Fußball ist ein Sport, den viele Menschen lieben und der weltweit am beliebtesten ist, sowohl im Hinblick auf das Zuschauen als auch auf das Spielen. Mit einem Teamspielsystem, das Planung und individuelle Fähigkeiten erfordert, bietet der Fußball sowohl Spaß als auch Herausforderungen. Zudem wird der moderne Spielstil immer schneller. Im Fußballspiel kommt es immer zu Kollisionen. Verletzungen durch Fußball können jederzeit auftreten, insbesondere in den letzten Spielminuten, wenn die Spieler müde werden. Die häufigsten Verletzungen sind Muskelverletzungen, aber auch schwerwiegendere Verletzungen sind möglich, wie zum Beispiel ein Kreuzbandriss, ein gebrochener Knöchel oder eine Gehirnerschütterung (Concussion), die eine lange Genesungszeit erfordern. Es ist wichtig, sich vor dem Spiel vorzubereiten, Verletzungen zu verhindern und bei einer Verletzung sofort Hilfe zu suchen.
Ursachen von Fußballverletzungen
Unzureichende körperliche Vorbereitung oder geringe Fitness
Wenn Spieler unvorbereitet sind, sei es in Bezug auf die körperliche Fitness oder das Gelenk- und Muskelgleichgewicht, können diese Faktoren sowohl während des Trainings als auch während des Wettkampfs zu Verletzungen führen.
Fehlendes Aufwärmen vor und nach dem Spiel
Das Aufwärmen vor und nach dem Spiel hilft dabei, die Gelenke und Muskeln flexibel für den Wettkampf und die Erholung zu halten. Das gut konzipierte FIFA 11+ Aufwärmprogramm kann Verletzungen nachweislich um bis zu 30 % reduzieren.
Ungeeignete Ausrüstung oder fehlender Körperschutz
Die Wahl der Ausrüstung, wie zum Beispiel Fußballschuhe, kann Verletzungen verursachen, wenn sie nicht passend ausgewählt sind, z.B. das Tragen von Turnschuhen auf einem Rasenplatz, was zu Rutschgefahr führt. Künstliche Rasenplätze sind in Thailand sehr beliebt, sie haften jedoch mehr an den Schuhen als natürliche Rasenplätze. Das Tragen von Schuhen mit langen Stollen oder Klingen kann übermäßige Reibung und schwere Verletzungen verursachen. Schutzausrüstung wie Schienbeinschützer kann die Schwere und den Aufprall bei Kollisionen verringern.
Übermäßige körperliche Anstrengung
Während intensiven Wettbewerben und Trainingseinheiten sind häufig Sprints, Sprünge, und Kollisionen erforderlich. Wird der körperliche Zustand nicht richtig eingeschätzt, kann es zu Verletzungen durch wiederholte Belastung oder Überbeanspruchung kommen, wie z.B. Entzündungen der Adduktoren, Hüfte, Knie und Knöchel oder sogar Ermüdungsbrüche.
Unzureichendes Wissen über die Regeln
Die Fußballregeln werden ständig angepasst, um die Sicherheit beim Spiel zu erhöhen, z.B. Verbot des Einsatzes von Ellbogen, Bestrafung von Spielern, die von hinten tackeln oder hohen Beinschwingens. Unkenntnis der Regeln kann gefährlich für Spieler und Gegner sein.
Unvorhergesehene Unfälle
Da Fußball ein kontaktbasierter Sport ist, der Schnelligkeit und Kraft erfordert, können jederzeit Unfälle während des Spiels auftreten, wie z.B. Kopfverletzungen, Knochenbrüche oder sogar plötzlicher Herzstillstand.
Häufige Verletzungen im Fußball
Beim Fußballspielen können Verletzungen an verschiedenen Stellen auftreten, am häufigsten jedoch an Oberschenkel, Knie, Knöchel und Leiste.
1) Oberschenkelmuskelverletzungen (Thigh Muscle Injury)
Verletzungen im Bereich der Hamstrings (Hintere Oberschenkelmuskulatur) oder der Muskulatur hinter dem Knie, der Vorderoberschenkelmuskulatur (Quadrizeps) und der Adduktoren können entweder Entzündungen oder Risse umfassen und sind die häufigsten Verletzungen im Fußball. Diese Muskeln werden ständig für Laufen, Springen und Fußballspiel benötigt. Man sieht oft, wie Fußballspieler schnell sprinten und plötzlich einen Krampf bekommen, der sie am Weiterspielen hindert. Die Erholungszeit variiert je nach Schwere der Verletzung und kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten dauern. Auch wiederkehrende Muskelverletzungen sind häufig.
