Da Rückenschmerzen und Schmerzen in der Hüfte, die bis ins Bein ausstrahlen, nicht immer auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen, könnte es eine Abnormalität im Beckenbereich nahe der Hüfte sein. Wenn dies nicht gründlich diagnostiziert und korrekt behandelt wird, kann es zu chronischen Schmerzen führen, die die Lebensqualität beeinträchtigen. Eine Operation könnte durchgeführt werden, ohne die Schmerzen vollständig zu lindern. Daher ist es wichtig, den genauen Schmerzpunkt mit einem Facharzt zu finden und die richtige Behandlung anzuwenden, um die Mobilität und Lebensqualität wiederherzustellen.
Was ist die Krankheit SI JOINT PAIN
Die Krankheit SI Joint Pain oder Sacroiliac Joint Dysfunction ist eine Erkrankung des Beckengelenks nahe der Hüfte beim Steißbein. Dieses Gelenk trägt das Körpergewicht und absorbiert die Kraft von Beinen und Hüften. Es treten Schmerzen durch unnatürliche Bewegungen, Verschleiß, Verklebung, Lockerheit, Entzündung der Bänder, die das Becken stützen sowie Fehlstellungen der Knochen, die beim Bewegen Schmerzen verursachen, auf. Der Schmerz kann bis zum Gesäß, ins Bein und zu den Füßen ausstrahlen und sich wie bei einem Bandscheibenvorfall anfühlen. Oft wird die Diagnose falsch gestellt, da die Symptome verwechselt werden. Es wird gesagt, dass die Schmerzen im Beckengelenk die häufigste und oft übersehene Diagnose sind, wenn Patienten mit Schmerzen in der Hüfte und ausstrahlenden Beinschmerzen kommen.
Symptome der Krankheit
Wichtige Symptome, die darauf hinweisen, dass Sie an SI Joint Pain leiden könnten, sind:
- Schmerzen im Hüftbereich und ausstrahlende Beinschmerzen, deren Ursache nicht bekannt ist
- Hüftschmerzen beim Wechsel der Position vom Sitzen zum Stehen, bei längerem Sitzen oder beim Drehen während des Schlafs
- Schwäche in den Beinen, schnelle Ermüdung beim Gehen längerer Strecken oder beim Aufwärtsgehen
- Schmerzen im Schlaf, keine bequeme Schlafposition, was zu unruhigem Schlaf führt
- Langes Sitzen führt zu Schmerzen im Gesäß, Oberschenkel; eine bequeme Sitzposition zu finden, ist schwierig; man muss seitlich sitzen
- Beim Joggen oder Yoga verursachen die Schmerzen, dass sie stärker in der Hüfte und im Bein ausstrahlen

Risikofaktoren
- Personen, die lange in derselben Position arbeiten oder fahren
- Personen, die Unfälle nahe der Hüfte hatten, wie Hinfallen auf das Gesäß oder Autounfälle
- Schwangere oder Frauen nach der Geburt aufgrund eines lockeren Beckens
- Personen mit Skoliose, Fehlstellungen der Wirbelsäule und chronischen Hüftschmerzen
- Personen mit ungleich langen Beinen, was zu Schmerzen in der Hüfte unbekannten Ursprungs führt
- Personen mit Schmerzen ähnlich einem Bandscheibenvorfall, bei denen ein MRT keine eindeutigen Belege für einen schweren Vorfall zeigt
- Personen, die trotz einer Wirbelsäulenoperation noch unter Schmerzen leiden oder erneut Schmerzen in der Hüfte und im Bein bekommen
- Patienten mit Hüftschmerzen und einer Vorgeschichte von chronischer Gelenkentzündung, wie Rheuma oder ähnlichen Erkrankungen

Diagnose und Behandlungsmethoden
Die Diagnose und Behandlung von Beckengelenkschmerzen ist oft komplexer als bei Wirbelsäulenerkrankungen, da Röntgenbilder oder Röntgenaufnahmen nicht zur Diagnose verwendet werden können. Es erfordert detaillierte Anamnese und physikalische Untersuchungen durch erfahrene und spezialisierte Ärzte für Beckenprobleme.
1) Nichtoperative Behandlungen
- Medikamente, z.B. Schmerzmittel, Muskelrelaxantien, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs)
- Physiotherapie unter Anleitung von erfahrenen Spezialisten für Beckengelenke
- Schmerzkontrolle (Pain Intervention) durch
- Injektion von Anästhetika und Antiphlogistika in das Beckengelenk (SI-Gelenksinjektion) zur Diagnose und Behandlung von Beckengelenkschmerzen, wenn der Arzt den genauen Schmerzort (Pain Generator) finden muss
- Rhizotomie des Beckengelenks mit Hochfrequenzstrahlung (SI-Joint-Rhizotomie) als nichtoperative Standardbehandlung mit guter Wirksamkeit
2) Operative Behandlungen
Bei starker Lockerung des Beckens mit intensiven Schmerzen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen und erfolglose nichtoperative Behandlungen, könnte eine chirurgische Verschmelzung des Beckengelenks in Erwägung gezogen werden. Derzeit wird das minimal-invasive Verfahren (MIS) bevorzugt, da es weniger Blutverlust birgt, weniger Verletzungen verursacht und eine schnellere Genesung erlaubt, als offene Eingriffe.
Bei chronischen Rücken- und Hüftschmerzen mit ausstrahlenden Beinschmerzen sollte schnellstmöglich ein Facharzt konsultiert werden, da die Diagnose sehr wichtig für die Behandlungsmethode ist. Beckengelenksschmerzen ähneln sehr den Schmerzen eines Bandscheibenvorfalls, was oft zu Verwirrung bei der Diagnose führt und erfolglose Rückengelenkbehandlungen verursachen kann. Wichtig ist, dass Beckengelenksschmerzen auch ohne Operation erfolgreich behandelt werden können.






