Prostatakrebs tritt häufig bei älteren Menschen auf und die Tendenz nimmt jedes Jahr weiter zu. Einer von 8 Männern hat die Chance, Prostatakrebs zu bekommen, und das Durchschnittsalter, in dem diese Krankheit erstmals diagnostiziert wird, liegt bei 66 Jahren. Männer sollten daher nicht nachlässig sein und die Symptome von Prostatakrebs genau beobachten, um frühzeitig erkennen, schnell behandeln und die Schwere der Krankheit verringern zu können.
Wie sind die Symptome von Prostatakrebs?
Die meisten Patienten mit frühem Prostatakrebs haben keine Symptome und die Krankheit kann durch Gesundheitsuntersuchungen diagnostiziert werden. Einige Patienten weisen jedoch Symptome von Prostatakrebs auf, wie zum Beispiel:
- Blut im Urin
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder unvollständiges Wasserlassen
- Häufiges Wasserlassen
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Impotenz
Wie sind die Symptome, wenn Prostatakrebs fortschreitet?
Prostatakrebspatienten mit Metastasen in andere Organe weisen folgende Symptome auf:
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Symptome in den Organen, in die der Krebs metastasiert, wie z.B. Knochenschmerzen, Knochenbruch oder Kompression bei Metastasen in den Knochen; Lymphknotenmetastasen in den Oberschenkeln können zu geschwollenen Füßen führen.
Wie wird Prostatakrebs diagnostiziert?
Die Diagnose von Prostatakrebs beinhaltet:
- Anamnese und körperliche Untersuchung einschließlich digitaler rektaler Untersuchung der Prostata
- Pathologische Untersuchung von Prostata-Gewebeproben
- PSA (Prostate – Specific Antigen) Test
- Radiologische Untersuchung

Was ist der PSA-Test zur Diagnose von Prostatakrebs?
Der PSA-Test stammt aus der Prostataproduktion eines Proteins namens Prostate – Specific Antigen (PSA), das normalerweise in geringer Menge im Blut vorkommt. Die meisten Patienten mit Prostatakrebs produzieren jedoch höhere Mengen an PSA. Wenn Blut entnommen wird, zeigt der PSA-Test normalerweise hohe Werte an. Ein hoher PSA-Wert bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass alle Personen Prostatakrebs haben, da der PSA-Wert auch durch andere Zustände erhöht sein kann und einige Prostatakrebspatienten normale PSA-Werte aufweisen können.
Welche radiologischen Untersuchungen gibt es zur Diagnose von Prostatakrebs?
Radiologische Untersuchungen zur Diagnose von Prostatakrebs umfassen z.B. Magnetresonanztomographie der Prostata (MRI Prostate), Knochenscan (Bone Scan), Computertomographie (Computer Tomography) und derzeit gibt es PET/CT-Scans, die sehr präzise und empfindlich sind, um Prostatakrebs zu erkennen.
Wie wird Prostatakrebs behandelt?
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Prostatakrebs, darunter:
- Engmaschige Überwachung (Active Surveillance)
- Chirurgische Eingriffe (Surgery) können in 3 Methoden unterteilt werden: offene Chirurgie, laparoskopische Chirurgie und robotergestützte Chirurgie.
- Strahlentherapie (Radiotherapy) beinhaltet die Verwendung hochenergetischer Strahlen, um Krebszellen direkt zu zerstören oder deren Wachstum zu hemmen. Zwei Methoden sind verfügbar: externe Strahlentherapie (External Beam Radiation Therapy), bei der die Strahlung auf die Prostata gezielt wird und weniger benachbarte Organe betrifft, und Brachytherapie (Brachytherapy), bei der radioaktive Seeds direkt in die Prostata eingepflanzt werden.
- Hormontherapie (Hormonal Therapy) umfasst Methoden wie Hormonblockade durch Medikamente oder Injektionen oder bilaterale Orchiektomie.
- Chemotherapie (Chemotherapy) wird häufig angewendet, wenn die Krankheit bereits auf andere Organe metastasiert ist und gegen eine Hormontherapie resistent ist.
Wie wird Prostatakrebs je nach Schweregrad behandelt?
Die Behandlung von Prostatakrebs nach Schweregrad der Krankheit umfasst:
- Patienten mit geringem Risiko können engmaschig überwacht werden oder eine Behandlung durch Chirurgie oder Strahlentherapie erhalten.
- Patienten mit mittlerem Risiko können nicht mehr überwacht werden. Eine geeignete Behandlung ist entweder Chirurgie oder Strahlentherapie, evtl. kombiniert mit einer Hormontherapie.
- Patienten mit hohem Risiko sollten Strahlentherapie oder Chirurgie erhalten und alle Patienten in dieser Gruppe sollten Hormontherapie erhalten. Bei sehr hohem Risiko werden möglicherweise zwei Hormone kombiniert.
- Patienten mit Metastasen in anderen Organen werden primär mit Medikamenten behandelt.
Die Behandlung von Prostatakrebs hängt von der Schwere der Krankheit, den Vorteilen und Nebenwirkungen der Behandlung sowie dem körperlichen und geistigen Gesundheitszustand des Patienten und dessen Lebensqualität nach der Behandlung ab. Daher sollte die Behandlung von Prostatakrebs unter der Aufsicht eines spezialisierten Facharztes durchgeführt werden, um den Patienten eine möglichst gute Lebensqualität zurückzugeben.





