Ab dem Alter von über 50 Jahren verschlechtert sich die Augenlinse, was zu Veränderungen führt: unscharfes Sehen, verschwommenes Sehen wie durch einen Schleier oder Nebel, verfälschte Farbwahrnehmung. Eine Untersuchung zur Abklärung von Auffälligkeiten der Augen ist wichtig; denn wenn ein Katarakt festgestellt wird, kann eine frühzeitige und angemessene Behandlung durch einen erfahrenen Augenarzt dazu beitragen, wieder klar und mit guter Sehqualität zu sehen.

Was ist eine Kataraktoperation
Die Kataraktoperation ist eine der am häufigsten durchgeführten Augenoperationen Dabei wird die getrübte natürliche Linse (Katarakt) entfernt und durch eine Kunstlinse (Intraocular Lens, IOL) ersetzt. Die moderne Kataraktoperation mittels Ultraschall-Linsenzertrümmerung (Phakoemulsifikation, Phacoemulsification) stellt nicht nur die klare Sehschärfe wieder her, sondern kann auch bestehende Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus oder Alterssichtigkeit korrigieren und so die Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen reduzieren. Dafür muss jedoch die passende Kunstlinse ausgewählt werden.

Wie viele Arten von Intraokularlinsen gibt es
Es gibt 3 Haupttypen von Intraokularlinsen:
- Monofokale Linse (Monofocal IOL) hat nur einen Brennpunkt. Meist wird für beide Augen eine gute Fernsicht gewählt; für die Nahsicht ist dann eine Lesebrille nötig. Dies ist die Standardlinse und kosteneffizient, mit geringerer Wahrscheinlichkeit für Lichtstörungen im Dunkeln. In dieser Gruppe kann auch eine Linse im Customized Monovision eingesetzt werden, bei der ein Auge für die Ferne und das andere für die Nähe eingestellt wird.

- Multifokale Linse (Multifocal IOL) heute meist als Linse für 3 Entfernungen (Trifocal IOL) verfügbar. Das Design weist mehrere Ringe in der Linse auf. Nach der Operation kann man in mehreren Distanzen ohne Brille scharf sehen – nah, mittel und fern – und ist weniger auf eine Brille angewiesen; geeignet für Personen, die keine Brille tragen möchten. Allerdings können im Dunkeln Lichtstörungen auftreten; die Symptome bessern sich häufig, benötigen aber je nach Person eine Eingewöhnungszeit.

- Linse mit erweiterter / verlängerter Tiefenschärfe (Extended Depth of Focus IOL – EDOF IOL) ermöglicht kontinuierliches Sehen über mehrere Distanzen – von fern bis mittel, z. B. beim Autofahren oder Arbeiten am Computer; nahes Sehen ist oft noch ausreichend. Sie reduziert die Abhängigkeit von einer Brille, jedoch kann bei sehr kleinem Text gelegentlich eine Lesebrille nötig sein. Heute gibt es neue Designs dieser Linsengruppe, die nicht aus mehreren Ringen bestehen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Lichtstörungen im Dunkeln geringer ist als bei multifokalen Linsen.

Wie wählt man die passende Intraokularlinse aus
Wie funktioniert eine Intraokularlinse zur Korrektur von Astigmatismus
Eine Intraokularlinse mit integrierter Astigmatismuskorrektur (Toric IOL) ist für Personen geeignet, die aufgrund einer ungleich gekrümmten Hornhaut einen Astigmatismus haben – ähnlich der Form eines Rugbyballs. Dies lässt sich durch eine Untersuchung feststellen. Der Augenarzt kann empfehlen, zusätzlich eine Linse mit Astigmatismuskorrektur als Option zu wählen, ergänzend zu den oben genannten 3 Haupttypen, um den Astigmatismus direkt mitzukorrigieren und die Notwendigkeit einer Brille zur Korrektur eines verbleibenden Astigmatismus nach der Operation zu reduzieren. Dadurch wird das Sehen entsprechend den Eigenschaften der gewählten Hauptlinse schärfer. Bei der Entscheidung für eine torische Intraokularlinse richtet sich der Augenarzt vor allem nach dem Krümmungswert bzw. dem Astigmatismus jedes einzelnen Auges; dies steht möglicherweise nicht in direktem Zusammenhang mit dem Astigmatismus vor der Operation.

Bei normalen Personen ist die Hornhautkrümmung in jeder Achse ähnlich; die Form ähnelt einem Ball wie einem Fußball oder Basketball. Bei Personen mit Astigmatismus durch ungleichmäßige Hornhautkrümmung ähnelt die Form eher einem Rugbyball oder Ei.
Wie viele Arten von torischen Intraokularlinsen gibt es
Es gibt 3 Arten torischer Intraokularlinsen:
- Monofokale torische Linse (Monofocal Toric IOL) bietet klare Fernsicht und korrigiert Astigmatismus; für die Nahsicht ist weiterhin eine Lesebrille erforderlich.
- Multifokale torische Linse (Multifocal Toric IOL) heute meist mit Schärfe in 3 Entfernungen und Astigmatismuskorrektur (Trifocal Toric IOL) Nach der Operation ist in mehreren Distanzen – nah, mittel und fern – klares Sehen möglich und die Abhängigkeit von einer Brille kann reduziert werden.
- Linse mit erweiterter / verlängerter Tiefenschärfe mit Astigmatismuskorrektur (Extended Depth of Focus Toric IOL – EDOF Toric IOL) ermöglicht Sehen über mehrere Distanzen; der Schärfebereich reicht von fern bis mittel und ist für nahes Sehen teilweise ausreichend; korrigiert Astigmatismus.

