Office-Syndrom ist eine Gruppe von Krankheiten, die häufig bei Menschen auftritt, die im Büro arbeiten oder im erwerbsfähigen Alter sind, da sie lange sitzen, sich wiederholende Muskelbewegungen ausführen und möglicherweise eine falsche und ungeeignete Körperhaltung einnehmen. Es tritt oft ein Muskelkater im Bereich von Nacken, Schultern und Armen auf. Auch das Arbeiten von zu Hause während der COVID-19-Situation kann Office-Syndrom-Symptome hervorrufen und das Risiko kann sogar noch höher sein als beim Arbeiten im Büro unter normalen Umständen.
Verstehen des Office-Syndroms
Das Office-Syndrom ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Erkrankungen, die durch unangemessene Arbeitsbedingungen verursacht werden, wie z.B. stundenlang vor dem Computer zu sitzen oder über längere Zeit an einem Schreibtisch zu arbeiten. Es kann eine Vielzahl von gesundheitlichen Auswirkungen auf das Körpersystem haben, wie z.B. Muskelverspannungen, Taubheitsgefühl in den Händen, Schmerzen und Schwellungen in verschiedenen Gelenken oder sogar Bauchschmerzen durch unregelmäßige Mahlzeiten und arbeitsbedingten Stress.
Beispiele für häufig vorkommende Krankheiten in dieser Gruppe sind:
- Myo-Fasziales Schmerzsyndrom, das Muskelkater verursacht und oft im Bereich von Nacken, Schultern und Schulterblättern auftritt.
- Karpaltunnelsyndrom.
- Schnappfinger.
- Sehnenentzündung.
- Rückenschmerzen durch eine unangemessene Haltung.
- Vorderes Knieschmerzsyndrom.
- Magenbeschwerden (Dyspepsie).
Ursachen des Office-Syndroms
Es resultiert aus langen, sich wiederholenden Belastungen der Muskeln sowie ungünstigen und unangemessenen Körperhaltungen, die Muskelermüdung verursachen. Hinzu kommen unzureichende Arbeitsumgebungen und andere Faktoren wie Stress oder unzureichende Erholung. In einigen Fällen können auch interne Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. Muskelungleichgewichte oder Wirbelsäulendeformitäten, die zu Muskel- und Faszienbeschwerden führen.

Vorbeugung des Office-Syndroms während der Heimarbeit
Die Vorbeugung des Office-Syndroms während der Heimarbeit ist nicht schwer, wie folgt:
- Anpassung des Arbeitsplatzes und der Umgebung: Richten Sie Ihren Arbeitsbereich angemessen ein. Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung. Wenn Sie in der Nähe eines Fensters sind, ist es gut, nach draußen schauen zu können. Vermeiden Sie es, auf dem Boden zu arbeiten. Wählen Sie einen Schreibtisch mit angemessener Höhe, sodass der Computermonitor auf Augenhöhe oder etwas darunter liegt. Passen Sie die Stuhlhöhe an und stellen Sie sicher, dass Ihre Arme und Handgelenke parallel zum Schreibtisch sind. Maus und Tastatur sollten nicht zu weit entfernt sein, sodass man sich nicht zu weit vorbeugen oder hinunterbeugen muss. Der Ellbogen sollte etwa 90 Grad gebeugt sein, der Rücken sollte die Rückenlehne des Stuhls berühren, und die Oberschenkel sollten parallel zum Boden sein. Wenn Ihre Füße den Boden nicht erreichen, können Sie eine Fußstütze verwenden.

- Ändern Sie regelmäßig Ihre Körperhaltung: Arbeiten Sie nicht zu lange ohne Pause. Ändern Sie mindestens jede Stunde Ihre Position. Strecken Sie Ihre Muskeln, heben Sie den Blick vom Computer und entspannen Sie Ihren Geist, indem Sie zum Beispiel aus dem Fenster schauen.
- Regelmäßige Bewegung: Sowohl Muskeldehnungen zur Erhöhung der Flexibilität als auch Kraftübungen zur Stärkung von Körper und Muskeln sind wichtig, um für die Arbeit bereit zu sein.
- Vermeiden Sie Risikoverhalten: Heutzutage werden Mobiltelefone und Tablets länger genutzt, besonders im Bett vor dem Schlafengehen, was die Augen zusätzlich beansprucht und die Muskeln um den Nacken, die Schultern und Arme mehr belasten kann.
- Genügend Ruhe: Schlafen Sie 7 bis 9 Stunden, und essen Sie ausgewogen, um die notwendigen Nährstoffe zu erhalten.
- Bleiben Sie aktiv: Die Arbeit von zu Hause aus während COVID-19 kann Stress verursachen und dazu führen, dass Sie sich weniger bewegen. Regelmäßige Bewegung wie Hausarbeiten, Gießen von Pflanzen oder Tanzen zu Social Media-Inhalten kann Ihre körperliche Fitness und Ihr geistiges Wohlbefinden verbessern.
Hartnäckige Schmerzen erfordern ärztlichen Rat
Wenn Sie anhaltende Schmerzen haben oder Ihr tägliches Leben beeinträchtigt wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten und einen Behandlungsplan zu entwickeln. Wenn jedoch schwere Symptome wie Taubheit oder Schwäche auftreten, könnte dies auf eine Nervenkompression durch Bandscheibenprobleme hinweisen. Bei schmerzhaften Gelenkschwellungen kann eine Entzündung vorliegen. Nachtschmerzen oder wachsende Knoten können auf Tumore hinweisen. In diesen Fällen wird dringend empfohlen, einen Arzt für eine frühzeitige Behandlung aufzusuchen.






