Führt der Ersatz des Hüftgelenks zu einem Risiko, nicht mehr gehen zu können?
Nicht wahr, denn vor der Operation kann der Patient nicht gehen. Der Ersatz des Hüftgelenks ermöglicht dem Patienten, besser zu gehen als zuvor und verbessert die Lebensqualität. Besonders bei den neuen Operationstechniken, bei denen keine Muskeln geschnitten werden, ist das Risiko, nicht mehr gehen zu können, sehr gering, da alle Muskeln an ihrem ursprünglichen Platz bleiben, was die Genesung verbessert und die Schmerzen verringert. Im Vergleich zu früheren Zeiten, als Muskelgewebe umfangreich geschnitten wurde, war das Risiko hoch, dass die Genesung länger dauerte. Heute wird kein Muskel geschnitten, die Narben sind kleiner. Zahlreiche Studien weltweit zeigen, dass die neue OP-Technik ohne Muskelschnitt dazu führt, dass Patienten besser und schneller gehen können als früher. Deshalb ist dieser Glaube wahrscheinlich nicht korrekt.
Ist eine Hüftgelenksoperation schmerzhaft?
Bei der Hüftgelenksersatzoperation mit der neuen Technik ohne Muskelschnitt (DAA) sind die Operationsschmerzen sehr gering, da keine Muskeln geschnitten werden. Die dabei am Körper entstehenden Verletzungen sind minimal und reduzieren somit auch die Schmerzen. Wir haben zudem Geräte, um Nerven zu blockieren, wie den Fascia Iliaca Block (FICB), der ein Lokalanästhetikum an die Operationsstelle bringt, sodass die Nerven unempfindlich werden und die Schmerzen nach der OP reduziert werden. Deshalb ist der Glaube, dass ein Hüftgelenksersatz schmerzhaft ist, vermutlich eine Vorstellung aus der Vergangenheit. Aktuell haben wir bessere OP-Techniken und Nervenblockaden, wodurch die Schmerzen wesentlich geringer sind.
Sind die Beine nach einer Hüftgelenksoperation unterschiedlich lang?
Der Glaube, dass die Beine nach einer Hüftgelenksoperation unterschiedlich lang sind, ist ein altes Missverständnis. Bei der traditionellen Hüftgelenksersatzoperation wurden Muskeln geschnitten, und der Schnitt befand sich seitlich, was eine Beurteilung der Beinlänge erschwerte, da der Patient auf der Seite lag. Im Vergleich zur neuen Operationstechnik ohne Muskelschnitt (DAA) gibt es keine Muskeltrennungen, die Narbe wird entlang der Bikinilinie verdeckt, und der Patient liegt auf dem Rücken, was es dem Chirurgen erlaubt, die Beinlängen präzise zu beurteilen. Die Fersen werden zusammengeführt, was gewährleistet, dass die Beine nach der Operation gleich lang sind. Zudem kommt in OPs Technologien wie Röntgen und Computer Navigation zum Einsatz, die die genaue Platzierung des Hüftgelenks ermöglichen und die passende Größe und das Material des Prothesenteils bestimmen, was sicherstellt, dass die Beine nach der Operation gleich lang sind.
Kann ein Hüftgelenkersatz herausfallen?
In früheren Zeiten bestand die Möglichkeit, dass ein Hüftgelenkersatz herausfällt, was den Patienten am Gehen hinderte. Faktoren, die den Ersatz zum Herausfallen brachten, waren eine falsche Positionierung und geschnittene umgebende Muskeln, die dem Ersatz Stabilität geben sollten. Daher war das Risiko höher, dass bei der alten Operationstechnik, die von hinten oder seitlich erfolgte, das Hüftgelenk herausfiel. Bei der neuen Hüftgelenkersatztechnik ohne Muskelschnitt (DAA) bleiben alle Muskeln um das Hüftgelenk intakt, wodurch die Stabilität hoch ist und das Risiko, dass der Ersatz bei einer vorderen Herangehensweise herausfällt, sehr gering ist. Somit kann man sicher sein, dass Patienten, die einen Hüftgelenkersatz mit der neuen Technik ohne Muskelschnitt (DAA) erhalten, schnell genesen, keine Einschränkungen für die Operation haben und ein normales Leben führen können.
Können beide Hüftgelenke gleichzeitig ersetzt werden?
Der gleichzeitige Ersatz beider Hüftgelenke ist eine neuartige Praxis in Thailand und wird bei bestimmten Patienten in Betracht gezogen, wie denen, die unter einer beidseitigen Nekrose des Hüftkopfes oder einer Arthrose beider Hüftgelenke leiden. Diese Patienten profitieren enorm vom gleichzeitigen Ersatz beider Hüftgelenke, da die Genesung schneller und besser verläuft als bei der separat durchgeführten Operation der Hüftgelenke. Dadurch besteht nicht das Risiko, dass ein Bein länger ist, während das andere, noch nicht operierte, ebenso kurz bleibt. Wenn beide Gelenke gleichzeitig operiert werden können, entfallen die Probleme der ungleichen Beinlängen, und die Genesung ist schneller und besser als bei einer Operation nach der anderen, was zudem Zeit spart. Der Ersatz beider Hüftgelenke gleichzeitig ist möglich bei Patienten mit beidseitiger Arthrose und nekrotischen Hüftköpfen, durch eine neue Operationstechnologie ohne Muskelschnitt, die eine kleinere Wunde, weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung ermöglicht.



