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    Herzkrankheiten: Wodurch entstehen sie? Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmethoden rechtzeitig erkennen

    10 Minuten zum Lesen
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    Dr. Chattanong Yodwut
    Dr. Chattanong Yodwut

    Bangkok Heart Hospital

    Aktualisiert am: 14 Aug 2026
    Dr. Chattanong Yodwut
    Dr. Chattanong Yodwut
    Bangkok Heart Hospital
    Herzkrankheiten: Wodurch entstehen sie? Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmethoden rechtzeitig erkennen
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    Bangkok Heart Hospital
    Aktualisiert am: 14 Aug. 2026

    Herzkrankheiten gelten als „stille Gefahr“, die zu den häufigsten Todesursachen in Thailand zählen. Statistiken zeigen, dass die Sterblichkeitsrate in allen Altersgruppen kontinuierlich steigt. Das Erkennen von Warnzeichen einer Herzerkrankung bereits im Frühstadium, solange die Auffälligkeiten noch nicht schwerwiegend sind, ist sehr wichtig, weil es die Chance erhöht, erfolgreich behandelt zu werden und wieder ein gesundes, kräftiges Herz zu erlangen. Daher ist es wichtig, Risiken und Symptome von Herzerkrankungen zu verstehen, damit jeder seine Gesundheit proaktiv schützen kann.

     

    Was ist eine Herzkrankheit (Heart Disease)?

    Eine Herzkrankheit ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen, die Bestandteile des Herzens betreffen können – den Herzmuskel, die Herzkranzgefäße, die Herzklappen, das elektrische Reizleitungssystem oder den Herzbeutel – und dadurch die Herzfunktion beeinträchtigen. Dies kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, wenn nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird.

    Wodurch entstehen Herzkrankheiten? Ursachen und vermeidbare Risikofaktoren im Detail

    Herzkrankheiten entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren, sowohl solcher, die nicht veränderbar sind, als auch solcher, die verhindert oder kontrolliert werden können. Risikofaktoren, die Herzkrankheiten begünstigen, lassen sich wie folgt einteilen:

    • Lebensstil: Starkes Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Bewegungsmangel wirken sich direkt auf die Gesundheit der Gefäße und des Herzmuskels aus.
    • Übergewicht: häufig der Ausgangspunkt chronischer Erkrankungen, die das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen.
    • Chronische Erkrankungen: Viele Herzpatientinnen und -patienten haben Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfette, die die Gefäßwände schädigen und Entzündungen fördern.
    • Ernährungszustand: Eine dauerhaft hohe Aufnahme gesättigter Fette, von Natrium oder Zucker erhöht das Risiko für viszerale Adipositas („Bauchfett“), die zu Herzkrankheiten führen kann.
    • Nicht kontrollierbare Faktoren: Genetik, insbesondere wenn Familienmitglieder bereits in jungen Jahren an Herzerkrankungen litten, sowie zunehmendes Alter, bei dem das Herz naturgemäß degeneriert.

    9 Symptome einer Herzkrankheit und Warnzeichen einer akuten Verschlechterung

    Warnzeichen einer Herzkrankheit

    Viele wissen möglicherweise nicht, wie sich Symptome einer Herzerkrankung äußern, bis sie fortschreitet. Tatsächlich sendet der Körper oft im Voraus Warnsignale. Schon das Beobachten kleinster Veränderungen kann helfen, Anzeichen früher zu erkennen. Die folgenden 9 Frühzeichen, auf die man achten sollte und bei denen eine gründliche Herzabklärung durch Ärztinnen/Ärzte erfolgen sollte, sind:

    1. Brustenge/-schmerz: Gefühl, als würde etwas Schweres auf der Brust lasten oder als würde der mittlere Brustbereich stark zusammengeschnürt. Der Schmerz kann in Kiefer, Schulter und linken Arm ausstrahlen – ein typisches Zeichen einer Verengung der Herzkranzgefäße.
    2. Ungewöhnlich schnelle Erschöpfung: Kurzatmigkeit bereits bei geringer Belastung, z. B. beim Treppensteigen weniger Stufen; in schweren Fällen auch Atemnot in Ruhe.
    3. Herzklopfen/Herzrhythmusstörungen: Gefühl von starkem Herzrasen, Aussetzern oder unregelmäßigem Herzschlag auch ohne Sport; dies kann zu Beinahe-Synkopen oder Ohnmacht führen.
    4. Luftnot oder Atembeschwerden: Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können, mit dem Bedürfnis, tief einzuatmen, oder chronischer Husten ohne klare Ursache.
    5. Benommenheit/Schwindel: Häufiges Gefühl, ohnmächtig zu werden, oder plötzliches Wegtreten, weil das Herz das Gehirn nicht ausreichend durchbluten kann.
    6. Schwellungen am Körper: Wassereinlagerungen an Knöcheln, Schienbeinen oder am Bauch, weil die Herzleistung abnimmt und sich Wasser und Salz im Körper stauen.
    7. Nicht flach liegen können: Beim flachen Liegen Engegefühl und Atemnot, sodass man sich mitten in der Nacht aufsetzen muss, oder mehrere Kissen benötigt, um besser zu atmen.
    8. Kalter Schweiß: Ungewöhnlich starkes Schwitzen zusammen mit Brustenge, selbst bei kühlem Wetter oder ohne Anstrengung – ein Warnzeichen für eine akute Verschlechterung einer Herzerkrankung.
    9. Druck-/Schmerz im Oberbauch (Magengrube): Häufig mit Magenerkrankungen verwechselt; wenn Oberbauchschmerz zusammen mit Übelkeit oder Schwitzen auftritt, kann dies ein Warnzeichen für eine Minderdurchblutung des unteren Herzmuskelbereichs sein.

    7 Arten von Herzkrankheiten und ihre unterschiedlichen Symptome im Detail

    Arten von Herzkrankheiten und Symptome

    Gefährlichkeit und Symptome unterscheiden sich je nach Art der Herzerkrankung und zugrunde liegender Pathologie in ihrer Schwere. Zu verstehen, wie sich die einzelnen Arten äußern, hilft, frühe Symptome besser einzuordnen. Dazu zählen:

    1. Koronare Herzkrankheit (Coronary Artery Disease)

    Sie entsteht durch Ablagerungen von Fett und Plaques an den Arterienwänden, wodurch sich die Gefäße verengen und die Durchblutung des Herzmuskels behindert wird. Das führt zu Symptomen wie Brustenge/-schmerz. Bei plötzlichem Gefäßverschluss kann es zu einem akuten Herzinfarkt kommen.

    2. Herzrhythmusstörung (Arrhythmia)

    Dabei arbeitet das elektrische Reizleitungssystem des Herzens fehlerhaft, sodass das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig schlägt. Betroffene verspüren oft Herzklopfen, Aussetzer; bei sehr langsamem Herzschlag kann es zu Ohnmacht kommen, weil das Gehirn nicht ausreichend durchblutet wird.

    3. Herzklappenerkrankung (Valvular Heart Disease)

    Sie entsteht durch Klappenfehler (Verengung oder Undichtigkeit), wodurch das Blut nicht mehr wie normal in eine Richtung fließt. Deutliche Warnzeichen sind Atemnot, Unfähigkeit flach zu liegen aufgrund von Lungenstauung, sowie Schwellungen an beiden Beinen. Bei schwerer Klappenstenose können häufige Ohnmachtsanfälle auftreten und es kann lebensbedrohlich werden.

    4. Herzinsuffizienz (Heart Failure)

    Dies ist ein Zustand, bei dem das Herz aufgrund einer Funktionsstörung nicht genug Blut in den Körper pumpen kann. Betroffene ermüden ungewöhnlich schnell, haben Atembeschwerden im Liegen und Schwellungen, insbesondere an beiden Beinen und am Rumpf. Die Symptome können akut oder chronisch auftreten.

    5. Kardiomyopathie (Cardiomyopathy)

    Dabei liegt eine Störung des Herzmuskels selbst vor. Es gibt mehrere Ursachen, die zu einer abnormalen Verdickung oder Erweiterung führen und die Relaxation und Kontraktion beeinträchtigen. In frühen Stadien können die Symptome unauffällig sein, doch bei Fortschreiten kann es zu Zeichen einer Herzinsuffizienz kommen.

