Für viele Menschen mag ein Sturz wie ein kleiner Unfall aussehen. Doch für ältere Erwachsene kann ein einziger Sturz lebensverändernd sein – insbesondere, wenn er zu einem Hüftbruch führt, einer der schwerwiegendsten und häufigsten Verletzungen bei älteren Menschen. Ohne angemessene Behandlung kann ein Hüftbruch zu langfristiger Behinderung, Verlust der Selbstständigkeit, dauerhaftem Pflegebedarf und einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.
Dr. Waipop Pothiwong (Ärztliche Zulassungsnummer: 31629), unser auf Trauma- und orthopädische Chirurgie spezialisierter Orthopäde am Bangkok Hospital Hua Hin, erklärt, dass unser Körper mit zunehmendem Alter verschiedene Veränderungen durchläuft, die das Risiko von Stürzen und Knochenbrüchen erhöhen. Die Knochenmasse nimmt ab (Osteoporose), wodurch die Knochen brüchiger und anfälliger für Frakturen werden. Die Muskulatur wird schwächer, das Gleichgewicht verschlechtert sich und die Koordination wird weniger stabil als in jüngeren Jahren. Seh-, Hör- und Reflexvermögen können sich ebenfalls verschlechtern, wodurch es leichter zu Gleichgewichtsverlusten kommt. Statistiken zeigen, dass etwa 90 % der Hüftfrakturen bei älteren Erwachsenen durch Stürze verursacht werden und dass etwa 20 % der älteren Erwachsenen, die stürzen, eine Hüftfraktur erleiden.

Anzeichen einer Hüftfraktur
Nach einem Sturz können folgende Warnzeichen auf eine Hüftfraktur hindeuten:
• Starke Schmerzen im Hüftbereich
• Unfähigkeit zu stehen oder zu gehen
• Unfähigkeit, das verletzte Bein zu belasten
• Das verletzte Bein erscheint kürzer als das andere oder ist nach außen gedreht.
Treten diese Symptome auf, sollte die betroffene Person in einer bequemen Position verbleiben und nicht unnötig bewegt werden. Rufen Sie umgehend den Notarzt. Ärzte führen bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Computertomographie durch, um festzustellen, ob ein Bruch vorliegt und wie schwerwiegend dieser ist, damit die entsprechende Behandlung erfolgen kann.
Behandlung und Rehabilitation sind von entscheidender Bedeutung
Hüftfrakturen bei älteren Erwachsenen erfordern in der Regel eine Operation innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Eine frühzeitige Operation verbessert die Genesungschancen und verringert Komplikationen durch längere Bettruhe, wie beispielsweise Lungenentzündung oder Blutgerinnsel.
Die Rehabilitation nach einer Operation ist ebenso wichtig. Physiotherapie stärkt die Muskulatur, verbessert das Gleichgewicht und verringert das Sturzrisiko. Frühzeitige Mobilisierung unter ärztlicher Aufsicht ist entscheidend, damit Patienten ihre Mobilität und Selbstständigkeit zurückgewinnen.

Stürze und Hüftfrakturen verhindern
Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Einfache Maßnahmen im Alltag können das Risiko deutlich verringern:
Machen Sie Ihr Zuhause sicherer: Installieren Sie Handläufe in Badezimmern und entlang von Treppen, entfernen Sie Stolperfallen wie lose Teppiche und sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung im ganzen Haus.
Verbessern Sie Kraft und Gleichgewicht: Treiben Sie leichte Übungen wie Spazierengehen oder Gleichgewichtstraining wie Tai Chi. Ein gesundes Körpergewicht zu halten, beugt außerdem Muskelschwäche vor.
Schützen Sie Ihre Knochen: Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D, lassen Sie sich regelmäßig auf Osteoporose untersuchen und suchen Sie bei Bedarf ärztlichen Rat.
„Stürze bei älteren Erwachsenen sollten niemals ignoriert werden – insbesondere nicht bei einer Hüftfraktur“, betont Dr. Waipop. „Eine gebrochene Hüfte kann die Selbstständigkeit stark beeinträchtigen und zu einer dauerhaften Behinderung führen. Durch die Verbesserung der Sicherheit im Haushalt, die Stärkung der Muskulatur und die frühzeitige Erhaltung der Knochengesundheit können wir das Risiko dieser schweren Verletzungen deutlich verringern. Wenn ein älterer Mensch stürzt und Hüftschmerzen verspürt, nicht mehr gehen oder sich nicht mehr mit Gewicht belasten kann, sollte er so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Dies sollte nicht einfach als normale Alterserscheinung abgetan werden.”

Tel. 032-616-832 Orthopedics Department (8.00 – 17.00 hrs.)
Tel. 032-616-800 Call Center









