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    Epilepsie bei Kindern: Warnsignale frühzeitig erkennen, Diagnose und Behandlungsansätze

    6 Minuten zum Lesen
    Informationen von
    Dr. Suchawadee Horsuwan
    Dr. Suchawadee Horsuwan

    Bangkok Hospital Headquarter

    Aktualisiert am: 09 ก.ค. 2026
    Dr. Suchawadee Horsuwan
    Dr. Suchawadee Horsuwan
    Bangkok Hospital Headquarter
    Epilepsie bei Kindern: Warnsignale frühzeitig erkennen, Diagnose und Behandlungsansätze
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    Bangkok Hospital Headquarter
    Aktualisiert am: 09 Juli 2026

    Epilepsie bei Kindern (Pediatric Epilepsy) ist eine häufige neurologische Erkrankung und bereitet Eltern große Sorgen. Ein Verständnis der Symptome sowie eine Diagnostik bereits im frühen Stadium sind äußerst wichtig, da dies die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erhöht und dem Kind langfristig eine bessere Lebensqualität ermöglicht.

    Was ist Epilepsie bei Kindern?

    Epilepsie bei Kindern ist ein Zustand, bei dem das Gehirn abnorme elektrische Entladungen erzeugt, wodurch es beim Kind zu Anfällen kommt. Die Inzidenz von Epilepsie bei Kindern liegt bei 3,5–7,2 pro 1.000 Einwohner. Epilepsie bei Kindern kann die Entwicklung, das Lernen, die soziale Teilhabe und die Emotionen beeinträchtigen. Wird sie nicht korrekt diagnostiziert und behandelt, kann das Gehirn zunehmend stärker beeinträchtigt werden.

    Wodurch entsteht Epilepsie, und warum kommt es bei Kindern zu Krampfanfällen?

    Wodurch entsteht Epilepsie bei Kindern?

    Warum es bei Kindern zu Anfällen kommt, hängt nach heutigem Kenntnisstand von vielen Faktoren ab, die die normale Gehirnfunktion beeinträchtigen können. Auch bei ansonsten gesunden Kindern kann dieser Zustand auftreten. Häufige Ursachen lassen sich wie folgt einteilen:

    • Genetische Auffälligkeiten: Diese beeinflussen die Funktion oder die Struktur des Gehirns direkt.
    • Strukturelle Auffälligkeiten des Gehirns: z. B. angeborene Fehlbildungen des Hirngewebes, Hirntumoren oder Gefäßfehlbildungen.
    • Komplikationen vor und während der Geburt: z. B. Sauerstoffmangel während der Geburt oder Infektionen in der Schwangerschaft.
    • Autoimmunerkrankungen und Infektionen des Gehirns: einschließlich Komplikationen infolge von Entzündungen im Gehirn.
    • Unklare Ursache: Betrifft etwa nahezu die Hälfte aller Patientinnen und Patienten.

    Welche Symptome gelten als Epilepsie bei Kindern?

    Anfälle bei Kindern können sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem, an welcher Stelle im Gehirn die abnormen elektrischen Entladungen entstehen. Eltern sollten das Verhalten ihres Kindes aufmerksam beobachten. Wenn das Kind häufig abwesend wirkt, nicht reagiert, wenn man es anspricht, oder wiederholt ungewöhnliche Verhaltensweisen zeigt, kann dies ein Vorzeichen der Erkrankung sein. Epilepsieformen werden nach dem Ursprung grob in 3 Typen eingeteilt, grundsätzlich werden sie jedoch in 2 beobachtbare Anfallsformen unterteilt.

    1. Fokale Anfälle

    Die Symptome hängen davon ab, in welchem Bereich des Gehirns der Anfall entsteht. Liegt der Ursprung im Areal für Bewegungssteuerung, zeigen sich Verkrampfungen oder Zuckungen einzelner Muskelgruppen. Liegt er im Areal der Sensibilität, kann es zu Taubheitsgefühlen oder ungewöhnlichen Schmerzempfindungen kommen. Dabei kann das Kind bei Bewusstsein bleiben oder das Bewusstsein kann vermindert sein.

    2. Anfälle, die gleichzeitig beide Gehirnhälften betreffen

    Dies ist die Form, die Eltern meist kennen, z. B. generalisierte tonisch-klonische Anfälle mit Verkrampfen und Zucken des ganzen Körpers oder Absencen, bei denen das Kind erstarrt, nicht reagiert und wie geistesabwesend wirkt. Auch schlaffe Anfälle, myoklonische Zuckungen usw. können auftreten.

    3. Anfälle mit unbekanntem Ursprung

    Diagnostik und Behandlung von Epilepsie heute

    Diagnostik und Behandlung von Epilepsie heute

    Eine zielgerichtete Diagnostik ist das Herzstück der Behandlung, da sie Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, Ursache und Lokalisation der Hirnauffälligkeit eindeutig zu bestimmen. Zunächst wird eine ausführliche Anamnese erhoben, anschließend werden moderne diagnostische Verfahren kombiniert eingesetzt, darunter:

    • Elektroenzephalogramm (EEG): zur Bestimmung des Anfallstyps und zur Lokalisation des Anfallsursprungs im Gehirn.
    • MRT des Gehirns und CT: zum Nachweis struktureller Veränderungen des Gehirns als Ursache der Epilepsie.
    • PET-Scan und SPECT: zur Unterstützung bei der Lokalisation eines Anfallsursprungs, der in der Standarddiagnostik nicht eindeutig ist.
    • Einsatz fortgeschrittener Diagnostik: z. B. 24-Stunden-Video-EEG-Monitoring oder VEEG zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Hirnströme.
    • Laboruntersuchungen, z. B. Blutchemie oder genetische Tests

    Therapeutisch wird zunächst die Behandlung mit Antiepileptika als Hauptstrategie begonnen; bei 70 % der Patientinnen und Patienten lassen sich die Anfälle gut kontrollieren. Bei therapieresistenter Epilepsie können andere Optionen erwogen werden, z. B. die ketogene Diät (Ketogenic Diet), die Implantation eines Vagusnervstimulators (VNS) oder eine Gehirnoperation zur gezielten Entfernung des Anfallsursprungs.

