessern sich durch Haltungswechsel.
- Schmerzen, die mit Arbeitsphasen zusammenhängen, aber während der freien Tage weniger stark sind.
- Menschen, die nicht regelmäßig Sport treiben und keine Freizeit für körperliche Aktivitäten haben.
Behandlung von arbeitsbedingten Muskelschmerzen
Bei leichten Fällen, bei denen die Schmerzen nur während der Arbeit auftreten, ist die einfachste Lösung Bewegung zu machen, das Arbeitsumfeld und die Arbeitsgewohnheiten anzupassen.
Wenn die Schmerzen jedoch stärker werden oder auch in der Freizeit auftreten, kann neben der Anpassung von Gewohnheiten eine medikamentöse Behandlung oder eine physiotherapeutische Schmerzlinderung notwendig werden, z.B. mittels Ultraschallwärmebehandlung, Lasertherapie, Elektrotherapie, Stoßwellentherapie, Triggerpunkttherapie mit Nadeln.
Darüber hinaus können Ärzte und Physiotherapeuten eine Bewertung und Empfehlungen zur therapeutischen Bewegung und Verhaltensanpassung geben.
Sollten die Schmerzen anhalten, kann der Arzt entscheiden, Triggerpunkte mit Nadeln zu behandeln oder Medikamente in die Schmerzregion zu spritzen, um die verkrampften Muskelpunkte zu entlasten.
“Arbeitsbedingte Muskelschmerzen können durch eine angemessene Anpassung der Verhaltensweisen, des Arbeitsumfelds und durch regelmäßige Bewegung verhindert werden.”
Mit besten Wünschen
Rehabilitation Abteilung | Bangkok Hospital Chiangmai
Tel. 052 089 780 oder 1719



