Statistiken zu angeborenen Herzfehlern zeigen, dass etwa 1 von 1.000 Neugeborenen an einem Vorhofseptumdefekt leidet, und es tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern. Im Kindesalter können keine Symptome auftreten, aber in der Pubertät und im Erwachsenenalter können Symptome auftreten oder zufällig bei einer Herzgesundheitsuntersuchung festgestellt werden.
Ein Vorhofseptumdefekt ist ein angeborener Herzfehler, der sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten kann. Wenn das Loch klein ist, können keine Symptome auftreten, aber mit zunehmendem Alter zeigen sich abnormale Symptome. Wenn dies unbehandelt bleibt, kann es zu Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzversagen führen. Es ist wichtig, sich selbst zu beobachten oder einen Kardiologen zur gründlichen Untersuchung aufzusuchen, um rechtzeitig behandelt werden zu können. Heutzutage muss man sich wegen einer Operation keine Sorgen machen, da die Behandlung mit einem speziellen Katheter zur Verschluss des Lochs möglich ist.
Frühzeitige Erkennung eines Vorhofseptumdefekts
Ein angeborener Herzfehler, der als Vorhofseptumdefekt (Atrial Septal Defect oder ASD) bezeichnet wird, resultiert aus einer unvollständigen Entwicklung des Herzens des Kindes während der Schwangerschaft. Dabei entsteht ein Loch, das dazu führt, dass sauerstoffreiches Blut von dem linken Vorhof in den rechten Vorhof fließt und die Lunge mehr durchblutet wird, was zu einer abnormen Herzanpassung führt.
4 Anzeichen für einen Vorhofseptumdefekt
- Atemnot
- Leichtes Ermüden
- Herzklopfen
- Blaue oder lila Hände und Füße
Die meisten Patienten suchen einen Arzt auf, wenn sie erwachsen sind und häufig Herzenssymptome wie Müdigkeit oder Herzklopfen haben. In einigen Fällen besteht die Gefahr eines Schlaganfalls, da sich Blutgerinnsel vom rechten Vorhof durch das Loch in den linken Vorhof und in die Hirngefäße bewegen können. Bei großem Loch und hohem Lungenarteriendruck leiden einige Patienten unter extremer Müdigkeit und blauvioletten Lippen, Händen und Füßen, was lebensbedrohlich werden kann.
Diagnose eines Vorhofseptumdefekts

(Abbildung 1)
Die Diagnose eines angeborenen Vorhofseptumdefekts erfolgt durch Herzauskultation und Echokardiogramm-Untersuchung mit hochfrequenten Schallwellen (Abbildung 1). Diese Technik sendet Schallwellen in den Brustkorb und wandelt die reflektierten Signale auf einem Bildschirm in Bilder um. Sie zeigt die Form, Größe, Funktionsfähigkeit des Herzmuskels, das Herzseptum und die Herzklappen. Diese Methode ermöglicht es, den Kardiologen die Funktionsfähigkeit und Größe der Herzkammern, Herzklappen, den Zustand des Herzbeutels und die Vergrößerung des Herzens zu analysieren und festzustellen, welche Herzkrankheiten möglicherweise Ursachen für Symptome wie Atemnot oder Brustschmerzen sind. Dies ermöglicht es den Kardiologen, gezielte Behandlungspläne zu erstellen.

(Abbildung 2)
Behandlung eines Vorhofseptumdefekts
Die Behandlung eines Vorhofseptumdefekts vom Typ Secundum (Loch in der Mitte des Septums) kann bei Patienten mit einem sehr kleinen Loch von selbst schließen, was jedoch selten ist. Wenn das Loch klein ist und keine Symptome oder Beeinträchtigungen im täglichen Leben verursacht, ist möglicherweise keine Behandlung erforderlich. Bei mittleren Lochgrößen zwischen 1 cm und 3,6 cm oder mehr (Abbildung 2) sollte sich der Patient von einem Kardiologen gründlich untersuchen lassen.

(Abbildung 3)
Für Fälle, bei denen das Loch anatomisch geeignet ist, kann eine Kathetertechnik ohne Operation (Transkatheter-ASD-Verschluss) angewendet werden. Ein Metallgerät (Nickel-Titan-Legierung) (Abbildung 3) wird über einen Herzkatheter durch die Oberschenkelvene zum Verschluss des Defekts eingeführt. Beim Erreichen des Defekts wird das Gerät freigesetzt, um das Loch zu verschließen. Der Körper bildet innerhalb von 3 – 6 Monaten Gewebe um den Defekt herum. Die Auswahl des Geräts richtet sich hauptsächlich nach der Form und Größe des Lochs.
- Keine Vollnarkose notwendig
- Reduzierung von Risiken und Schmerzen im Vergleich zu einer Operation
- Kleine Wunde in der Leistengegend
- Kurze Erholungszeit von ca. 48 Stunden
- Schnelle Genesung der Patienten
- Dauer des Verfahrens ca. eine halbe bis eine Stunde
***Die Erfolgsrate beim Verschluss des Lochs mit dieser Kathetertechnik liegt bei etwa 98%, und es treten weniger als 2% Komplikationen auf.
Die Selbstpflege der Patienten nach der Schließung der Löcher mithilfe von Geräten umfasst das Vermeiden von schwerem Heben für etwa 1 Monat, Verzicht auf schwere Übungen in den ersten 3 Monaten, Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern nach Anweisung des Arztes für ca. 3 – 6 Monate und Verhütung für 1 Jahr bei Frauen im gebärfähigen Alter sowie die Einnahme von Antibiotika zur Vorbeugung von Infektionen (Endokarditisprophylaxe) in den ersten 6 Monaten.
Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Behandlung eines angeborenen Vorhofseptumdefekts mit der Kathetertechnik ohne Operation nicht in allen Fällen möglich ist und von der Größe, den anatomischen Eigenschaften und der Pathologie des Defekts im Herzseptum abhängt, wie z.B. Defekte über 36 mm oder mehrere Defekte. Bei Vorliegen anderer Herzkrankheiten wie Herzklappeninsuffizienz muss die Zusammenarbeit mit Thoraxchirurgen eine chirurgische Lösung in Betracht ziehen.
Die Behandlung der Transkatheter-ASD-Schließung bei Patienten mit geeigneten Defekten durch erfahrene und spezialisierte Kardiologen sowie die Verfügbarkeit moderner Labore und Instrumente kann fast 100% Erfolgsrate mit minimalen Komplikationen erreichen.






