Arthrose des Kniegelenks bedeutet eine Erkrankung, die durch den Verschleiß des Knorpelüberzugs des Gelenks entsteht, sowohl in Bezug auf Form, Struktur als auch Funktion des Gelenks und des umgebenden Knochens. Die eintretenden Veränderungen können nicht in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren und können zunehmend schwerer werden.

Ursachen des Knieverschleißes
- Primärer oder unbekannter Verschleiß ist ein Zustand, der durch den altersbedingten Verschleiß des Knorpels entsteht.
Wichtige Faktoren, die den Knieverschleiß beeinflussen, umfassen:
- Alter: Es wird festgestellt, dass ab 40 Jahren der Verschleiß beginnt und im Alter von 60 Jahren bis zu 40 % eine Kniearthrose haben.
- Geschlecht: Frauen sind 2-3 Mal häufiger betroffen als Männer, was mit der Funktion des endokrinen Systems des Körpers zusammenhängen kann.
- Übergewicht: Das Körpergewicht steht in engem Zusammenhang mit Knieverschleiß. Es wird festgestellt, dass ein Anstieg des Körpergewichts um 0,5 Kilogramm die Belastung des Kniegelenks um 1-1,5 Kilogramm erhöht. Gleichzeitig wirkt sich überschüssiges Fettgewebe auf die Knorpel- und Knochenzellen aus und beschleunigt den Verschleiß.
- Nutzung, Haltung, Aktivitäten, die hohen Druck auf das Knie ausüben, wie z.B. Knien, Schneidersitz, Häufiges Treppensteigen usw.
- Fehlfunktionen der Gelenkkomponenten, wie ein lockeres Kniegelenk oder schwache Oberschenkelmuskulatur.
- Erblichkeit: Es gibt weniger Hinweise auf die genetische Übertragung der Kniearthrose als bei der Arthrose der Fingergelenke.
- Sekundärer Verschleiß ist ein Verschleiß mit bekannter Ursache wie frühere Unfälle mit Verletzungen des Gelenkes, Sehnenverletzungen, chronische Verletzungen im Kniebereich durch Arbeit oder Sport, rheumatoide Arthritis, Gicht, infektiöse Arthritis, endokrine Erkrankungen wie Fettleibigkeit usw.
Symptome der Kniearthrose

- Frühsymptome: Beginnende Knieschmerzen bei Bewegung wie Gehen, Treppen steigen oder Knien. Die Symptome bessern sich, wenn das Gelenk geschont wird, begleitet von Steifheit, besonders nach längerem Bewegungsstillstand. Beim Bewegen des Gelenks spürt man Reibung oder hört ein Knacken.
- Symptome bei schwerer Arthrose: Die Schmerzen werden intensiver, treten manchmal nachts auf. Manchmal fühlt man Knochenauswüchse an der Seite des Gelenks. Beim maximalen Anspannen der Oberschenkelmuskulatur treten Schmerzen oder Unbehagen in der Patella auf. Bei Entzündungen schwillt das Gelenk an, wird heiß und es kann Flüssigkeit im Gelenk festgestellt werden. Bei langfristiger Arthrose kann es sein, dass das volle Strecken oder Beugen des Knies nicht mehr möglich ist, die Oberschenkelmuskulatur verkümmert, das Kniegelenk schlaff, krumm oder deformiert ist, was das Gehen und den täglichen Leben erschwert und Schmerzen bei Bewegung verursacht.
Kriterien zur Diagnose von Kniearthrose
- Knieschmerzen
- Röntgenaufnahmen zeigen Knochenauswüchse
- Unterstützende Kriterien, mindestens 1 der folgenden:
– Alter über 50 Jahre
– Morgendliche Steifheit weniger als 30 Minuten
– Knacken beim Bewegen des Knies durch Reibung der Gewebeschichten im Inneren des Gelenks
Methoden zur Schonung eines künstlichen Kniegelenks
Auch nach der Behandlung durch einen Gelenkersatz ist es wichtig, auf sich selbst zu achten, um das künstliche Gelenk lange zu schonen, indem man sich ähnlich verhält wie Personen mit Kniearthrose, nämlich:
- Vermeidung von Haltungen, die Druck auf das Gelenk ausüben, wie:
- Sitzen im Schneidersitz, Knien, Hocken, auf einem niedrigen Stuhl sitzen, auf einem Bein sitzen, das Drehen des Knies in irgendeiner Lage
- Unnötiges Treppensteigen
- Heben oder Tragen schwerer Lasten
- Verwendung eines Kissens unter den Knien über längere Zeit beim Schlafen, was die Blutzirkulation unterhalb des Knies beeinträchtigen und die Spannung in den Bändern erhöhen kann sowie die Rauigkeit des Knorpels am Ende des Knochens beeinflussen kann
- Gestaltung der häuslichen Umgebung umfasst:
- Wohnbereiche sollten offen, hell und frei von Hindernissen auf Gehwegen eingerichtet sein, um Stolpern zu vermeiden.
- Wenn Treppensteigen notwendig ist, sollten beidseitige Handläufe vorhanden sein.
- Eine Toilette sollte als Sitztoilette gestaltet sein.
- Im Badezimmer rutschfeste Materialien verwenden und Haltegriffe installieren.
- Ein Stuhl zum Sitzen beim Duschen erhöht die Sicherheit und den Komfort beim Duschen.
- Vermeide das Baden in der Badewanne, da dies zu leichtem Ausrutschen führen kann.



