Nierensteine sind eine häufige Erkrankung, die bei Patientinnen und Patienten aller Geschlechter und Altersgruppen vorkommt, insbesondere bei Menschen im Alter von 30–60 Jahren. Die Auswahl der Ernährung hat einen sehr wichtigen Einfluss auf die Nierenfunktion. Für alle, die sich fragen, was man bei Nierensteinen nicht essen darf, einschließlich der Steinarten und der zu vermeidenden Lebensmittel, kann dieses Wissen helfen, die Ansammlung von Mineralstoffkristallen zu reduzieren und einem erneuten Auftreten von Steinen vorzubeugen.
Was sind Nierensteine, und wie entstehen sie im Harntrakt?
Nierensteine sind harte Mineralstoffkristallklumpen, die aus Ausfällungen entstehen und sich in der Niere oder im Harntrakt ansammeln. Sie entstehen, wenn der Urin eine zu hohe Konzentration kristallbildender Substanzen wie Calcium, Oxalat oder Harnsäure enthält, in Kombination mit einer unzureichenden Flüssigkeitszufuhr. Wenn sich diese Stoffe zu festen Klumpen verbinden und größer werden, können sie den Harnabfluss behindern und starke Schmerzen, Blutungen oder nachfolgende komplizierende Harnwegsinfektionen verursachen.
Überprüfen Sie die Art der Nierensteine, um die Ernährung korrekt planen zu können

Die Art der Nierensteine steht in engem Zusammenhang mit der verzehrten Nahrung. Eine Analyse der Stein-Kristallart hilft dabei, die Anpassung der Ernährung korrekt zu planen.
1. Calciumoxalatsteine – die häufigste Art von Steinkristallen
Calciumoxalatsteine (Calcium Oxalate) sind die am häufigsten vorkommende Steinart. Sie entstehen, wenn Calcium sich mit Oxalat im Urin verbindet und zu festen Klumpen auskristallisiert. Wichtige auslösende Faktoren sind der Verzehr oxalatreicher Lebensmittel, Dehydrierung oder ein abnorm hoher Calciumspiegel im Urin. Die Kontrolle der Oxalatmenge in der Ernährung ist daher wichtig, um dieser Steinart vorzubeugen.
2. Harnsäuresteine – entstehen durch die Ansammlung von Harnsäure aus purinreicher Nahrung
Harnsäuresteine (Uric Acid) entstehen, wenn der Urin zu stark sauer ist, wodurch Harnsäure leichter auskristallisiert. Dieser Zustand steht häufig im Zusammenhang mit dem kontinuierlichen Verzehr purinreicher Lebensmittel wie rotem Fleisch, Innereien und Meeresfrüchten sowie mit geringer Flüssigkeitsaufnahme. Dadurch kann die Niere Harnsäure nicht vollständig ausscheiden, sodass sie sich ansammelt und zu Steinen wird.
Lebensmittelgruppen, die bei Calciumoxalatsteinen vermieden werden sollten
Patientinnen und Patienten mit Calciumoxalat-Steinkristallen sollten genau wissen, was man bei Nierensteinen nicht essen darf, um oxalatreiche Lebensmittel zu vermeiden, die die Kristallbildung fördern.
- Dunkelgrünes Blattgemüse und bestimmte Pflanzen: Spinat, Blattspinat, Betelblätter (Bai Chaplu), Bambussprossen und Rote Bete gehören zu Pflanzen mit sehr hohem Oxalatgehalt. Nach dem Verzehr wird Oxalat aufgenommen und über den Urin ausgeschieden, wodurch das Risiko steigt, dass es sich mit Calcium verbindet und leichter zu Steinen wird.
- Nüsse, Samen und Nussprodukte: Erdnüsse, Mandeln, Cashewkerne und Sojamilch enthalten viel Oxalat. Personen mit Risiko für Nierensteine sollten nicht zu große Mengen aus der Nussgruppe verzehren, da dies den Oxalatspiegel im Körper rasch erhöhen kann.
- Schokolade, Kakao und stark konzentrierter Tee: Kakaopulver, Schokoladenriegel und stark aufgebrühter Tee sind Getränke und Süßwaren mit hoher Oxalatkonzentration. Regelmäßiger Konsum ohne ausreichendes Trinken von Wasser erhöht das Risiko einer Ansammlung von Calciumoxalatkristallen im Harntrakt.