    6. Perikarderkrankungen/Herzbeutelentzündung (Pericardial Disease)

    Sie entsteht durch eine Entzündung des Gewebes, das das Herz außen umhüllt. Typisch sind stechende Brustschmerzen wie bei einem Nadelstich, die sich beim tiefen Einatmen oder Liegen auf dem Rücken verstärken und sich häufig beim Vorbeugen bessern. Oft tritt gleichzeitig Flüssigkeit im Herzbeutelraum auf. Bei großer Flüssigkeitsmenge oder raschem Auftreten kann es zu einer Herztamponade kommen.

    7. Endokarditis (Endocarditis)

    Meist entsteht sie durch eine bakterielle oder virale Infektion der Herzklappen oder der Herzinnenhaut. Ein Teil der Fälle ist nicht infektiös, z. B. im Rahmen von Autoimmunerkrankungen. Typisch sind anhaltendes Fieber zusammen mit Zeichen einer Klappenerkrankung oder ein auffälliges Herzklappengeräusch bei der Untersuchung.

    Woran erkennt man eine akute Verschlechterung? Kritische Symptome, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern

    Bei einer kritischen Verschlechterung einer Herzerkrankung treten die Symptome meist plötzlich auf und sind lebensbedrohlich, insbesondere bei schwerer Myokardischämie. Betroffene haben starke Brustenge/-schmerzen länger als 20 Minuten, zusammen mit kaltem Schweiß, Übelkeit/Erbrechen und plötzlicher Schwäche. Bei diesen Symptomen muss so schnell wie möglich innerhalb von 120 Minuten ein Krankenhaus aufgesucht werden, um das Gefäß zu eröffnen.

    Diagnostik von Herzerkrankungen mit moderner Technologie

    Bei entsprechenden Symptomen, die auf eine Herzerkrankung hinweisen, wählt die Ärztin/der Arzt moderne Technologien, um die Diagnose zu bestätigen und den Schweregrad korrekt zu bestimmen, darunter:

    1. Elektrokardiogramm (EKG/ECG): Eine schnelle Basisuntersuchung zur Beurteilung des Herzrhythmus und von Hinweisen auf eine Minderdurchblutung des Herzmuskels.
    2. Herzultraschall (Echokardiogramm): Zur detaillierten Beurteilung von Struktur, Größe und Funktion von Herzklappen und Herzmuskel.
    3. Belastungs-EKG (Exercise Stress Test): Zur Einschätzung einer koronaren Verengung unter erhöhter Sauerstoffanforderung des Herzens.
    4. Belastungs-Echokardiographie mittels körperlicher Belastung oder Medikament (Exercise stress echocardiogram/Dobutamine stress echocardiogram) Zur Beurteilung von Struktur und Funktion des Herzens sowie zur Suche nach myokardialer Ischämie.
    5. Herzdiagnostik mittels Hochgeschwindigkeits-Computertomographie (CT Scan/MRI Heart): Zur Erkennung von Verkalkungen in den Gefäßen und zur tiefgehenden Beurteilung von Veränderungen des Herzgewebes.

    Moderne Behandlungsansätze bei Herzerkrankungen

    Behandlung von Herzkrankheiten

    Die Behandlung richtet sich nach Art und Schweregrad der Erkrankung. Fachärztinnen/Fachärzte erstellen für jede Person den am besten geeigneten Therapieplan, z. B.:

    • Medikamentöse Behandlung: Medikamente zur Blutdruckkontrolle, Senkung der Blutfette, Rhythmusregulation oder zur Auflösung von Blutgerinnseln – je nach Bedarf.
    • Kathetergestützte Eingriffe: z. B. Ballondilatation und Stentimplantation oder kathetergestützte Herzklappenreparatur ohne große Operation.
    • Chirurgische Operationen: in komplexen Fällen, z. B. koronare Bypass-Operation (CABG) oder Herzklappenrekonstruktion.
    • Spezielle Geräte: z. B. Implantation eines Herzschrittmachers (Pacemaker) bei krankhaft langsamem Herzschlag.

