Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen
Es gibt viele Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, darunter:
- Strokes oder ischämische Schlaganfälle durch verengte Blutgefäße – am häufigsten
- Blutungen im Gehirn, einschließlich Aneurysmen und Rupturen von Blutgefäßen im Gehirn
- Verletzungen des Gehirns aufgrund von Unfällen
- Epilepsie, schwer kontrollierbare Anfälle
- Hirnödeme, erhöhter Hirndruck
- Infektionen wie Meningitis und Enzephalitis
- Autoimmunerkrankungen
- Schwäche durch periphere Nervenerkrankungen, wie Guillain-Barré-Syndrom
- Betreuung nach Gehirnoperationen auf der Intensivstation
Kommen Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems in allen Altersgruppen vor?
Ja, Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems treten in allen Altersgruppen auf. Früher waren vor allem ältere Menschen betroffen, da sie ein höheres Risiko für zerebrovaskuläre Erkrankungen hatten. Heutzutage treten sie jedoch auch häufiger bei jüngeren Menschen auf, wie z.B. Schlaganfälle bei Menschen im Alter von 30-40 Jahren, bekannt als “Stroke in the young”, sowie bei Autoimmunerkrankungen aufgrund von abnormen Immunantworten.
Unterschied zwischen ICU bei Hirnerkrankungen und einer allgemeinen ICU
Die Unterschiede zwischen der ICU bei Hirnerkrankungen und der allgemeinen ICU liegen im Wesentlichen im physiologischen Verständnis des Gehirns, das eine der komplexesten und wichtigsten Organe darstellt. Patienten mit Hirnerkrankungen benötigen besondere Überwachung durch spezialisierte Ärzte und speziell geschulte Pflegekräfte. Viele Patienten auf der ICU für Hirnerkrankungen haben einen erhöhten Hirndruck und benötigen 24-Stunden-Überwachung ihres Hirndrucks sowie kontinuierliche EEG-Überwachung, um Anfälle zu erkennen, die nicht immer sichtbar sind. Diese Stationen sind auch mit speziellen Geräten für die Überwachung der Hirnfunktionen ausgestattet, die sich von der Allgemeinen ICU unterscheiden.
Vorteile eines SMART ICU-Systems
Ein Smart ICU nutzt Technologien der Medizinischen Informatik, um klinische Patientendaten korrekt und präzise in Echtzeit zu erfassen und darzustellen, damit Ärzte und Pflegepersonal die Behandlungserfolge kontinuierlich überwachen können. Smart ICU integrieren Real-Time-Daten und Action-Reaction Prinzipien, um eine personalisierte Patientenversorgung zu gewährleisten.
Gemäß den Prinzipien der präzisions- und personalisierten Medizin umfasst Smart ICU über die Standardüberwachung von Vitalzeichen wie Blutdruck, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Temperatur hinaus auch Maßnahmen zur Überwachung des Sauerstoffgehalts im Blut mit zentralvenösen Kathetern für Druckmessungen in der Nähe des Herzens und 24-stündige arterielle Druckmessungen. EEG-Monitoring und intrakranielle Drucküberwachung werden ebenfalls kontinuierlich durchgeführt. Bei Abnormalitäten gibt es ein Alarmsystem, das Medizinern und Pflegepersonal hilft, rechtzeitig einzugreifen.
Wichtige Prinzipien bei der Betreuung von Patienten mit schweren Hirn- und Nervenerkrankungen
Das entscheidende Prinzip der Betreuung in der Neuro-ICU sind die spezifischen Fachkenntnisse des medizinischen Personals in der Neuro-ICU und die kontinuierliche Echtzeit-Überwachung und spezifische Behandlung der Erkrankungen. Es wird ein multidisziplinäres Team von Ärzten eingesetzt, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten, unterstützt durch modernste Smart ICU Technologie. Angesichts der oft lebensbedrohlichen Natur von Hirn- und Nervenerkrankungen wird in spezialisierten ICUs besonderer Wert auf die Patientensicherheit, Qualität und Standards gelegt, um die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen, da jedes Leben von Bedeutung ist.






