Spezielle diagnostische Untersuchungen
- Untersuchung der Nasen- und Rachenhöhle mit Endoskop (Nasalendoskop) ist eine Untersuchung des Inneren der Nasenhöhle sowie des Rachenraums hinter der Nase mit einem kleinen Endoskop. Arzt und Patient können die Untersuchung gleichzeitig auf einem hochauflösenden Monitor verfolgen, sodass verschiedene Probleme in der Nasenhöhle, wie Nasenbluten, verstopfte Nase, chronische Erkältung, sowie pathologische Veränderungen im hinteren Nasenraum — einem Bereich, in dem häufig Krebs auftritt — bereits im Frühstadium erkannt werden können, um die entsprechende Behandlung einzuleiten.
- Untersuchung des Kehlkopfs und der oberen Luftröhre mit Endoskop (fiberoptisches Laryngoskop) ist eine Untersuchung des Kehlkopfs und des unteren Rachenbereichs mit einem kleinen Endoskop. In diesem Bereich treten häufig Probleme wie Heiserkeit, chronische Halsschmerzen, Atembeschwerden oder Verschlucken von Wasser und Nahrung auf. Die Endoskopie ermöglicht eine präzise Diagnose dieser Probleme, und das Verfahren ist schmerzfrei.
- Untersuchung des Gehörgangs mit Mikroskop (Microscope) erfolgt mit demselben Mikroskop, das auch bei Operationen verwendet wird. Es bietet hohe Schärfe und Auflösung sowie eine 3‑dimensionale Darstellung, wodurch Diagnose und Behandlung von Hörminderung sowie von Infektionen des äußeren und mittleren Ohrs effektiv möglich sind.
- Hörprüfung (Audiogramm und Tympanogramm) dient zur Beurteilung des Hörvermögens und der Funktion des Mittel- und Innenohrs, z. B. bei Problemen wie Hörminderung, Ohrgeräuschen (Tinnitus), Ohrinfektionen oder Drehschwindel.
- Hirnstammpotentiale des Hörnervs (Auditory Brainstem Response) sind Untersuchungen der elektrischen Hörsignale vom Innenohr zum Hirnstamm. Sie werden zur Beurteilung des Hörvermögens bei Kleinkindern mit Verdacht auf Hörstörungen eingesetzt und können zudem zur frühzeitigen Diagnose von Tumoren des Hörnervs (z. B. Akustikusneurinom) bei Personen mit Hörverlust oder Gleichgewichtsstörungen verwendet werden.
- Chronische Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder Knötchen im Mund‑/Rachenraum, die länger als 2 Wochen bestehen, müssen nicht nur eine gewöhnliche Infektion sein, sondern können frühe Anzeichen von gutartigen oder bösartigen Tumoren sein. Eine gründliche Untersuchung einschließlich Spezialuntersuchungen wie Endoskopie und speziellen Röntgenaufnahmen kann Pathologien bereits im Frühstadium aufzeigen.
- Heiserkeit entsteht durch einen unvollständigen Verschluss der Stimmlippen im Kehlkopf, was z. B. durch Kehlkopfentzündung oder Tumoren der Stimmlippen verursacht werden kann. Die endoskopische Untersuchung der Stimmlippen mit einem kleinen Endoskop kann die zugrunde liegende Pathologie genau, sicher und schmerzfrei feststellen. Daher sollte bei Heiserkeit, die länger als 2 Wochen anhält, umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
- Blutiger Schleim kann durch Entzündungen oder durch gutartige oder bösartige Tumoren in der Nasenhöhle, dem hinteren Nasenraum, Rachen, Kehlkopf oder im oberen Ösophagus verursacht werden. Bei anhaltendem oder wiederkehrendem blutigem Schleim ohne klare Ursache sollte schnell ärztlicher Rat eingeholt werden.