    Gesundheitsvorsorge und Wege, das Herz wieder zu stärken

    Verhaltensänderungen sind proaktive Gesundheitsvorsorge, die das Risiko für Herzerkrankungen senkt und die Regeneration des Körpers am besten unterstützt. Empfohlene Maßnahmen sind:

    • Ernährung anpassen: Lebensmittel wählen, die „gute“ Fette erhöhen, sowie Salz und Transfette reduzieren.
    • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die Herzleistung; die passende Intensität sollte jedoch mit der Ärztin/dem Arzt abgestimmt werden.
    • Gewicht kontrollieren: Ein Gewicht im Normbereich reduziert die Belastung des Herzens deutlich und senkt das Risiko für chronische nichtübertragbare Erkrankungen, die zu Herzerkrankungen führen können.
    • Herzschädigende Faktoren vermeiden: Auf Rauchen verzichten und alkoholische Getränke einschränken, um langfristige Schäden an den Gefäßwänden zu verhindern.

    Vertrauen in die Versorgung der Kardiologie-Ambulanz, Bangkok Heart Hospital

    In der Kardiologie-Ambulanz des Bangkok Heart Hospital sind wir das erste private Herzspezialkrankenhaus des Landes, das für eine umfassende Versorgung von Herzpatientinnen und -patienten vollständig ausgestattet ist. Mit moderner Technologie und internationalen Standards steht unser erfahrenes Ärzteteam bereit, Herz-Check-ups durchzuführen und Symptome detailliert zu diagnostizieren – für Ihre Sicherheit. Sie können darauf vertrauen, dass jeder Herzschlag bei uns bestmöglich betreut wird.

    • Arzt/Ärztin finden: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/doctor 
    • Termin vereinbaren: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/appointment/step1 
    • Kontakt: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/contact 

    Fachärztinnen/Fachärzte für Herzerkrankungen

    Dr. Chattanong Yodwut

    Dr. Pantitra Pipatsawadwut

    Weitere Informationen

    Kardiologie-Ambulanz

    1. Stock, Bangkok Heart Hospital

    Täglich geöffnet

    07:00 – 16:00 Uhr

    0 2310 3370

    0 2755 1371

    [email protected]

    @hearthospital


    Häufig gestellte Fragen zu Herzerkrankungen

    Welche Art von Brustschmerz deutet auf ein Warnzeichen einer Herzerkrankung hin?

    Typisch ist ein Engegefühl in der Mitte der Brust, als würde etwas Schweres darauf liegen, oder ein Druck-/Zuschnürgefühl im Herzbereich. Der Schmerz kann in Kiefer, Schulter oder linken Arm ausstrahlen, besonders bei körperlicher Aktivität, und bessert sich beim Ausruhen.

    Worin unterscheiden sich Herzinsuffizienz und akuter Herzinfarkt?

    Ein akuter Herzinfarkt entsteht durch einen Gefäßverschluss, der zu einer plötzlichen Minderdurchblutung des Herzmuskels führt. Herzinsuffizienz hingegen ist ein Zustand, bei dem der Herzmuskel so geschwächt ist, dass er nicht genügend Blut in den Körper pumpen kann, was zu Schwellungen und schneller Erschöpfung führt.

    Wenn jemand in der Familie eine Herzerkrankung hat – ist das Risiko erhöht, selbst zu erkranken?

    Genetik ist ein wichtiger, nicht beeinflussbarer Risikofaktor. Wenn Verwandte ersten Grades bereits in jungen Jahren eine Herzerkrankung hatten, ist das Risiko höher als in der Allgemeinbevölkerung. Daher sollte man schon in jungen Jahren regelmäßige Herz-Check-ups durchführen lassen.

    Können Herzpatientinnen und -patienten normal Sport treiben?

    Sport ist möglich und wirkt sich positiv auf das Herz aus, sollte jedoch unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Empfohlen wird leichte Ausdauerbewegung wie zügiges Gehen oder Schwimmen; zu starkes Pressen oder zu hohe Intensität sollte vermieden werden.

    Warum kann Stress zu einer „Herzneurose“ führen, mit Symptomen ähnlich einer echten Herzerkrankung?

    Stress kann das autonome Nervensystem zu Fehlfunktionen anregen und Symptome wie Herzklopfen, Luftnot oder Brustschmerzen verursachen, die einer körperlichen Herzerkrankung ähneln. Auch wenn bei der Untersuchung der Herzstruktur keine Auffälligkeiten gefunden werden, kann chronischer Stress langfristig das Risiko erhöhen, später tatsächlich an einer Herzerkrankung zu erkranken.

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