Vorbereitung auf eine Kataraktoperation
Die Kataraktoperation wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach der Operation kann man daher nach Hause gehen, ohne im Krankenhaus übernachten zu müssen. Zur Vorbereitung vor der Kataraktoperation gehören:
- Bequeme Kleidung tragen, die sich leicht an- und ausziehen lässt.
- Vor dem Krankenhausbesuch die Haare waschen und das Gesicht reinigen.
- Im Krankenhaus erfolgt die Operationsvorbereitung durch das Eintropfen von Betäubungstropfen, pupillenerweiternden Tropfen und antiseptischen Tropfen vor dem Betreten des OP-Raums. Die örtliche Betäubung kann entweder als Augentropfen erfolgen oder als Injektion hinter den Augapfel (im OP-Raum) Wenn man Angst vor der Operation, Platzangst oder starke Sorge hat, kann man dies bereits beim Untersuchungstermin mit dem Arzt besprechen und eine Operation in Vollnarkose wählen.
- Die Kataraktzertrümmerung dauert etwa 15 – 30 Minuten und wird in einem sterilen Hauptoperationssaal durchgeführt. Der Patient ist während der Operation wach, fühlt sich jedoch entspannt und hat keine Schmerzen. Man kann Licht sehen und die Bewegung des Lichts wahrnehmen oder ein Druckgefühl am Auge spüren, jedoch keine Schmerzen wie bei einem Schnitt.
- Nach Abschluss der Kataraktoperation ruht der Patient etwa 30 Minuten im Aufwachraum und kann dann nach Hause gehen. Falls keine Vollnarkose gegeben wurde, nimmt man die vom Arzt verordneten Medikamente ein, muss das Auge aber noch nicht öffnen oder Tropfen einträufeln. Der Arzt vereinbart einen Termin zum Öffnen und zur Kontrolle des Auges am nächsten Tag nach der Operation; dann beginnt auch das Tropfen.

Wie erfolgt die Pflege nach einer Kataraktoperation
- Eine Windschutzbrille oder Sonnenbrille tragen, um das Reiben der Augen zu verhindern und das Auge vor Stößen zu schützen.
- Vor dem Schlafengehen das operierte Auge mit einer Augenklappe abdecken, um Reiben und Stoßen während des Schlafs zu verhindern, mindestens 2 Wochen.
- Darauf achten, dass das betroffene Auge keinen starken direkten Stoß abbekommt.
- Wasser darf keinesfalls ins Auge gelangen – für den vom Augenarzt festgelegten Zeitraum (mindestens 2 Wochen)
- Das Eindringen von Keimen verhindern und den Bereich um das Auge reinigen, indem man mit Kochsalzlösung und Watte den Augenbereich 2 Mal täglich abwischt, statt das Gesicht zu waschen, strikt nach den Empfehlungen des Augenarztes.
- Auf das eigene Gesichtwaschen und Haarewaschen verzichten; am besten in Rückenlage von einer anderen Person die Haare waschen lassen und dabei die Augen geschlossen halten, um Spritzwasser ins Auge zu vermeiden.
- Augenkontrollen zu jedem vereinbarten Termin beim Augenarzt wahrnehmen, z. B. nach der Operation nach 1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten sowie jährlich nach der Operation.
- Keine schweren Lasten heben; beim Husten, Niesen oder starken Pressen vorsichtig sein, insbesondere im ersten 1 Monat nach der Operation.
Welche Nebenwirkungen können nach einer Kataraktoperation auftreten
- In der frühen Phase nach der Operation ist auf Infektionen zu achten; sie sind selten, aber gefährlich. Konsequentes Tropfen und strikte Hygiene des Auges können dieses Risiko deutlich reduzieren.
- Ein Makulaödem kann gelegentlich nach der Operation auftreten, meist nach mehr als 1 – 2 Wochen, mit Symptomen wie zunehmender Sehverschlechterung oder verzerrtem Sehen. Es ist behandelbar und kann sich wieder normalisieren.
- Lange Zeit nach einer Kataraktoperation kann sich die Linsenkapsel nach Jahren eintrüben. Das zunächst klare Sehen nach der Operation kann dann allmählich wieder etwas verschwommen werden. Der Augenarzt kann dieses Problem schnell und einfach ohne Schmerzen mit einem Laser (Yag Laser) beheben, der die Trübung sofort entfernt, sodass man wieder so klar sieht wie kurz nach der Operation.
Warum sollte man den Katarakt im Bangkok Hospital behandeln lassen
- Fachärzte für Augenheilkunde mit spezialisierter Ausbildung, hoher Expertise und umfangreicher Erfahrung
- Umfassende präoperative Diagnostik mit moderner Medizintechnik und einem multidisziplinären Team
- Neue Technologien moderner Intraokularlinsen, die gezielt auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind
- Betreuung in allen Schritten – von der Untersuchung und Beurteilung über die Operation bis zur Nachsorge
Mehr als nur die Behandlung des Katarakts
ist es, Sehqualität zu schenken, damit Sie in Ihrem eigenen Leben wieder so leben können, wie Sie sind”
Welches Krankenhaus ist auf die Behandlung des Katarakts spezialisiert
Augenzentrum, Bangkok Hospital ist bereit, Katarakte operativ mit Intraokularlinsen zu behandeln, die den Anforderungen des Alltags entsprechen – durch ein erfahrenes Team spezialisierter Augenärzte und ein interdisziplinäres Team, das eine engmaschige Beratung und Betreuung bietet, sowie mit moderner Ausstattung für die Kataraktchirurgie, damit die Augengesundheit wieder stark wird – für jedes Sehen.
Ärzte mit Spezialisierung auf die Behandlung des Katarakts
Dr. Tarinee Sa-ngiampornpanit Fachärztin für Augenheilkunde, spezialisiert auf Hornhaut sowie refraktive Chirurgie und Kataraktchirurgie, Bangkok Hospital
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