2) Knöchelverstauchungen (Ankle Sprain)
Knöchelverstauchungen treten häufig durch Zusammenstöße der Spieler auf, was zu einer übermäßigen Drehung des Knöchels führt. Meist handelt es sich um eine Leistung nach innen, was zu Verletzungen der Bänder auf der Außenseite des Knöchels führt. Bei leichten Verletzungen können Schwellungen und Druckempfindlichkeit auftreten und das Gehen ist noch möglich. Bei teilweise gerissenen Bändern tritt vermehrter Schmerz, Schwellung und Bluterguss auf, was das Belasten erschwert. Sind die Bänder vollständig gerissen oder ist die Verletzung schwer, verliert der Knöchel an Stabilität, schwillt stark an, zeigt Blutergüsse und ermöglicht kein Gehen; wenn nicht richtig behandelt, kann chronische Instabilität des Knöchels (Chronic Ankle Instability) entstehen, die eine Operation erforderlich machen kann.
3) Kreuzbandriss im Knie (Anterior Cruciate Ligament – ACL Tear)
Obwohl nicht die häufigste Verletzung im Fußball, ist der Kreuzbandriss im Knie eine schwere Verletzung und ein bekanntes Bild für Fußballer und Fans, da das Weiterspielen meist unmöglich ist. Man hört oft ein “Knacken” im Knie, das Knie schwillt an, und ein MRT kann die Diagnose sichern. Die Rehabilitierung dauert in der Regel mehr als 6 Monate. Die Verletzung geschieht meist ohne Kontakt (Non-Contact Injury). Es gibt Präventionsübungen zur Senkung des Risikos, und heute kann das Kreuzband minimalinvasiv durch arthroskopische Chirurgie wiederhergestellt werden, um die Spieler vollständig wieder auf das Spielfeld zu bringen.

4) Verletzungen der Menisken und des Knorpels (Meniscus & Chondral Injury)
Abgesehen von Bänderverletzungen am Knie können bei einem Sturz oder einer Fehlstellung des Knies auch Verletzungen der Menisken oder des Knorpels auftreten. Fußballer können eine Schwellung im Knie nach dem Spiel haben oder das Knie blockiert sich, was eine vollständige Streckung oder Beugung unmöglich macht. Wenn das Bein nach einer Verletzung nicht mehr vollständig gestreckt werden kann, sollte ein Sportmediziner konsultiert werden, um die Ursache zu klären. Bei einer schweren Meniskusverletzung, wie einem Lock Bucket Handle Meniscus Tear, ist eine rasche arthroskopische Meniskusnaht erforderlich, um einer vorzeitigen Kniegelenkarthrose vorzubeugen.
5) Verletzungen der Kniebänder (Knee Ligament Injury)
Das Kniegelenk ist das am häufigsten verletzte Gelenk im Fußball und kann mehrere Bänder umfassen, die häufig im Innenband (Medial Collateral Ligament – MCL), vorkommen, das bei Zusammenstößen oder bei einem verdrehten Kniedruck auf die Kniestellung nach innen reagiert. Dies führt zu Schwellungen und Schmerzen. Schwere Verletzungen können das Gewicht auf dem Bein nicht tragen, und die Genesung kann je nach Schwere bis zu 6 bis 8 Wochen dauern. Verletzungen der Patellasehne (Patellar Tendon) können ebenfalls durch wiederholte Belastung ohne Kollision oder Unfall auftreten und erfordern eine Physiotherapie und angepasste Trainingsintensität.
6) Knochenbrüche (Bone Fracture)
Zusammenstöße beim Fußball können so stark sein, dass es zu Knochenbrüchen kommt, wie z.B. Schienbein-, Knöchel-, oder Schlüsselbeinbrüche, welche ernsthafte Verletzungen darstellen. Bewegung sollte auf ein Minimum beschränkt und sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Offene Frakturen erfordern eine rasche Operation. Fußballverletzungen führen oft zu Operationen zur korrekten Ausrichtung der Knochen und schnellen Rehabilitation der umliegenden Gelenke und Muskeln, um Komplikationen durch Gips wie Steifheit zu vermeiden. Stressfrakturen können auch ohne Zusammenstöße auftreten und sind auf übermäßige Belastung zurückzuführen; häufig im Bereich des Fußknochens (5. Mittelfußknochen), was mit Fußballspielern mit hohem Fußgewölbe zusammenhängt.
