Schlafstörungen umfassen:
1. Insomnie: Schlaflosigkeit
Dies ist ein häufiges Problem bei Patienten fast jeden Alters, ob in akuter oder chronischer Form. Es kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, darunter:
- 1.1 Psychophysiologische Insomnie: Patienten haben oft rasende Gedanken vor dem Schlafengehen und sind besorgt, dass sie nicht schlafen können, was das Einschlafen erschwert. Diese Patienten könnten von einer kognitiven Verhaltenstherapie für Insomnie profitieren.
- 1.2 Paradoxe Insomnie: Diese Patienten glauben fälschlicherweise, dass sie nicht schlafen können, und sind besorgt über die gesundheitlichen Auswirkungen. Einige nehmen jeden Abend Schlafmittel wie Benzodiazepine, bis sie davon abhängig werden. Polysomnographie zeigt, dass sie normal einschlafen, aber ihre Schlafqualität ist aufgrund einer mikroskopischen Schlafstruktur abnorm.
- 1.3 Syndrom des ungenügenden Schlafs: Diese Störung ist besonders häufig bei Jugendlichen, vor allem in der heutigen digitalen Ära. Auch ohne Schlafprobleme gehen sie oft spät ins Bett, was zu schlechter Erholung und letztlich zu schlechten schulischen Leistungen führt.
- 1.4 Insomnie aufgrund von medizinischen Problemen: Schlaflosigkeit, die durch gesundheitliche Probleme verursacht wird.
- 1.5 Insomnie aufgrund von Medikamenten: Schlaflosigkeit, die durch Medikamente verursacht wird, die das zentrale Nervensystem stimulieren.
- 1.6 Idiopathische Insomnie: Schlaflosigkeit ohne bekannte Ursache.
- 1.7 Andere:
2. Zentrale Hypersomnolenz: Übermäßiges Schlafen/Schläfrigkeit
Diese Patienten schlafen wegen neurologischer Probleme zu viel, und die Ursachen sollten weiter untersucht werden. Bevor man diese Diagnose stellt, sollte man sicherstellen, dass der Patient ausreichend Ruhe bekommen hat und nicht unter dem Syndrom des ungenügenden Schlafs leidet.
Die Mehrheit dieser Patienten leidet unter exzessiver Tagesschläfrigkeit, verursacht durch verschiedene Bedingungen wie Narkolepsie.
Neben der Tagesschläfrigkeit können Narkolepsie-Patienten Symptome wie Kopfnicken, ein Nachgeben der Knie oder plötzlicher Muskeltonusverlust (Kataplexie) haben, oft durch Emotionen ausgelöst.
Weitere Symptome bei Narkolepsie sind Schlaflähmung, bei der sie sich während des Aufwachens nicht bewegen können, sowie hypnagoge Halluzinationen, bei denen sie kurz vor dem Einschlafen oder Aufwachen Halluzinationen erleben.
3. Störung des zirkadianen Rhythmus: Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen
- 3.1 Frühphasenschlafstörung: Diese tritt bei älteren Menschen auf, die früh einschlafen und sehr früh aufwachen. Einige wachen auch während der Nacht auf.
- 3.2 Spätphasenschlafstörung: Häufig bei Jugendlichen, die spät schlafen gehen und spät aufstehen. Wenn sie früh aufstehen müssen, sind sie tagsüber oft schläfrig.
- 3.3 Unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Kann bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz auftreten.
- 3.4 Non-24-Stunden-Schlaf-Wach-Störung (freilaufend): Häufig bei Blinden, insbesondere bei vollständiger Blindheit.
- 3.5 Jetlag-Störung:
4. Parasomnie: Abnormales Verhalten während des Schlafs
- 4.1 Nicht-REM-Parasomnie: Dazu gehören Nachtangst, Schlafwandeln, Sprechen im Schlaf und Trinken im Schlaf.
- 4.2 REM-Parasomnie: REM-Schlaf-Verhaltensstörung tritt häufig bei Patienten mit Synucleinopathien auf, wie z. B. multiple Systematrophie, Demenz mit Lewy-Körperchen und idiopathische Parkinson-Erkrankung.

Weitere Erkrankungen umfassen:
5. Schlafbezogene Atmungsstörungen: Wie obstruktive Schlafapnoe und Fettleibigkeits-Hypoventilationssyndrom.
6. Bewegungsstörungen im Schlaf: Wie Zähneknirschen (Bruxismus) und das periodische Gliedmaßenbewegungsstörung.



