Derzeit zählen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu den häufigsten Todesursachen – insbesondere die „stille Gefahr“ eines Herzinfarkts, der oft unerwartet zuschlägt. Wissen und Verständnis über Vorzeichen eines Herzinfarkts sowie verschiedene Risikoverhaltensweisen sind daher ein Schutzschild, das Ihnen und Ihren Angehörigen helfen kann, sich von kritischen Zuständen fernzuhalten, die zu Verlusten führen können. Heute fassen wir alles zusammen, was man über diesen Krankheitszustand wissen sollte.
Was ist ein Herzinfarkt und warum muss man vorsichtig sein
Ein Herzinfarkt oder akuter Myokardinfarkt (Heart Attack oder Myocardial Infarction) entsteht durch einen akuten Verschluss einer Arterie, die den Herzmuskel versorgt. Dadurch können Blut und Sauerstoff den Herzmuskel nicht ausreichend erreichen. Ohne rasche Behandlung beginnen Herzmuskelzellen zu Schaden zu nehmen und abzusterben.
Häufige Symptome sind: drückender Brustschmerz, als ob ein schwerer Gegenstand auf der Brust läge, Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals, den Kiefer oder den Rücken, starkes Schwitzen, Übelkeit, Atemnot und ungewöhnliche Erschöpfung.
Ein Herzinfarkt ist ein medizinischer Notfall. Betroffene sollten so schnell wie möglich ins Krankenhaus, da ein rasches Wiedereröffnen des verschlossenen Gefäßes die Schädigung des Herzmuskels verringert, Komplikationen reduziert und die Überlebenschancen erhöht.
Ursachen des Herzinfarkts – wodurch entsteht er
Wenn wir verstehen, woher die Ursache eines Herzinfarkts kommt, können wir gezielt vorbeugen. Ein Herzinfarkt oder ein akuter Myokardinfarkt (Heart Attack) tritt auf, wenn eine Koronararterie, die den Herzmuskel mit Blut versorgt, akut verstopft. Dadurch kommt es zu Sauerstoffmangel im Herzmuskel, der zu Schäden führt. Ohne rechtzeitige Behandlung kann dies zu Herzinsuffizienz, schweren Herzrhythmusstörungen oder zum Tod führen.
1. Direkte Ursachen, die einen akuten Herzinfarkt (Heart Attack) auslösen
Die meisten Herzinfarkte entstehen durch das Aufreißen einerPlaque (Plaque Rupture), die sich in der Innenwand der Koronararterien angesammelt hat. Reißt die Plaque ein, bildet der Körper ein Blutgerinnsel, das die Stelle verschließt. Dadurch verengen oder verschließen sich die Koronararterien akut, und das Blut kann den Herzmuskel nicht mehr ausreichend versorgen.
Darüber hinaus gibt es weitere mögliche Ursachen, z. B.:
- Starker Krampf der Koronararterien (Coronary Artery Spasm)
- Blutgerinnsel, das die Koronararterien verlegt (Coronary embolism)
- Komplikationen durch den Konsum bestimmter Drogen wie Kokain oder Amphetamine
- Einriss der Wand der Koronararterie (Spontaneous Coronary Artery Dissection; SCAD)
2. Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts (Heart Attack) erhöhen
Auch wenn ein Herzinfarkt plötzlich auftritt, dauert der Krankheitsprozess der Ablagerungen meist viele Jahre. Wichtige Risikofaktoren sind:
- Hoher Cholesterin- bzw. Blutfettspiegel, insbesondere erhöhtes LDL-C
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Rauchen oder anhaltende Passivrauchbelastung
- Übergewicht und Adipositas
- Bewegungsmangel
- Chronischer Stress und unzureichende Erholung
- Familienanamnese einer koronaren Herzkrankheit in jungen Jahren
- Zunehmendes Alter, insbesondere Männer über 45 Jahre und Frauen nach der Menopause
Eine angemessene Kontrolle dieser Risikofaktoren – wie Rauchstopp, Kontrolle von Blutdruck, Diabetes und Blutfetten sowie regelmäßige Bewegung – kann das Risiko eines Herzinfarkts deutlich senken.