    Erste-Hilfe-Maßnahmen, wenn das Kind Krampfanfälle hat

    Bei einem Anfall bei Kindern ist das Wichtigste, ruhig zu bleiben und Erste Hilfe zu leisten wie folgt:

    1. Ruhig bleiben
    2. Für eine sichere Umgebung sorgen: Das Kind flach auf den Boden in einen freien Bereich legen, fern von scharfen Gegenständen.
    3. Richtige Lagerung: Das Kind in die Seitenlage drehen, um die Atemwege freizuhalten und Aspiration zu verhindern.
    4. Nicht den Mund aufbrechen: Keine Gegenstände in den Mund des Kindes stecken und nicht versuchen, den Mund zum Schutz vor Zungenbiss aufzubrechen, da dies zu Zahnfrakturen oder einer Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper führen kann.
    5. Beobachten und Zeit messen: Die Anfallsdauer dokumentieren. Dauert der Anfall länger als 5 Minuten oder treten Anfälle wiederholt auf, ohne dass das Kind dazwischen das Bewusstsein wiedererlangt, sollte es umgehend ins Krankenhaus gebracht werden.

    Epilepsie bei Kindern mit einem sicheren Gefühl behandeln lassen im Bangkok Hospital

    Epilepsie bei Kindern ist ein Zustand, den Eltern und Erziehungsberechtigte nicht vernachlässigen sollten, da Anfälle auftreten können, ohne dass das Kind es bemerkt. Das Beobachten von Auffälligkeiten und die rasche Vorstellung bei einer Ärztin oder einem Arzt zur Behandlung im Epilepsie-, Pädiatrie-Neurologie- und Kinderhirnzentrum des Bangkok Hospital ist wichtig. Denn wir verfügen über pädiatrische Neurologinnen und Neurologen sowie ein erfahrenes interdisziplinäres Ärzteteam, ergänzt durch die Video-EEG-Monitoring Unit, die Diagnostik, Behandlung und Beobachtung rund um die Uhr (24 Stunden) ermöglicht. Die Betreuung durch ein eng zusammenarbeitendes Expertenteam trägt dazu bei, die Entwicklung zu fördern und die langfristige Lebensqualität des Kindes zu unterstützen, damit das kleine Kind nicht unter Epilepsie leiden muss und altersgerecht aufwachsen kann.

    • Ärztinnen/Ärzte finden: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/doctor 
    • Termin vereinbaren: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/appointment/step1 
    • Kontakt: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/contact

    Weitere Informationen unter

    Epilepsie-, Pädiatrie-Neurologie- und Kinderhirnzentrum

    Bangkok Hospital

    0 2310 3006

    0 2755 1006

    1719


    Häufig gestellte Fragen zur Epilepsie bei Kindern

    Das Kind hat kein Fieber, aber einen Anfall – welche Ursachen kommen infrage?

    Anfälle ohne Fieber können durch viele Faktoren ausgelöst werden, z. B. genetische Auffälligkeiten, strukturelle Gehirnveränderungen oder Läsionen im Gehirn. Dafür ist eine Diagnostik durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte erforderlich, um die tatsächliche Ursache zu bestimmen.

    Kann Epilepsie bei Kindern vollständig geheilt werden?

    Bei den meisten Patientinnen und Patienten (70 %) kann die Erkrankung vollständig ausheilen oder die Anfälle lassen sich durch die kontinuierliche Einnahme von Antiepileptika gut kontrollieren, sofern eine korrekte und schnelle Diagnose gestellt wird.

    Hat die Einnahme von Antiepileptika bei Kindern Nebenwirkungen?

    Heutige Antiepileptika sind sehr sicher, jedoch können in einigen Fällen Nebenwirkungen auftreten. Die Ärztin bzw. der Arzt wählt das geeignete Medikament aus und passt die Dosierung optimal an die Symptome und die Entwicklung des jeweiligen Kindes an.

    Können Kinder mit Epilepsie ein normales Leben führen?

    Kinder können ihr Leben und ihre Aktivitäten grundsätzlich normal ausüben. Auslösende Faktoren wie Schlafmangel sollten vermieden werden, und bei risikoreichen Aktivitäten wie Schwimmen oder Klettern in der Höhe sollte das Kind eng durch Erziehungsberechtigte beaufsichtigt werden.

    Wenn man nicht sicher ist, ob das Kind einen Anfall hat, was sollte man tun?

    Am besten ist es, während des Ereignisses ein Video der Symptome aufzunehmen und dieses mit einer Fachärztin bzw. einem Facharzt für pädiatrische Neurologie zu besprechen, da dies wichtige Informationen für die Diagnose und eine zielgerichtete Behandlungsplanung liefert.

    Informationen von

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    Dr. Suchawadee Horsuwan

    Pediatrics

    Pediatric Neurology

    Dr. Suchawadee Horsuwan

    Pediatrics

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    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

    Child Epilepsy and Brain Center

    Bangkok Hospital

    (+66) 2310 3006

    (+66) 2755 1006

    1719 (local mobile calls only)

    [email protected]

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