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    Was ist Schnarchen (Snoring)? Was sind die Ursachen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    6 Minuten zum Lesen
    Informationen von
    Bangkok International Hospital (Brain x Bone)
    Aktualisiert am: 16 Jul 2026
    Was ist Schnarchen (Snoring)? Was sind die Ursachen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
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    Bangkok International Hospital (Brain x Bone)
    Aktualisiert am: 16 Juli 2026

    Schnarchen tritt während des Schlafs auf: Die Halsmuskulatur entspannt und erschlafft, wodurch die Atemwege enger werden. Luft, die durch die verengten Atemwege strömt, verursacht Vibrationen des Rachengewebes, z. B. der Mandeln, des weichen Gaumens und des Zäpfchens. Diese Schwingungen erzeugen das Schnarchgeräusch. Neben der Erschlaffung der Halsmuskulatur gibt es weitere Ursachen, die zu einer Verengung oder Blockierung der Atemwege führen können, z. B. vergrößerte Mandeln; stark übergewichtige Patientinnen und Patienten können vermehrtes Gewebe an der Rachenwand haben; eine vergrößerte Zunge; Tumoren oder Zysten der oberen Atemwege. Schnarchen ist daher ein Zeichen dafür, dass bei der betroffenen Person möglicherweise eine Störung des Atmungssystems vorliegt.

     

    Warum schnarcht man, wodurch entsteht Schnarchen?

    Schnarchen tritt während des Schlafs auf. Die Halsmuskulatur entspannt und erschlafft, wodurch die Atemwege enger werden. Luft, die durch die verengten Atemwege strömt, verursacht Vibrationen des Rachengewebes, z. B. der Mandeln, des weichen Gaumens und des Zäpfchens. Diese Schwingungen führen zum Schnarchgeräusch. Je stärker die Atemwege verengt sind, desto lauter ist in der Regel das Schnarchen.

    Ursachen des Schnarchens und Risikofaktoren, auf die man achten sollte

    Neben der Erschlaffung der Halsmuskulatur entsteht Schnarchen auch durch eine Verengung oder Verlegung der Atemwege aufgrund weiterer Faktoren, darunter:

    • Übergewicht oder Adipositas: Stark übergewichtige Patientinnen und Patienten können dickeres Gewebe an der Rachenwand haben, wodurch der Atemweg enger wird.
    • Anatomische Auffälligkeiten der Atemwege: z. B. vergrößerte Mandeln oder eine vergrößerte Zunge, Schwellung der Nasenhöhle oder Nasenscheidewandverkrümmung
    • Weitere Auffälligkeiten: z. B. Tumoren oder Zysten in der Nasenhöhle oder in den oberen Atemwegen
    • Lebensstil: z. B. Alkoholkonsum, Rauchen, Einnahme von Schlafmitteln oder Muskelrelaxanzien

    Was ist die obstruktive Schlafapnoe (obstructive sleep apnea: OSA)?

    Während des Schlafs kann neben dem Schnarchen auch ein Atemstillstand auftreten. Wenn erschlafftes Rachengewebe oder die Zunge in die oberen Atemwege absinkt und diese verschließt, versucht der Körper stärker einzuatmen, damit Luft durch den verengten Atemweg gelangt. Dadurch wird der Atemweg noch weiter verengt, bis er schließlich vollständig verschlossen ist.

    Wenn Luft den vollständig verschlossenen Atemweg nicht passieren kann oder aufgrund der Verengung nicht ausreichend ein- und ausströmt, kann der Körper keinen Sauerstoff aufnehmen. Bei Sauerstoffmangel im Gehirn wachen Betroffene mit kräftigem Atmen oder starkem Husten auf, um die Zungenposition neu auszurichten. Im Schlafzyklus können Schnarchen und Atemaussetzer mehrfach auftreten, was dazu führt, dass Betroffene nicht ausreichend schlafen und das Gehirn nicht optimal mit Sauerstoff versorgt wird.

    Warnsignale und Auswirkungen von Schnarchen

    Schnarchgeräusche sind nicht nur für die mit schlafende Person störend, sondern können auch zahlreiche körperliche Beeinträchtigungen bei den Betroffenen verursachen. Wenn Atemaussetzer hinzukommen, kann dies folgende Auswirkungen haben:

    • Tagesmüdigkeit, ungewöhnliche Schläfrigkeit trotz langer Schlafdauer
    • Gefühl von nicht erholsamem, nicht durchgehendem Schlaf oder häufiges nächtliches Aufwachen ohne ersichtlichen Grund
    • Verminderte Denk-, Merk- und Arbeitsleistung
    • Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck sowie Herz- und Gefäßerkrankungen
    • Mögliche Probleme mit erektiler Dysfunktion

    Was hilft gegen Schnarchen? Grundlegende Möglichkeiten zur Selbsthilfe

    Wenn Schnarchen ohne begleitende Schlafapnoe auftritt, können Verhaltens- und Lebensstiländerungen als erste Maßnahmen die Beschwerden möglicherweise verbessern, z. B.:

    • Gewichtsreduktion: auf einen Normbereich, um Fettgewebe im Rachenraum, am weichen Gaumen und am Zungengrund zu reduzieren
    • Regelmäßige Bewegung: zur Verbesserung der Muskelspannung
    • Verzicht auf Alkohol: insbesondere vor dem Schlafengehen
    • 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts essen: um das Risiko von Reflux zu senken und die Schlafqualität zu verbessern
    • Schlafposition anpassen: möglichst in Seitenlage schlafen und den Kopf leicht höher lagern