Warnzeichen vor einem Herzinfarkt – was Ihr Körper Ihnen sagen will
Obwohl ein Herzinfarkt bzw. ein akuter Myokardinfarkt (Heart Attack) oft plötzlich auftritt, können manche Betroffene bereits Tage oder Wochen davor Warnsignale haben. Diese Symptome entstehen, weil sich die Koronararterien zunehmend verengen, sodass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet wird.
- Druck/Enge in der Brust bei Belastung Gefühl von Enge, Beklemmung oder als ob ein schwerer Gegenstand auf die Mitte der Brust drückt, besonders beim schnellen Gehen, Sport, Treppensteigen oder bei körperlicher Aktivität; Besserung in Ruhe.
- Ungewöhnlich schnelle Erschöpfung Aktivitäten, die früher problemlos möglich waren – z. B. kurze Strecken gehen, Treppensteigen oder Hausarbeit – führen plötzlich zu stärkerer Atemlosigkeit/Ermüdung, ohne andere erklärbare Ursache.
- Ausstrahlende Schmerzen in andere Bereiche Schmerz oder Enge in der Brust kann in den linken Arm, die Schulter, den Hals, den Kiefer, den Rücken oder die Magengegend ausstrahlen – typische Lokalisationen bei koronarer Herzkrankheit.
- Luftnot oder Kurzatmigkeit bei Belastung Manche haben keinen deutlichen Brustschmerz, aber zunehmende Atemnot, besonders ältere Menschen, Menschen mit Diabetes und Frauen.
- Herzklopfen, Schwindel oder Benommenheit Kann durch eine Minderdurchblutung des Herzens entstehen, die das elektrische System beeinflusst und vorübergehend Rhythmusstörungen auslöst.
- Ungewöhnlich starkes Schwitzen, Übelkeit oder plötzliche starke Schwäche Insbesondere in Kombination mit Brustenge oder Atemnot sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Dabei gilt: Manche Betroffene – insbesondere Menschen mit Diabetes, ältere Menschen und Frauen – haben keinen klassischen Brustschmerz, sondern zeigen nur leichte Ermüdbarkeit, Schwäche oder ein Völlegefühl im Bauch, was die Diagnose verzögern kann.
Vorsorgeuntersuchungen zur Vorbeugung eines Herzinfarkts
Bei Personen ab 35 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Herzkranzgefäße verändern und sich künftig auf die Gesundheit auswirken. Daher wird eine Herz-Check-up-Untersuchung empfohlen, um frühzeitig beeinflussbare Risikofaktoren zu erkennen. Wenn man das Risiko für Herzerkrankungen früh kennt, kann man das Verhalten gezielt anpassen und regelmäßige ärztliche Kontrollen durchführen – so bleibt das Herz langfristig gesund.
Koronarkalkmessung (CAC Score) – Prävention, bevor es zu spät ist
Eine der Methoden zur Risikoreduktion ist die Untersuchung auf Kalkablagerungen in den Koronararterien (Coronary Artery Calcium Score oder CAC), um Kalkablagerungen an den Gefäßwänden der Koronararterien zu erkennen – ohne Kontrastmittel und mit einer Untersuchungsdauer von nur 10–15 Minuten. Der ermittelte Score sollte 400 Punkte nicht überschreiten. Ist er höher,weist dies auf ein erhöhtes Risiko für eine Verengung der Koronararterien oder einen akuten Myokardinfarkt bzw. eine schwere koronare Stenose oder einen Verschluss hin – ein Hauptfaktor, derzu einem schweren Herzinfarkt führen kann. Diese Untersuchung hilft Ärztinnen und Ärzten,vorzeitige Todesfälle durch Herzerkrankungen wirksam zu beurteilen und zu verhindern.
