Versorgung von Patienten mit Verbrennungen

- Beurteilung des allgemeinen Zustands der Brandwunde nach dem Beseitigen der Wärmequelle
- Körperliche Untersuchung auf Verletzungen verschiedener Organe und Planung der Behandlung für die Bereiche mit hoher Schwere, die vorrangig dringend behandelt werden müssen
- Berücksichtigung und Erhebung der Anamnese der Verletzung, einschließlich der Entstehungsweise der Wunde und des Unfallortes
- Untersuchung der Brandwunden des Patienten am gesamten Körper
- Beurteilung der Tiefe und Größe der Wunden des Patienten
- Festlegung der Behandlungsmethode, die je nach Schweregrad variiert. Bei geringer Schwere ist eine ambulante Behandlung möglich, z. B.:
- Reinigung der Wunde durch Spülung, unter Verwendung innovativer Wundreinigung mit Wasserstrahlgerät (Versajet)
- Anwendung äußerlicher antiseptischer/antibakterieller Salben (topisches Antibiotikum)
- Wenn die Wunde innerhalb von 3 Wochen nicht heilt oder großflächig ist, kann eine Hauttransplantation (Skin Graft) erforderlich sein
- Bei sehr schweren Verletzungen ist eine stationäre Behandlung erforderlich, dazu gehören:
- Versorgung des Allgemeinzustands, Ausgleich von Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Proteinverlusten
- Infektionsprävention
- Reinigung der Wunden
- Entfernung nekrotischen Gewebes, das als Infektionsquelle dient, und anschließende Reinigung. Nekrose behindert die Durchblutung; die Nekrektomie verbessert das Wundheilungsmilieu und fördert die Neubildung von Gewebe. Die Entfernung des toten Gewebes sollte in der Regel erfolgen, nachdem es sich etwa nach 3–5 Tagen vom gesunden Gewebe abgelöst hat
***Die Einschränkung bei der Entfernung nekrotischen Gewebes ist, dass nicht mehr als 40 % des Körpers an einem Tag entfernt werden dürfen. Üblicherweise entfernt der Chirurg nicht mehr als 20 % pro Tag, da der Patient sonst erhebliche Blutverluste erleiden würde. Wichtig ist, die Operationsdauer auf höchstens 1 Stunde zu begrenzen, da längere Eingriffe das Sterberisiko erhöhen können
- Vorbeugung von Komplikationen, z. B. Kompartmentsyndrom
- Stärkung des Immunsystems des Patienten
- Rekonstruktion durch Hauttransplantation (Skin Graft), um die Wunde so schnell wie möglich zu verschließen
- Anwendung aseptischer Techniken bei der Wundversorgung
- Bei sehr schweren und gefährlichen Verletzungen muss der Patient in einem Isolationszimmer mit geeigneter Temperatur und Luftzirkulation untergebracht werden
- Gabe von Antibiotika im Falle einer klinisch manifesten Wundinfektion, z. B. topische antibakterielle Mittel (Topical Antibacterial Agent)
- Durchführung eines Elektrokardiogramms (EKG) bei Patienten mit Verletzungen durch elektrischen Strom
Da Brandwunden im Alltag auftreten können und sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen haben, hat Bangkok Hospital eine Burn Unit eingerichtet, um Patienten mit thermischen Verletzungen unterschiedlicher Schwere zu versorgen. Die Behandlung erfolgt ganzheitlich durch ein erfahrenes, interdisziplinäres Ärzteteam und mit international anerkannten Wundbehandlungstechniken, damit die Patienten wieder eine gute Lebensqualität erlangen.