7) Gehirnerschütterungen (Head Concussion)
Bei einem Zusammenstoß im Kopf- oder Nackenbereich besteht die Gefahr von Bewusstlosigkeit, Krämpfen, starken Kopfschmerzen, Doppelbildern, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, Taubheit, Nackenschmerzen und Verwirrung – Anzeichen für eine mögliche Gehirnverletzung und Gehirnerschütterung, die sofortige medizinische Betreuung erfordert. Symptome können sich über die Zeit verstärken, daher sollte das Spielen pausiert und der Zustand beobachtet werden. Vor der Rückkehr zum Training oder Wettkampf sollte ein Arzt zur Orientierung konsultiert werden, da zu frühes Spielen schwerwiegende Auswirkungen für den Spieler und das Team haben kann.
8) Plötzlicher Herzstillstand (Sudden Cardiac Arrest)
Ein plötzlicher Herzstillstand ist im Fußball eine Notfallsituation, die zwar selten auftritt, aber in jedem Alter möglich ist, sowohl bei älteren Menschen als auch bei Profisportlern. Wenn ein Spieler ohne Kollision zusammenbricht, kann dies ein Anzeichen für einen plötzlichen Herzstillstand sein. Die medizinische Betreuung muss sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem Einsatz eines automatischen externen Defibrillators (AED) erfolgen. Bei Spielern über 35 Jahren tritt dies häufig aufgrund von Verstopfungen der Blutgefäße auf, die das Herz nicht ausreichend versorgen. Bei Spielern unter 35 Jahren kann dies durch Herzmuskelanomalien, Arrhythmien oder angeborene Herzfehler verursacht werden. Die FIFA nimmt dieses Thema sehr ernst, und medizinische Teams werden regelmäßig in Wiederbelebungstechniken geschult und überprüfen ihren Gesundheitszustand, um bei Wettbewerben höchste Sicherheit für die Fußballer zu gewährleisten.
9) Verletzungen im Leistenbereich (Athletic Pubalgia)
Fußballer leiden häufig an Leistenverletzungen, die durch Ziehen an der Schambeinfuge, Leistenschmerzen oder eine hervorstehende Schwellung gekennzeichnet sind. Langwierige Beschwerden sollten von einem Sportmediziner untersucht werden, um die Ursache zu bestimmen, z.B. Leistenbruch (Hernia), Schambeinentzündung, Hüftverletzungen oder Bandverletzungen rund um die Leiste (Adduktoren & Iliopsoas). Die Behandlung variiert je nach Position und Verletzungsursache und kann eine Hernienoperation erfordern.
Behandlung von Fußballverletzungen
Bei einer Fußballverletzung ist die Erstversorgung entscheidend. Die Erstversorgung bei einer Sportverletzung kann sofort beginnen, indem man das P.R.I.C.E-Prinzip befolgt:
- P – Protect bedeutet Schutz, um weitere Verletzungen zu vermeiden, z.B. durch eine Armschlinge, eine Schienung der verletzten Stelle oder die Verwendung von Gehhilfen, um das Gewicht zu reduzieren.
- R – Rest bedeutet Pause, um dem Körper Zeit zu geben, sich zu erholen und die verletzte Stelle zu reparieren. Eine Ruhepause von 2-3 Tagen wird empfohlen.
- I – Ice bedeutet Kältetherapie. Kühle die schmerzenden und geschwollenen Stellen oder Blutergüsse 15-20 Minuten lang und wiederhole dies nach Bedarf.
- C – Compression bedeutet das Verwenden einer elastischen Binde, um die Schwellung und Bewegung zu begrenzen.
- E – Elevation bedeutet Hochlegen der verletzten Stelle über das Herz, um die Schwellung zu verringern, z.B. Beine hochlegen.
