Patienten mit Diabetes und Herzerkrankungen, wenn sie sich mit COVID-19 infizieren, haben oft ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Symptome. Obwohl derzeit keine Hinweise darauf vorliegen, dass Patienten mit Diabetes und Herzerkrankungen häufiger mit dem COVID-19-Virus infiziert werden als die Allgemeinbevölkerung, besteht für Patienten mit Diabetes, die ihren Blutzuckerspiegel nicht im normalen Bereich halten können, ebenso wie für Patienten mit Herzerkrankungen ein Lebensrisiko, wenn sie sich mit COVID-19 infizieren. Daher sollten diese Patientengruppen besonders vorsichtig sein und Risiken vermeiden, um COVID-19 vorzubeugen.
Diabetes und COVID-19
Dr. Rattanapan Samittarucksa, Endokrinologin am Zentrum für Diabetes, Schilddrüse und Endokrinologie des Bangkok Hospital, sagte, dass Menschen mit bestehendem Diabetes nicht häufiger COVID-19 bekommen als die Allgemeinbevölkerung. Doch was Diabetes-Patienten beim Infizieren mit COVID-19 besonders beachten sollten, ist:
- Diabetes-Patienten mit schlechter Zuckerregulation haben ein höheres Risiko für Nebenwirkungen durch die COVID-19-Infektion als die Allgemeinbevölkerung, da der hohe Blutzuckerspiegel das Immunsystem schwächt und der Körper somit das Virus nicht effektiv bekämpfen kann. Das Virus kann sich leichter vermehren und ausbreiten.
- Diabetes-Patienten mit Begleiterkrankungen haben beim Infizieren mit COVID-19 ein höheres Risiko für schwerere Symptome oder zusätzliche Nebenwirkungen.
- Entzündliche Reaktionen durch das COVID-19-Virus verschlechtern die Diabetes-Kontrolle, da der Körper auf das Virus reagiert und entzündliche Prozesse in Gang setzt, die den Blutzuckerspiegel weiter erhöhen und das Immunsystem beeinträchtigen.
Es gibt Hinweise darauf, dass Diabetes-Patienten ein höheres Sterberisiko haben und das Sterberisiko 2 – 3 Mal höher ist als bei der Allgemeinbevölkerung, wenn sie sich mit COVID-19 infizieren. Daher ist besondere Vorsicht geboten. Die Behandlung von Diabetes-Patienten mit COVID-19 erfolgt ähnlich wie bei anderen COVID-19-Patienten, jedoch mit zusätzlicher Zuckerregulation. Einige Medikamente können Einschränkungen haben oder mit Vorsicht eingesetzt werden. Möglicherweise ist eine Anpassung der Dosierung oder der Übergang zur Insulintherapie erforderlich, insbesondere bei Patienten mit sehr hohen Blutzuckerwerten.
Diabetes gut kontrollieren
Da Diabetes-Patienten zur Gruppe der chronisch Kranken gehören, ist eine gute Blutzuckerkontrolle besonders wichtig. Dazu gehört die regelmäßige Einnahme von Diabetes-Medikamenten, da Ausfälle vermieden werden sollten. Wenn ein Besuch im Krankenhaus nicht möglich ist, ist die Selbstüberwachung des Blutzuckers entscheidend. Wichtig ist auch, den Körper fit zu halten durch geeignete Bewegung, um das Immunsystem zu stärken. Da die Blutgefäße von Diabetes-Patienten oft geschwächt sind, ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei gleichzeitigen Erkrankungen.

Herzkrankheiten und COVID-19
Dr. Chattanong Yodwut, Kardiologe am Bangkok Heart Hospital, erklärte, dass das COVID-19-Virus weiterhin verbreitet ist und verschiedene Systeme im Körper, besonders bei Herzpatienten, gefährden kann, was das Sterberisiko erhöht.
Menschen mit Herzkrankheiten haben kein erhöhtes Risiko, sich schneller mit COVID-19 zu infizieren als die Allgemeinbevölkerung. Die Gefahr besteht jedoch darin, dass sie schwerere Symptome entwickeln und die Krankheit ernster verläuft. Unabhängig von der Art der Herzerkrankung kann das Virus bei Infektion eine heftige Reaktion des Immunsystems hervorrufen, wodurch Entzündungen im Körper zunehmen. Bei Menschen mit Herzkrankheiten kann dies die ohnehin schon beeinträchtigte Herzmuskelfunktion weiter verschlimmern, was zu Herzversagen führen kann.
Sobald das COVID-19-Virus in die Lunge gelangt, wird die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt, was zu niedrigem Blutsauerstoffgehalt führt. Das „Herz“ muss stärker pumpen, um alle Körperteile mit Blut zu versorgen. Wenn Herzkranke infiziert sind, können sie schwerere Symptome zeigen, und die Körperfunktionen können gestört werden. Es könnten zusätzliche Unterstützungsgeräte erforderlich werden, wie z.B. Intensivpflege, Beatmungsgeräte, und die Genesung kann länger dauern als bei gewöhnlichen Patienten. Medikamente zur Drucksteigerung könnten notwendig sein, und diese Umstände könnten die allgemeine Gesundheit verschlechtern und die Sterberate erhöhen.
Symptome von Herzpatienten mit COVID-19
Die Symptome von Herzpatienten, die sich mit dem COVID-19-Virus infizieren, unterscheiden sich anfangs nicht von denen anderer COVID-19-Infizierter, wie Fieber, Husten, Atemnot, Geruchs- und Geschmacksverlust. Wenn Herzpatienten sich in Risikogebieten aufgehalten haben oder Kontakt mit Risikogruppen hatten, oder bei erhöhter Atemnot, sollten sie sich erneut testen lassen, um zu klären, ob die Symptome von der Herzerkrankung herrühren oder eine COVID-19-Infektion vorliegt.
Schützen Sie sich vor COVID-19
Um sich vor COVID-19 zu schützen, sollten die folgenden Empfehlungen befolgt werden:
- Hände mit Seife und Wasser waschen oder mit alkoholbasierten Handgels desinfizieren.
- Die Maske richtig tragen, um die Ausbreitung der Krankheit zu kontrollieren.
- Vermeiden Sie es, mit den Händen das Gesicht, die Augen, die Nase und den Mund zu berühren, um die Übertragung des Virus zu verringern, da es durch Tröpfchen anderer Menschen oder aus betroffenen Gebieten übertragen wird. Jeder sollte die Hygiene streng beachten, besonders Personen älter als 60 Jahre und mit chronischen Erkrankungen.
- Bei Kontakt mit einem Verdachtsfall innerhalb von 14 Tagen und Symptomen wie Fieber, Husten, Atemnot ist es ratsam, einen Arzt zur Früherkennung aufzusuchen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
- Wer an koronarer Herzerkrankung oder anderen herzbezogenen Risikofaktoren leidet, sollte die Medikamente wie vom Arzt verschrieben einnehmen und sich im Bedarfsfall gegen Grippe und bei Risikopatienten gegen Lungenentzündung impfen lassen, immer unter ärztlicher Aufsicht.







