Nach der Geburt ist es natürlich wichtig, das Baby zu stillen. Denn Muttermilch ist nicht nur die beste Nahrung für das Baby, sie liefert auch Nährstoffe wie Proteine, Fette, Vitamine und Mineralstoffe in optimalem Verhältnis und stärkt das Immunsystem des Babys. Deshalb ist es wichtig, das Stillen richtig zu verstehen.
Nährstoffe in der Muttermilch
Muttermilch ist wie die erste Impfung des Babys und enthält viele nützliche Nährstoffe, darunter:
- Proteine
- Angemessenes Verhältnis, leicht verdaulich, geringe Nierenbelastung
- Proteine zum Schutz vor Krankheitserregern und zur Gehirnentwicklung
- Kein Beta-Laktoglobulin, das Allergien verursacht
- Fette
- Reich an Omega 3 und 6, insbesondere DHA und AA
- Cholesterin zur Nervenfasernbildung
- Lipase zur besseren Verdauung und Aufnahme von Fetten
- Kohlenhydrate
- Hoher Gehalt an Laktose, unterstützt die Gehirnentwicklung
- Sehr hoher Gehalt an Oligosacchariden, fördert die Darmgesundheit
- Vitamine und Mineralstoffe
- Bessere Aufnahme, insbesondere Eisen (50-75% Absorption), Zink und Kalzium
- Selen als Antioxidans
- Pathogenabwehrstoffe
- Viele weiße Blutkörperchen und Immunstoffe
- Wachstumsfördernde Stoffe
- Stoffe, die das Wachstum von Gehirn und Organen fördern
- Verdauungsenzyme und Hormone
- Viele Verdauungsenzyme wie Fett- und Stärkespalten
- Vielfältige Hormone
Vorteile der Muttermilch
Muttermilch ist eine hervorragende Nahrung, die reich an
- Fetten, Proteinen und Kalorien ist
- Enzyme zur Bekämpfung von Krankheitserregern enthält
- Allergien reduziert, insbesondere gegen Kuhmilchprotein
- Gehirnentwicklungsfördern Nährstoffe enthält
Neben den Vorteilen für das Baby hat das Stillen auch Vorteile für die Mutter: Es schützt vor postpartalen Blutungen, reduziert das Risiko von Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs und fördert die tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind.
Techniken zum Stillen des Babys
Jede Mutter wird nach der Geburt im Stillen unterrichtet. Wichtig ist:
- Vor und nach jeder Stillmahlzeit sollte die Mutter die Brustwarzen und ihre Umgebung mit sauberem Wasser oder Kochsalzlösung abwischen oder waschen und anschließend sorgfältig trocknen. Das Baby sollte abwechselnd aus beiden Brüsten trinken, bis es satt ist. Solange die Milchproduktion noch gesteigert werden muss, sollte das Baby auf beiden Seiten 15-20 Minuten anregen (sobald genügend Milch vorhanden ist, reicht es in der Regel auf einer Seite).
- Der Kopf des Babys sollte immer höher als der Körper gehalten werden.
- Beobachten Sie, dass die Brust das Näschen des Babys nicht zu sehr berührt, während es trinkt.
- Sobald das Baby satt ist, sollte es über die Schulter gehoben werden, bis es aufstößt, bevor die Haltetechnik geändert wird.
- In der Anfangszeit sollten keine Flaschen verwendet werden, da das Baby die Brust ablehnen könnte.
- Die Mutter kann ihre Milch abpumpen und in einer sauberen Flasche im Kühlschrank aufbewahren, aber nicht länger als 12 Stunden. Wenn nach der Flaschenfütterung noch Milch übrig bleibt, sollte diese nicht aufbewahrt werden, da sie schnell verderben kann. Übrig gebliebene Milch sollte abgepumpt und gekühlt werden.
Pflege der Mutterbrust
- Tragen Sie einen stützenden BH
- Reinigen Sie die Brustwarzen mit sauberem Wasser
- Seife kann verwendet werden, aber nicht zu häufig, da sie die Haut austrocknen kann
Energiebedarf der stillenden Mutter
Stillende Mütter benötigen viel Energie, um Milch zu produzieren, etwa 85 Kalorien zur Erzeugung von 100 ml Milch. Im Durchschnitt beträgt die Milchmenge in den ersten 6 Monaten etwa 700-850 ml/Tag, zwischen 6-12 Monaten 600 ml/Tag und zwischen 12-24 Monaten 550 ml/Tag. Daher benötigt eine stillende Mutter täglich zusätzliche 500 Kalorien, insbesondere Proteine, welche für die Milchproduktion, die Pflege und Reparatur der Zellen der Mutter wichtig sind, müssen täglich um 25 g erhöht werden.
Nahrungsmittel, die die Muttermilch erhöhen
Die folgenden Nahrungsmittel sind vorteilhaft und können die Milchproduktion der Mutter fördern:
- Bananenblüten: Enthält Eisen zur Blutbildung und zur Steigerung der Milchproduktion
- Basilikum: Hoher Beta-Carotin-Gehalt, lindert Blähungen, erhöht die Milchproduktion
- Chinesischer Schnittlauch: Enthält Eisen, Phosphor, Kalzium, fördert die Milchproduktion, reduziert Entzündungen, wärmt den Körper
- Ingwer: Enthält Gingerol zur Unterstützung der Verdauung, Fettverdauung, steigert die Milchproduktion, lindert Blähungen, Übelkeit und Erbrechen
- Jackfruchtsamen: Hoher Beta-Carotin-Gehalt, fördert die Milchproduktion
Stillen bietet nicht nur ernährungsphysiologische Vorteile für das Baby, sondern fördert auch alle sensorischen Fähigkeiten des Babys, während es an der Brust ist. Dadurch erhält das Gehirn regelmäßige Nervenimpulse, die zur Verzweigung der Nervenzellen beitragen und das Lernen beschleunigen.