    Behandlung der Schlafapnoe 

    Wenn eine Schlafapnoe vorliegt, insbesondere bei mittelgradiger bis schwerer Ausprägung, reichen Verhaltensanpassungen möglicherweise nicht aus. Dann sind zusätzliche Behandlungsverfahren erforderlich, um das Schnarchen gezielt zu behandeln. Welche Therapie gewählt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand der Schwere der Erkrankung, der Eignung und der Mitarbeit der Patientin bzw. des Patienten. Betroffene sollten eine Schlafuntersuchung (Polysomnographie) durchführen lassen, um den Schweregrad zu beurteilen und das Vorgehen festzulegen, wie folgt:

    • CPAP-Beatmung (CPAP Titration): Dabei wird Luft in die Atemwege geblasen, um den Rachenraum im Schlaf offen zu halten. Dies gilt als Standardtherapie und ist derzeit sehr wirksam.
    • Operation oder interventionelle Verfahren: z. B. Operationen am Rachengewebe, am Kiefer, an der Zunge oder am Zäpfchen; Laserbehandlungen der Nasenhöhle oder des weichen Gaumens, um die Atemwege zu erweitern
    • Intraorale Schiene (Oral Appliance): Eine weitere Behandlungsoption, die die Struktur im Mundraum während des Schlafs anpasst

    Was ist eine intraorale Schiene?

    Die intraorale Schiene zur Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe besteht aus Acryl zur Anwendung im Mund. Sie ähnelt einem Retainer für Patientinnen und Patienten mit kieferorthopädischer Behandlung oder einer Aufbissschiene bei Zähneknirschen. Die Schiene hilft, zu verhindern, dass Rachengewebe im Schlaf nach unten fällt, und beugt so einer Verlegung der Atemwege vor. Es gibt drei Wirkprinzipien:

    1. Vorschieben des Unterkiefers
    2. Vorlagerung der Zunge
    3. Anheben des weichen Gaumens und des Zäpfchens

    Vorteile der intraoralen Schiene

    • Die intraorale Schiene ist kleiner als ein CPAP-Gerät.
    • Reduziert das Operationsrisiko.
    • Geringere Kosten.

    Allerdings ist die intraorale Schiene nur wirksam, wenn die Schlafapnoe leicht bis mittelgradig ausgeprägt ist.

    Zentrum für Gehirn und Nervensystem, Bangkok Hospital International – bereit, alle Schlafprobleme zu betreuen

    Bei Schnarchen oder dem Verdacht auf Schlafapnoe sollte rasch eine Diagnose gestellt, der Schweregrad bewertet und ein geeigneter Behandlungsplan erwogen werden, um das Risiko verschiedener Erkrankungen zu senken. Das Zentrum für Gehirn und Nervensystem des Bangkok Hospital International ist bereit, Diagnostik mit standardisierter Technologie anzubieten, mit einem spezialisierten Ärzteteam der Schlafmedizin, das berät und passende Behandlungswege individuell plant, damit Patientinnen und Patienten eine bessere Lebensqualität erreichen.

    Zusammenfassung des Artikels

    Schnarchen ist ein häufiges Schlafproblem. Schnarchgeräusche sind nicht nur für die mit schlafende Person störend, sondern können auch zahlreiche körperliche Beeinträchtigungen verursachen, z. B. Tagesmüdigkeit, verminderte Denk-, Merk- und Arbeitsleistung sowie ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen und auch sexuelle Funktionsstörungen. Bei Schnarchen oder dem Verdacht auf Schlafapnoe sollte rasch eine Diagnose erfolgen, der Schweregrad bewertet und ein geeigneter Behandlungsplan erwogen werden. Dies hilft, das Risiko verschiedener Erkrankungen zu senken und die Lebensqualität zu verbessern.


    Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schnarchen

    1. Können schlanke Menschen schnarchen?

    Ja, auch schlanke Menschen können schnarchen. Obwohl Übergewicht ein wichtiger Risikofaktor ist, können schlanke Personen eine angeboren enge Anatomie der Atemwege haben, z. B. vergrößerte Mandeln, eine vergrößerte Zunge oder einen erschlafften weichen Gaumen, was Schnarchgeräusche verursachen kann.

    2. Hilft eine Anpassung der Schlafposition wirklich, das Schnarchen zu reduzieren?

    Sie kann helfen, wenn das Schnarchen nur leicht ausgeprägt ist. Rückenlage lässt Gewebe im Rachen durch die Schwerkraft nach hinten absinken und die Atemwege verlegen. Der Wechsel in die Seitenlage kann daher die Atemwege weiter öffnen.

    3. Ist eine Schlafuntersuchung (Sleep Test) notwendig?

    Sie ist äußerst wichtig für Personen mit lautem Schnarchen und begleitender Schlafapnoe, da der Sleep Test (Polysomnographie) die Schlafqualität und den Schweregrad der Erkrankung beurteilt, damit die Ärztin oder der Arzt die Behandlung korrekt und angemessen planen kann.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

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    1st and 2nd Floor, Bangkok International Hospital

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