- Das Essen Häufige Probleme sind das Vergessen, dass man bereits gegessen hat, oder dass man die Handhabung von Besteck nicht mehr kennt sowie Probleme beim Schlucken, Kauen oder dass man gefüttert werden muss.
Strategien zur Problembewältigung
- Regelmäßige Untersuchung der Zahn- und Mundgesundheit, Kau- und Schluckfähigkeiten
- Beibehalten der gewohnten Essensumgebung, was Zeit, Geschirr und Sitzordnung betrifft
- Rechtzeitige Erinnerung vor der Essenszeit
- Bereitstellung bekannter, leicht zu kauender Lebensmittel und Aufpassen auf das Verschlucken. Manchmal muss das Essen püriert oder flüssig gemacht werden, wobei der Wert und die Menge in jeder Mahlzeit betont werden.
- Erklärung, wie langsam gekaut und geschluckt werden soll
- Nicht zu streng auf Tischmanieren und Formalitäten beharren. Die Atmosphäre sollte entspannt sein.
- Vermeiden von zu heißem Essen, da der Patient möglicherweise die Temperatur nicht wahrnimmt.
- Es sollten nicht zu viele verschiedene Lebensmittel gleichzeitig auf dem Tisch stehen, da dies zur Verwirrung führen kann.
Anmerkung Es sollte vermieden werden, das Essen in Sichtweite von Demenzkranken zu lassen, da sie unkontrolliert essen könnten, und für diejenigen, die nicht kauen können, könnte es zu einer Erstickungsgefahr kommen.
- Das Vergessen, Medikamente zu nehmen Die meisten älteren Menschen mit Demenz müssen regelmäßig Medikamente einnehmen. Demenzkranke können Medikamente entweder zu oft oder nicht oft genug einnehmen, weil sie sich nicht erinnern können, ob sie dies bereits getan haben.
Strategien zur Problembewältigung
- Um Überdosierungen zu verhindern, sollten Betreuer die Medikamente vorbereiten, auch wenn dies insbesondere in der Anfangsphase der Demenzerkrankung auf Unzufriedenheit stossen dürfte. Bei schwerer Demenz ist diese Maßnahme notwendig.
- Aufstellung einer Tages- oder Wochenration durch Einsatz von Medikamentenspendern, die in Apotheken erhältlich sind
- Befüllung des Medikamentenspenders für einen Tag oder eine Woche, sodass der ältere Mensch die Medikamente wie vom Arzt vorgeschrieben einnehmen kann. Betreuer und ältere Menschen sollten gemeinsam den restlichen Medikamentenvorrat überprüfen und die verstrichenen Tage im Kalender markieren.
- Der Schlaf Häufig auftretende Probleme drehen sich um das nächtliche Wachbleiben, Umherwandern und das viele Schlafen während des Tages.
Strategien zur Problembewältigung
- Versuch, Schlafenszeiten zu einem festen Zeitpunkt festzulegen
- Erinnerung der älteren Person kurz vor der Schlafenszeit
- Vermeidung von Tagesschlaf. Ein kurzes Nickerchen nach dem Mittagessen, jedoch nicht später als 15 Uhr und nicht länger als 30 Minuten, kann erlaubt sein.
- Ermutigung zu regelmäßiger körperlicher Aktivität wie Spaziergänge morgens und abends
- Ausreichende Beleuchtung im Schlafzimmer
- Vermeidung von Koffein (Tee, Kaffee), kohlensäurehaltigen Getränken und Energy Drinks
- Wenn mehrere schlaflose Nächte auftreten, sollte ein Arzt konsultiert werden. Keine Schlafmittel ohne ärztlichen Rat einnehmen.
Anmerkung Wenn es draußen bewölkt ist und die Sonne fehlt, könnten ältere Menschen denken, es sei Nacht, und dadurch Schlafen ohne vorher zu essen. Sie müssen geweckt werden, um zu essen.
- Das Ankleiden Häufige Probleme sind das Vergessen, wo die Kleidung abgelegt wurde, das Fehlen eines Plans, welche Kleidungsstücke zuerst angezogen werden, die mangelnde Kenntnis über das Ankleiden und der Zweck von Kleidungsstücken.
Strategien zur Problembewältigung
- Vorbereitung der Kleidungsstücke in der Abfolge, wie sie angezogen werden sollen
- Anleitung oder Hilfe beim Ankleiden in der richtigen Reihenfolge
- Der Platz für das Ankleiden sollte immer derselbe sein
- Wenn sich der ältere Mensch selbst ankleiden kann, genügend Zeit einplanen und nichts überstürzen
- Wahl von bequemer und leicht anziehbarer Kleidung
- Die Ausscheidung Häufig auftretende Probleme sind ältere Menschen, die nicht wissen, wann sie zur Toilette gehen sollen, Stuhlgang nicht zurückhalten können, die Toilette nicht finden oder nach Betreten der Toilette nicht wissen, was zu tun ist, bis hin zu Entleerungen an unpassenden Orten.
Strategien zur Problembewältigung
- Versuch einer regelmäßigen Ausscheidungsroutine oder soweit wie möglich einem regelmäßigen Zeitpunkt nahe zu kommen
- Einschränkung von Getränken vor der Schlafenszeit. Kein exzessives Trinken von Flüssigkeiten vor der Schlafenszeit.
- Erleichterung des Weges zur Toilette, z.B. durch eingeschaltetes Licht in der Toilette und entlang des Weges zur Toilette. Eindeutige Kennzeichnung der Toilette.
- Tragen von Kleidung, die sich leicht ausziehen lässt, z.B. Gummizug anstatt Knöpfe oder Schnüre
- Wahl leicht verdaulicher, faserreicher Nahrungsmittel, um die Ausscheidung zu fördern
- Bereitstellung eines Nachturins bei Bett
- Wenn notwendig, Einsatz von Windeln für ältere Menschen



