Was ist Gürtelrose?
Gürtelrose (Herpes Zoster, Shingles) ist eine Art Hauterkrankung, die durch das Varicella-Zoster-Virus verursacht wird, das gleiche Virus, das Windpocken verursacht. Es führt zu einer Entzündung der Nerven, die brennende Schmerzen und Hautausschläge entlang der Nervenbahnen verursachen. Häufig sind die Lenden- oder Rippenbereiche betroffen, manchmal treten die Symptome aber auch im Gesicht oder an den Gliedmaßen auf.
Schwere der Gürtelrose
Bei älteren Menschen nimmt die Verbreitung und Schwere der Erkrankung mit dem Alter zu. Über die Hälfte der Patienten über 60 Jahre, die an Gürtelrose erkranken, entwickelt nach der Infektion neuralgische Schmerzen (Post-Herpetic Neuralgia), die sich über Monate oder sogar Jahre erstrecken können. Die Schmerzen sind oft so stark, dass sie den Alltag beeinträchtigen, das Essen und Schlafen unmöglich machen und Stress verursachen. In einigen schweren Fällen kann der Schmerz sogar dazu führen, dass Betroffene den Lebenswillen verlieren.
Wer ist gefährdet für Gürtelrose?
Jeder, der einmal Windpocken hatte, ist gefährdet, an Gürtelrose zu erkranken, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt, da das Immunsystem schwächer wird. Der Inzidenz von Gürtelrose liegt bei etwa 30 % in der Allgemeinbevölkerung und steigt auf 50 % bei Personen im Alter von 85 Jahren.
Vorbeugung von Gürtelrose
Die beste Methode zur Vorbeugung von Gürtelrose ist die Impfung dagegen. Alle Personen ab 60 Jahren sollten geimpft werden, sofern keine Gegenanzeige besteht. Auch wer schon einmal Gürtelrose hatte, sollte geimpft werden, da die Impfung das Risiko einer erneuten Erkrankung und das Auftreten von Komplikationen, insbesondere der häufigen Neuralgien, senkt.
Nebenwirkungen der Gürtelrose-Impfung
Die Nebenwirkungen der Gürtelrose-Impfung sind in der Regel mild. Etwa 1 von 3 Geimpften bemerkt eine Schwellung, Rötung oder Juckreiz an der Injektionsstelle, ähnlich wie bei anderen Impfungen. Diese Symptome treten meist in den ersten 1–2 Tagen nach der Impfung auf und klingen von selbst ab. Kopfschmerzen können als Nebenwirkung auftreten, was aber nur bei etwa 1 von 70 Geimpften der Fall ist.



