Abstehende Ohren können bei vielen Menschen zu einem Verlust des Selbstvertrauens führen, da diese möglicherweise auffälliger sind als das Gesicht. Eine Ohrenkorrektur, die die Ohrstruktur harmonisch an das Gesicht anpasst, verbessert nicht nur das Erscheinungsbild, sondern hilft auch, das Selbstvertrauen im Leben wiederherzustellen.
Abstehende Ohren verstehen
Die Ohren sind an den seitlichen Gesichtspartien positioniert. Obwohl sie das Gesicht bei einer Frontalansicht nicht beeinflussen, sind sie aus der Seitenperspektive das Erste, was auffällt. Menschen mit abnormalen Ohren verlieren oftmals ihr Selbstvertrauen. Besonders abstehende Ohren sind eine Anomalie mit einem überdurchschnittlichen Kopfabstand, weshalb sie unproportioniert und unschön erscheinen.
Merkmale schöner Ohren
Die Form schöner Ohren sollte folgende Merkmale aufweisen:
- Die Biegungen der verschiedenen Bestandteile wirken natürlich und nicht übermäßig auffällig.
- Bei frontaler Betrachtung sollten die Ohren nicht deutlicher hervortreten als die anderen Gesichtsteile.
- Der äußere Rand des Ohrs sollte bei direkter Betrachtung sichtbar sein. Bei einer Korrektur sollte die Innenbiegung des Ohrs deutlicher sein als der äußere Rand, um eine natürliche Optik zu erhalten.
Ursachen abstehender Ohren
- Der Ohrrand (Helix, Helixfalten) ist übermäßig ausgeprägt.
- Die Antihelix ist flach und abstehend.
- Die Ohrmuschel (Concha) ist zu groß oder zu tief.
Ohrenkorrektur
Die chirurgische Korrektur abstehender Ohren ist eine effektive Behandlung, die die Ohren enger am Kopf anliegen lässt und ein ästhetischeres und normaleres Erscheinungsbild schafft. Der spezialisierte Chirurg entwirft die Struktur des Ohrs passend zum Gesicht, injiziert lokale Betäubung am Ohr, macht einen Schnitt hinter dem Ohr und nimmt Korrekturen vor, indem er Knorpel und Ohr anpasst, oder problematische Bereiche entfernt, um die gewünschte Form zu erreichen und das Ohr an den Kopf anzulegen. Dabei bleibt nur eine kleine Narbe hinter dem Ohr versteckt.
Risiken und Nebenwirkungen
Risiken und Nebenwirkungen der Ohrkorrektur umfassen:
- Allgemeine Risiken
- Es kann zu Infektionen und Blutungen, ähnlich wie bei anderen chirurgischen Eingriffen, kommen. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie bestehenden Erkrankungen, Medikation und Gesundheitszustand.
- Wundschmerzen, die durch Schmerzmedikationen gelindert werden können.
- Spezifische Risiken
- Infektionen des Ohrknorpels.
- Ein gewisses Risiko, dass die Ohren wieder in ihre ursprüngliche abstehende Position zurückkehren.
- Bei der gleichzeitigen Operation beider Ohren kann es zu kleinen Unterschieden in der Abstehung kommen.
- Ein Hämatom unter der Haut kann auf den Ohrknorpel drücken und diesen beschädigen oder verformen.

Vorbereitung auf die Ohrenkorrektur
- Informieren Sie Ihren Arzt über Gesundheitsprobleme, schwere Erkrankungen, Vorerkrankungen, Operationen und Anästhesieerfahrungen, lockere Zähne, Prothesen und Zahnprobleme, sowie Allergien gegen Medikamente, Lebensmittel oder andere Stoffe.
- Bei Ohrenentzündungen sollte diese vor der Operation behandelt werden.
- Bei Risikofaktoren oder Vorerkrankungen wird eine körperliche Vorbereitung wie Röntgen, Blutuntersuchungen, EKG oder Fachberatung in der Inneren Medizin durchgeführt, um die Operations- und Narkosebereitschaft sicherzustellen.
- Setzen Sie Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und bestimmte Kräuterprodukte ab, die die Operation beeinflussen könnten, wie Schmerzmittel, Aspirin, Vitamin D, Vitamin C und Lebertran, mindestens 7 Tage vor der Operation ab. Bringen Sie Ihre regelmäßigen Medikamente und Kräuterprodukte zur Klinik mit und informieren Sie den Arzt am OP-Tag.
- Fasten Sie gemäß den Empfehlungen des Chirurgen, um das Aspirationsrisiko bei der Anästhesie zu verhindern.
- Unterbrechen Sie das Rauchen etwa 2 bis 4 Wochen vor der Operation, um ein therapiebedingtes Gewebeversorgungsproblem zu vermeiden. Informieren Sie Ihren Arzt über starken Tabakkonsum und pausieren Sie das Rauchen mindestens 2 Wochen nach der Operation.
- Stoppen Sie den Alkoholkonsum innerhalb von 24 Stunden vor der Operation und verzichten Sie darauf mindestens 1 Woche postopertativ.
- Reinigen Sie Haare und Ohrenbereiche – verwenden Sie keine Kosmetika.
- Bereiten Sie ein Kopfband (Head Band) für postoperativen Einsatz vor. Es sollte weder zu eng noch zu schmal sein.
- Brillenträger sollten Hilfsmittel zur Stabilisierung der Brillenbügel mitbringen, um Druck auf die Wunde zu vermeiden.
Pflege nach der Ohrenkorrektur
- Bedecken Sie die Wunde für 2 bis 3 Tage und folgen Sie den Anweisungen des Chirurgen bei Wundkontrollen.
- Bei starker Blutung oder Schwellung sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.
- Tragen Sie das Kopfband 2 bis 3 Wochen nachts, um die Ohren am Kopf zu halten.
- Folgetermin beim Chirurgen nach 1 Woche.
- Fädenentfernung nach 1 bis 2 Wochen.
- Vermeiden Sie Seitenlage für die ersten 2 Wochen – schlafen Sie auf dem Rücken, um Druck auf die Ohren zu vermeiden.
- Einnahme von Medikamenten gemäß ärztlicher Anweisung.
Ohrenkorrekturen sollten ausschließlich von spezialisierten Chirurgen durchgeführt werden, die über das nötige Wissen und die Erfahrung verfügen, die Ohrstruktur zu entwerfen, die am besten zum Gesicht passt. Eine Operation in einer Einrichtung von internationalem Standard reduziert Risiken und führt zu zufriedenstellenden Ergebnissen.






