Radiofrequenzbehandlung
Bei dieser Behandlung werden Radiofrequenzwellen in das Gewebe eingebracht, das die Atemwege verengt. Die Energie der Radiofrequenz wird in kontrollierte Wärme umgewandelt, wobei die Temperatur nicht sehr hoch gehalten wird. Diese moderate Wärme zerstört keine Zellen oder Gewebe, sondern bewirkt eine Veränderung der Proteine, wodurch das Zielgewebe sich zusammenzieht. Aufgrund dieses Prinzips wird die Methode zur Behandlung von Schnarchen eingesetzt, das häufig dadurch verursacht wird, dass Gewebe in den Atemwegen größer oder dicker als normal ist; die Atemwege werden wieder frei, sodass Schnarchen und Schlafapnoe verschwinden können.
Das Gerät, das die Radiofrequenzwellen erzeugt, wird seit mehr als 30 Jahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, beispielsweise zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Es wurden keine schädlichen Wirkungen durch die Anwendung dieses Geräts festgestellt, sodass man zuversichtlich sein kann, dass der Einsatz dieses Instruments zur Behandlung des Schnarchens keine gesundheitlichen Nachteile verursacht.
Vorteile der Behandlung mit Radiofrequenz:
- Kann sowohl Schnarchen als auch Schlafapnoe behandeln
- Es wird eine örtliche Betäubung durch Injektion verwendet; eine Narkose ist nicht erforderlich, sodass kein Narkoserisiko besteht
- In der Regel schmerzfrei; es kann lediglich zu Rachenreizungen oder leichter Nasenverstopfung kommen, abhängig von der Behandlungsstelle
- Die Dauer beträgt etwa 30 Minuten; nach Abschluss kann man nach Hause, außer bei Behandlung am Zungengrund, hier kann eine Beobachtung von etwa einer Nacht erforderlich sein
- Die Erfolgsrate ist gut, etwa 75–85%
Einschränkungen der Behandlung mit Radiofrequenz:
- Meist sind etwa zwei Behandlungen erforderlich, im Abstand von ungefähr 6–8 Wochen
- Die Verbesserung tritt schrittweise ein: erste Besserung nach etwa 4 Wochen, der maximale Effekt zeigt sich nach 6–8 Wochen
- Neben der Behandlung des Schnarchens kann dieses Gerät auch zur Behandlung chronischer Rhinitis eingesetzt werden, z. B. bei allergischer Ursache oder anderen Formen, die schlecht auf orale Medikamente ansprechen