Purinreiche Lebensmittelgruppen, die zu vermeiden sind – ein Faktor für die Ansammlung von Harnsäuresteinen

Die Reduktion von Purinen in der Ernährung ist eine wichtige Methode, um die Übersäuerung des Urins zu verringern und die Bildung von Harnsäuresteinen wirksam zu verhindern.
- Innereien und rotes Fleisch: Leber, Niere, Herz, Gemüsespitzen sowie rotes Fleisch wie Rind- und Lammfleisch enthalten viele Purine. Wenn der Körper Purine abbaut, werden sie zu Harnsäure. Diese Fleischgruppen sollten reduziert werden, damit der Urin nicht zu sauer wird.
- Bestimmte Meeresfrüchte und Knochenbrühe: Muscheln, Jakobsmuscheln, Garnelen, Barramundi sowie konzentrierte Brühen, die aus Tierknochen ausgekocht werden, enthalten hohe Purinmengen. Ein chronischer Verzehr dieser Lebensmittel erhöht die Belastung der Niere, mehr Harnsäure auszuscheiden, was zur Ansammlung und Auskristallisation von Harnsäuresteinen in den Nieren führen kann.
- Alkoholische Getränke und Bier: Bier und alle Arten von Alkohol enthalten nicht nur viele Purine, Alkohol hemmt zudem die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren und fördert eine Dehydrierung. Dadurch wird der Urin konzentrierter und saurer – ein Umfeld, das das Wachstum von Harnsäuresteinen begünstigt.
Ernährungsempfehlungen nach ernährungswissenschaftlichen Grundsätzen zur Vorbeugung von Nierensteinen
Neben dem Wissen, was man bei Nierensteinen nicht essen darf, hilft eine geeignete Anpassung des Ernährungsverhaltens, das Mineralstoffgleichgewicht im Urin zu regulieren und einem Wiederauftreten von Steinen vorzubeugen.
1. Erhöhen Sie die tägliche Trinkmenge an sauberem Wasser
Ausreichend sauberes Wasser zu trinken, etwa 2,5–3 Liter pro Tag, ist ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Nierensteinen, da Wasser die Konzentration von Calcium, Oxalat und Harnsäure im Urin verdünnt und verhindert, dass sich diese Mineralstoffe zu Kristallklumpen verbinden. Es wird empfohlen, über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken, um die Urinmenge auf einem geeigneten Niveau zu halten.
2. Auswahl von Lebensmitteln zur Mineralstoffbalance
Patientinnen und Patienten sollten die Natriumaufnahme auf nicht mehr als 2.000 Milligramm pro Tag begrenzen, da ein hoher Natriumgehalt die Calciumausscheidung über den Urin erhöht. Gleichzeitig sollte man säuerliche Früchte wie Orangen, Limetten oder Zitronen verzehren, die natürliches Citrat enthalten, das die Anlagerung von Calciumkristallen hemmt und das Risiko von Nierensteinen reduziert.
3. Geeignet in jeder Mahlzeit calciumreiche Lebensmittel essen
Viele Menschen missverstehen, was man bei Nierensteinen nicht essen darf, und denken, dass calciumhaltige Lebensmittel tabu sind. Tatsächlich hilft der normale Verzehr natürlicher calciumhaltiger Lebensmittel wie frische Milch oder Joghurt zusammen mit den Mahlzeiten, dass Calcium im Darm an Oxalat bindet und über den Stuhl ausgeschieden wird. Dadurch gelangt weniger Oxalat zur Niere, und die Steinbildung nimmt ab.
4. Pflanzliche Proteine als Ersatz für tierische Proteine wählen
Weniger Fleisch zu konsumieren und stattdessen pflanzliche Proteine wie Sojabohnen, Vollkornreis oder Quinoa zu erhöhen, hilft, die Harnsäurebildung zu reduzieren und die Übersäuerung des Urins zu verringern. Außerdem kann dies das Risiko anderer Erkrankungen des Harntrakts senken, wie Tumoren und Nierenzysten, da die Nieren weniger hart arbeiten müssen, um Abfallstoffe auszuscheiden.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Auswahl von Vitamin C und Nahrungsergänzungsmitteln

Die Einnahme von Vitamin C oder mineralischen Nahrungsergänzungsmitteln in zu hohen Mengen kann dem Harntrakt schaden und die Steinbildung fördern.