Das Bangkok Heart Hospital verfügt über standardisierte Behandlungsrichtlinien auf internationalem Niveau, mit Kardiologinnen und Kardiologen sowie erfahrenem Fachpersonal, das rund um die Uhr bereitsteht. Moderne Instrumente und Geräte sind vorhanden, und Notfallinterventionen oder -operationen können sofort durchgeführt werden, um die Schwere der Erkrankung zu verringern und den Patientinnen und Patienten zu helfen, wieder ein glückliches Leben zu führen.
- Arztsuche: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/doctor
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Empfehlungen von Expertinnen und Experten für ein starkes Herz
Aus der Erfahrung in der engen Betreuung von Herzpatientinnen und -patienten zeigt sich, dass zu wenig Ruhe und das Ignorieren von Warnsignalen des Körpers wichtige Faktoren sind, die die Herzgesundheit beeinflussen.
„Ich möchte, dass alle ihre Gesundheit pflegen und zugleich risikoreiches Verhalten vermeiden – insbesondere den Verzehr von Lebensmitteln mit zu hohem Natrium- oder Fettgehalt, der das Herz zu harter Arbeit zwingen und eine kritische Situation auslösen kann. Für Personen mit einer Vorgeschichte von Herzerkrankungen ist das Wichtigste, Medikamente stets bei sich zu tragen und sie strikt nach ärztlicher Anweisung einzunehmen.“
Häufig gestellte Fragen zum Herzinfarkt
Worin unterscheidet sich ein Herzinfarkt vom plötzlichen Herzstillstand?
Ein Herzinfarkt (Heart Attack) entsteht durch einen Verschluss der Koronararterien, wodurch der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet wird. Ein Herzstillstand (Cardiac Arrest) ist dagegen ein Zustand, in dem das Herz aufgrund einer Störung des elektrischen Systems plötzlich aufhört, Blut zu pumpen. Dies ist ein Notfall, der sofortige CPR und den Einsatz eines AED erfordert. Beide Zustände sind lebensbedrohlich und benötigen eine schnelle Behandlung durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte.
Was ist das häufigste Warnzeichen 1 Monat vor einem Herzinfarkt?
Häufige Symptome sind: Brustenge/-schmerz bei Belastung, ungewöhnlich schnelle Erschöpfung, Luftnot oder Ausstrahlung der Schmerzen in Arm, Hals, Kiefer oder Rücken. Allerdings können manche Betroffene auch keine Vorwarnsymptome haben und akut erkranken.
Was sollte man als erste Maßnahme tun, wenn eine nahestehende Person einen akuten Herzinfarkt hat?
Bei Brustenge/-schmerz länger als 10–15 Minuten, starkem Schwitzen oder Atemnot sollte umgehend der Notfallrettungsdienst unter 1179 angerufen werden. Wenn die betroffene Person bewusstlos ist und nicht normal atmet, sofort mit CPR beginnen und umgehend einen AED einsetzen, um die Überlebenschancen zu erhöhen.
Wie notwendig ist die Koronarkalkmessung bzw. der CAC Score?
Sie ist sehr wichtig zur Risikoeinschätzung, bevor eine Erkrankung auftritt, da sie die Kalkablagerung in den Gefäßen ohne Kontrastmittel klar sichtbar macht – insbesondere bei Personen mit mittlerem Risiko. Werden höhere Werte als die Grenzwerte gefunden, kann die Ärztin oder der Arzt Präventionsmaßnahmen planen, um das Risiko eines akuten Myokardinfarkts in der Zukunft zu senken.
Können Herzinfarktpatientinnen und -patienten wieder ein normales Leben führen?
Ein normales Leben ist möglich, wenn eine korrekte und kontinuierliche Behandlung erfolgt. Betroffene müssen ihre Ernährungsgewohnheiten anpassen, gemäß ärztlicher Empfehlung trainieren und Medikamente strikt einnehmen. Die Verlaufskontrolle durch ein interdisziplinäres Team hilft, die Herzleistung zu rehabilitieren und wieder zu stärken.