Zudem sollte man sich an einen Sportmediziner wenden, um eine ordnungsgemäße Diagnose und Behandlung entsprechend der Verletzung zu erhalten, z.B. durch Medikation, Physiotherapie und den Einsatz verschiedener Hilfsmittel für Schmerz- und Muskelbehandlung. Bei schweren Verletzungen kann eine Operation erforderlich sein. Das Bangkok Sports and Exercise Medicine Institute (BASEM) konzentriert sich auf individuelle Behandlungen und gezielte Therapien (Targeted Therapy), die mit fortschrittlichen minimalinvasiven Operationstechniken (Advanced Minimally Invasive Surgery) den Tissue-Trauma-Bereich verringern und eine schnellere Genesung ermöglichen. Ein erfahrenes medizinisches Team aus Sportmedizinern mit arthroskopischen Chirurgen sorgt dafür, dass Profisportler und Nationalspieler wieder auf höchstem Niveau antreten können. Unterstützt von Spezialisten in den Sportwissenschaften und individuellen postoperativen Rehabilitationsprogrammen wird die Fitness aufrechterhalten und die körperliche Leistungsfähigkeit wieder getestet, um die Gesamtkörpersituation zu beurteilen, Verletzungen zu verhindern und den Patienten die Rückkehr zum Sport oder auf das Spielfeld auf hohem Leistungsniveau zu ermöglichen.

Verletzungsprävention im Fußball
Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Fußballverletzungen umfassen:
- Körperliche Vorbereitung vor dem Spielen. Man sollte trainieren und ein Gleichgewicht zwischen Ausdauer und Muskelkraft halten, sich vor jedem Spiel aufwärmen und nach dem Spiel dehnen, genug trinken, um Dehydrierung zu vermeiden, mindestens 8 Stunden pro Tag schlafen und eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kohlenhydraten als Hauptenergiequelle für das Spiel einhalten.
- Schutzkleidung tragen, wie Schienbeinschoner, die Stöße auf Beine und Schienbein reduzieren. Fußballschuhe sollten Stollen haben, die dem Bodenbelag des Spielfelds entsprechen, um Stabilität zu gewährleisten. Das Anlegen von Tape zur Unterstützung des Knöchels kann Verletzungen vorbeugen, besonders für Spieler mit vorherigen Umknickverletzungen oder schwachem Knöchel.
- Körperliche Zustandsüberprüfung vor dem Spiel – man sollte in guter körperlicher Verfassung sein, ohne Verletzungen in bestimmten Bereichen. Bei vorherigen Verletzungen von Muskeln, Gelenken oder umgebenden Bändern kann es zu wiederholten Verletzungen kommen, die eine längere Heilung erfordern. Instabile Gelenke müssen vollständig geheilt sein, bevor man wieder spielt: Verstöße können zu schwerwiegenden Folgen führen, wie Arthrose bei Kreuzbandrissen im Knie. Sportler sollten vor jedem Wettkampf eine detaillierte körperliche Untersuchung durchführen, um Verletzungen zu erkennen und zu vermeiden.
- Grundkenntnisse über Fußballverletzungen, um sich angemessen selbst zu versorgen – z.B. durch Kollision verursachte Prellungen oder Schürfwunden können durch Kältekompressen und gründliche Reinigung behandelt werden.
Treten Verletzungen beim Fußballspiel auf, ist eine korrekte Erste Hilfe, Selbstbeurteilung und sportmedizinische Untersuchung und Rehabilitation zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit bei jedem Spiel wichtig.
Speziell für Fußball konzipiertes Programm
Das Bangkok Sports and Exercise Medicine Institute (BASEM) im Bangkok Hospital oder das FIFA MEDICAL CENTRE OF EXCELLENCE bietet Diagnosen, Operationen, Rehabilitations- und Leistungschecks für Fußballspieler auf der Grundlage der FIFA-Standards. Amateurspieler können ihren Körper mit dem FOOTBALL PERFORMANCE PROGRAM testen und verbessern, das speziell für den Fußball entwickelt wurde. Das BASEM-Team bietet dazu Beratung und Übungen zur Steigerung der Fähigkeiten und Vermeidung von Verletzungen an. Das FIFA 11+ Programm hat erwiesen, dass es Verletzungen um 30 % verringern kann. Profisportler können sich im Rahmen des FIT FOR PERFORMANCE PROGRAM testen lassen, das den Richtlinien der FIFA Pre-Competition Medical Assessment (FIFA PCMA) folgt und Fitness-, Skelett- und Muskeltests, Blutuntersuchungen, Lungenauswertungen sowie kardiovaskuläre Untersuchungen durch einen Facharzt umfasst, um Risiken zu erkennen und die Wettkampfvorbereitung sicherzustellen.