- Hochdosiertes Vitamin C über 1.000 Milligramm pro Tag vermeiden: Der Körper kann überschüssiges Vitamin C zu Oxalat abbauen. Eine fortlaufende Einnahme synthetischen Vitamin C in Dosen über dem Bedarf ist daher eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, da sie unbemerkt die Oxalatmenge im Urin erhöht.
- Vorsicht bei Calcium-Nahrungsergänzungsmitteln in Tablettenform: Die Einnahme von Calciumtabletten ohne ärztliche Empfehlung kann den Calciumspiegel im Blut und Urin plötzlich ansteigen lassen, wodurch es leicht mit Oxalat ausfallen kann. Daher sollte Calcium vor allem über natürliche Lebensmittel in den Hauptmahlzeiten aufgenommen werden.
Zentrum für urologische Erkrankungen, Bangkok Hospital – für eine engmaschige Gesundheitsbetreuung
Das Zentrum für urologische Erkrankungen des Bangkok Hospital bietet umfassende Leistungen zur Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Harnsteinleiden im Harntrakt, unterstützt durch moderne Behandlungstechnologien wie robotergestützte Chirurgie und Laser-Steinzertrümmerung. Dies trägt dazu bei, die Wundgröße zu verringern und die Erholungszeit zu verkürzen, sodass Patientinnen und Patienten sicher in ihren Alltag zurückkehren können. Zudem steht ein Team aus Ernährungsfachkräften bereit, das engmaschig individuell angepasste Ernährungsempfehlungen gibt.
Zusammenfassung des Artikels
Zu verstehen, was man bei Nierensteinen nicht essen darf, ist wichtig für die Gesundheitsvorsorge und eine nachhaltige Vermeidung von wiederkehrenden Steinen. Dazu gehören die Einschränkung oxalat- und purinreicher Lebensmittel, eine Reduktion von Natrium sowie ausreichend tägliches Trinken von sauberem Wasser. Wenn Patientinnen und Patienten Schmerzen in der Flanke, Rückenschmerzen oder auffällige Veränderungen beim Wasserlassen feststellen, sollten sie sich umgehend ärztlich untersuchen lassen, um eine angemessene und sichere Behandlung zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Nierensteinen
1. Wie viel Wasser sollten Patientinnen und Patienten mit Nierensteinen pro Tag trinken?
Es sollten etwa 2,5–3 Liter sauberes Wasser pro Tag getrunken werden, um die Konzentration von Mineralstoffen im Urin zu verdünnen und zu verhindern, dass Mineralablagerungen sich zu Steinen zusammenlagern.
2. Kann man bei Nierensteinen calciumhaltige Lebensmittel essen?
Ja, in der Regel aus natürlichen Lebensmitteln wie Milch oder Joghurt, da Calcium im Darm an Oxalat bindet und so weniger Oxalat vom Körper aufgenommen und zur Niere transportiert wird.
3. Welche Auffälligkeiten deuten darauf hin, dass ein Stein beginnt, die Harnwege zu verlegen?
Starke krampfartige Schmerzen im Bereich der Flanke oder des Rückens, erschwertes Wasserlassen, Brennen beim Wasserlassen, Blut im Urin oder Fieber zusammen mit Übelkeit und Erbrechen.
4. Welche Arten von Nahrungsergänzungsmitteln erhöhen das Risiko für Nierensteine?
Hochdosiertes synthetisches Vitamin C über 1.000 Milligramm pro Tag sowie Calcium-Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform, die ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden.
5. Können Nierensteine ohne Operation vollständig behandelt werden?
Ja. Wenn der Stein klein ist, kann die Ärztin oder der Arzt empfehlen, viel Wasser zu trinken, um ihn auszuscheiden, oder eine Stoßwellenbehandlung zur Steinzertrümmerung (ESWL) sowie eine endoskopische Steinzertrümmerung mit kleiner Wunde.



