Gegenwärtig nimmt die Zahl der radiologischen Untersuchungen des Abdomens stark zu, wobei die Indikationen zur Untersuchung unterschiedlich sind. Meist handelt es sich um jährliche Vorsorgeuntersuchungen, um festzustellen, ob Anomalien vorliegen. Das Auffinden eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse löst jedoch meist mehr oder weniger Besorgnis aus, wenn das Ergebnis bekannt wird, und es tauchen viele Fragen auf. Daher hilft das Verständnis eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse, den geeigneten Behandlungsansatz zu verstehen.
Arten von Tumoren in der Bauchspeicheldrüse
Ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse kann in solide Tumore und Zysten unterteilt werden. In den meisten Fällen wird eine erste Diagnose durch Ultraschall oder Computertomographie gestellt.
- Feste Tumore (Solid) Wenn solide Tumore feststellt werden, muss zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren (Krebs) unterschieden werden. Erkrankungen, die auftreten können, sind Tumore, die bei einer Pankreatitis auftreten, Tumore in Zellen des Typs Endokrin oder Pankreas-Neuroendokriner Tumor (PNET). PNETs können eine Vielzahl von Erkrankungen aufweisen, von gutartigen bis zu bösartigen Tumoren. Auch eine accessorische Milz und Pankreaskarzinome können auftreten.
- Zysten Wenn Zysten festgestellt werden, sollte auf deren Merkmale geachtet werden, um eine vorläufige Diagnose zu erleichtern. In manchen Fällen ist es notwendig, zusätzliche Untersuchungen wie die endoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS) oder die Magnetresonanztomographie (MRI/MRCP) durchzuführen, um die Diagnose zu präzisieren. Zu den gutartigen Zysten, die nicht bösartig werden, gehören das Seröse Zystadenom (SCA) und die Pseudozysten nach Pankreatitis. Eine andere Gruppe umfasst Zysten, die potenziell bösartig werden können, wie das Intraduktale Papillär-muzinöse Neoplasma (IPMN), das muzinöse zystische Neoplasma (MCN) und die solide pseudopapilläre epitheliale Neoplasie (SPEN).
Vorgehen bei Entdeckung eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse
Wenn bei einer Routineuntersuchung ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse entdeckt wird und keine Symptome vorliegen, sollte man die Informationen des Arztes, der die Untersuchung veranlasst hat, hören und sich hinsichtlich des Facharztes für Hepatologie und die weiteren Schritte beraten lassen. Wenn Symptome vorliegen, sind in der Regel Gastroenterologen oder spezialisierte Chirurgen die zuständigen Ärzte, die entsprechende Behandlungsansätze empfehlen.
Risiko einer bösartigen Erkrankung bei Entdeckung eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse
Das Auffinden eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse bedeutet nicht unbedingt, dass es sich um eine bösartige Erkrankung oder Krebs handelt. Patienten sorgen sich oft, dass es bösartig sein könnte. Es ist wichtig, einen Spezialisten aufzusuchen, um die Diagnose zu bestätigen und den geeigneten Behandlungsplan zu besprechen. Die Primärdiagnose wird durch Faktoren wie Geschlecht, Alter, Symptome sowie den radiologischen Merkmalen des Tumors oder der Zyste erleichtert.

DieBehandlung von Tumoren in der Bauchspeicheldrüse
Die Behandlung eines Tumors in der Bauchspeicheldrüse richtet sich im Allgemeinen nach der Diagnose und den Symptomen des Patienten
- Bei gutartigen Tumoren ohne Symptome kann eine Beobachtung ohne chirurgischen Eingriff sinnvoll sein. Die Patienten sollten sich alle 6–12 Monate einem klinischen und radiologischen Follow-Up unterziehen.
- Bei gutartigen Tumoren mit Symptomen sollte die Behandlung an den spezifischen Symptomen orientiert werden. Bei Gallengangsstörungen (Ikterus) kann eine ERCP angezeigt sein. Bei Erkrankungen mit potenziell bösartigem Verlauf sollte eine chirurgische Intervention in Betracht gezogen werden.
- Bei großen Zysten infolge einer Pankreatitis und mit Druck auf benachbarte Organe kann eine endoskopische Drainage oder, wo dies nicht möglich ist, eine chirurgische Intervention erforderlich sein.
- Bei Tumoren oder Zysten mit bösartigem Potenzial oder bestätigtem Malignom wird eine chirurgische Resektion (Pankreasresektion oder Pankreatektomie) empfohlen, um eine kurative Therapie anzustreben, sofern operativ möglich.
Chirurgische Risiken und Komplikationen bei der Entfernung von Tumoren in der Bauchspeicheldrüse
Die Operation am Pankreas (Pankreasresektion oder Pankreatektomie) hängt von der Tumorposition und dem Verdacht auf Malignität ab. Es unterscheidet sich zwischen dem Bereich des Kopfes der Bauchspeicheldrüse (Pankreatikoduodenektomie, PD) und dem Körper und Schwanz (Distale Pankreatektomie, DP).
Die Chirurgie des Pankreaskopfes ist komplizierter aufgrund der Nähe zu Zwölffingerdarm und Gallengang. So dauert diese Operation länger, da Resektions- und Anastomoseschritte erforderlich sind. Allgemein bestehen 10–40 % Risiko für postoperative Komplikationen, wobei die Sterblichkeitsrate bei Pankreasoperationen heutzutage nur noch bei 1–5 % liegt.
Die Entfernung von Tumoren am Körper und Schwanz des Pankreas ist einfacher, birgt aber ein höheres Risiko für postoperative Pankreasfisteln und das Auftreten einer postoperativen Diabetes.
Offene und laparoskopische Pankreaschirurgie
Die Pankreaschirurgie kann in offene (Open Pancreatectomy) und laparoskopische Eingriffe (Laparoscopic Pancreatectomy) unterteilt werden. Die Wahl der Methode hängt von der Tumorposition ab.
Bei Tumoren am Körper und Schwanz der Bauchspeicheldrüse wird eine laparoskopische distale Pankreatektomie empfohlen, außer es bestehen Kontraindikationen. Bei Tumoren des Kopfes der Bauchspeicheldrüse gilt die offene Resektion als Standard, doch ist eine laparoskopische Pankreatikoduodenektomie bei entsprechender Erfahrung des Chirurgen möglich. Laparoskopische Eingriffe dauern in der Regel länger als offene Eingriffe aufgrund der technischen Komplexität.






