Ein Leistenbruch (Hernie) ist eine Erkrankung, bei der ein Teil des Darms durch eine Schwachstelle der Bauchwand herausrutschen kann. Wenn der Darm nicht mehr zurückgeschoben werden kann, spricht man von einer eingeklemmten Hernie. Unbehandelt kann dies zu gefährlichen Komplikationen führen, da der Darm stranguliert und die Blutversorgung unterbrochen werden kann. Eine schnelle Diagnose und Behandlung sowie die regelmäßige Selbsteinschätzung sind wichtig.
Achtsamkeit bei Hernien
Eine Hernie tritt auf, wenn ein Teil der inneren Organe (meist Bauchfett oder Darm) von seiner normalen Position durch eine Schwachstelle der Bauchwand oder eine Operationsnarbe herausgedrückt wird und als Schwellung sichtbar ist. In der Regel gibt es im Bauch drei bis vier Stellen, an denen ein Darmbruch auftreten kann. Die Lokalisierung der Hernie hängt individuell ab. Bei jüngeren Männern tritt sie häufiger in der Leistengegend auf, während sie bei Frauen auch unterhalb der Leiste auftreten kann.
Arten von Hernien
Hernien werden nach ihrem Entstehungsort und ihrer Ursache klassifiziert. Die Behandlung besteht meist in einer Operation. Häufige Arten von Hernien sind:
- Leistenbruch (Inguinalhernie) oder bei schwereren Fällen ein Skrotalbruch. Tritt häufiger bei Männern auf, da der Leistenkanal eine natürliche Schwäche ist. Eine unvollständige Entwicklung dieser Schwäche oder Druck kann dazu führen, dass der Darm durch die Leiste oder den Hodensack drückt.
- Nabelbruch (Umbilicalhernie), oft bei Neugeborenen, die in der Regel bis zum Alter von zwei Jahren von selbst verschwinden.
- Zwerchfellhernie (Hiatalhernie), verursacht durch eine Schwäche des Zwerchfells, wodurch der Magen oder die Speiseröhre in den Brustraum gleitet. Oft ist sie mit Reflux-Symptomen verbunden.
- Schenkelbruch (Femoralhernie), tritt meist bei Frauen auf.
- Obturatorhernie, tritt meist bei Frauen auf.
- Operationshernie, tritt bei Personen mit vorangegangenen abdominalen Operationen auf, da die Bindegewebsschwäche zu einer Hervorwölbung führen kann.
Risikofaktoren für Hernien
Risikofaktoren für die Entstehung von Hernien sind:
- Erhöhtes Alter
- Angeborene Anomalien
- Häufiges Heben schwerer Lasten
- Chronischer Husten
- Chronische obstruktive Lungenerkrankung oder chronische Bronchitis
- Vergrößerte Prostata
- Chronische Verstopfung
- Vorhandensein von Flüssigkeit im Bauchraum
- Übergewicht oder Adipositas
- Rauchen
- Schwangerschaft
Symptome einer Hernie
Die meisten Hernien sind asymptomatisch, aber bei längerer Dauer können dumpfe Schmerzen oder Schwellungen auftreten, die in Rückenlage verschwinden. Betroffene sollten einen Spezialisten aufsuchen, um die Diagnose von anderen Erkrankungen wie Tumor, geschwollene Lymphknoten, Zysten oder Torsion von Hoden oder Nebenhoden zu unterscheiden. In einigen Fällen können weitere Untersuchungen wie Ultraschall erforderlich sein. Die Behandlung hängt von Größe und Symptomen der Hernie ab. Bei wachsenden Hernien oder nicht zurückschiebbaren Hernien ist eine schnelle Behandlung wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Behandlung von Hernien
Es gibt zwei Hauptmethoden zur Behandlung von Hernien:
- Offene Hernienoperation (traditionell), bei der ein Netz außerhalb des Bauchs platziert wird. Vorteilhaft, da es unter lokaler Betäubung durchgeführt werden kann, was für Patienten mit Vorerkrankungen geeignet ist.
- Laparoskopische Hernienoperation (minimalinvasiv), bei der drei kleine Schnitte am Bauch gemacht werden, um den Darm zu repositionieren und die Muskelschwäche mit einem Netz zu verstärken. Diese Methode kann auch andere Hernien in der Leiste verhindern und reduziert das Rückfallrisiko. Die Operation dauert etwa 45–60 Minuten, verursacht weniger postoperative Schmerzen, und Patienten können schnell nach der Erholung nach Hause gehen.
Eingeklemmte Hernie
Wenn eine Hernie abgeknickt oder rotiert und nicht zurückgeschoben werden kann, spricht man von einer eingeklemmten Hernie. Diese kann zu einem Darmverschluss führen. Lassen Sie dies nicht länger als 6 Stunden unbehandelt, da der eingeklemmte Darmbereich anschwellen und nekrotisch werden kann, was zu einem strangulierten Darm führen kann. Dies erhöht das Risiko einer Ruptur und einer Infektion im gesamten Bauchraum und im Blutstrom. In solchen Fällen versucht der Arzt zunächst, die Hernie zurückzuschieben, bevor er operiert. Gelingt dies nicht, ist eine dringende Operation erforderlich, um die nekrotische Darmstelle zu entfernen.
Laparoskopische Behandlung von Leistenbrüchen
Operation eines Leistenbruchs mit der Laparoskopie (Total Extraperitoneal Hernia Repair: TEP) erfordert ein erfahrenes chirurgisches Team, da die Operation in der Nähe kleiner Blutgefäße und Nerven erfolgt. Mit moderner 4K-Ultra-High-Definition-Technologie kann der Chirurg die inneren Organe, Blutgefäße und Nerven während der Operation klar sehen, was zu präziseren Eingriffen und weniger postoperativen Komplikationen führt. Kleine Wunden, weniger Schmerzen und eine schnelle Rückkehr zu täglichen Aktivitäten sind Vorteile. Risikofaktoren sollten kontrolliert werden, um das Risiko eines erneuten Auftretens zu minimieren. Bei auffälligen Schwellungen, Schmerzen oder Unwohlsein sollte ein Arzt konsultiert werden, um Komplikationen durch eingeklemmte Hernien zu vermeiden.
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