Während des Monats Ramadan, des Monats des Fastens der Muslime, der in diesem Jahr vom 13. April – 12. Mai dauert, wird auf den Verzehr von Speisen, einschließlich Wasser und Medikamente, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang verzichtet.
Risiken für Diabetiker während des Fastens
Es besteht die Gefahr einer Hypoglykämie durch das Fasten oder einer Hyperglykämie durch übermäßigen Nahrungsmittelkonsum nach Sonnenuntergang sowie durch die Nicht-Einnahme von Diabetesmedikamenten oder einer Azidose, was gefährlich sein kann.
Deshalb sollten sich Patienten vor Beginn des Fastens darauf vorbereiten und wissen, wie sie sich während des Fastens verhalten sollten. Darüber hinaus sollten sie einen Arzt aufsuchen, um das Risiko zu bewerten, ob das Fasten möglich ist. Wenn der Arzt feststellt, dass der Patient gesund ist, die Zuckerwerte in den letzten 3 Monaten gut kontrolliert waren, keine häufigen Hypoglykämien aufgetreten sind oder keine schweren Komplikationen durch Diabetes vorliegen, kann das Fasten möglich sein.
Da während des Fastens nur zwei Mahlzeiten eingenommen werden, eine vor Sonnenaufgang und eine nach Sonnenuntergang, sollten Patienten die Kalorien gleichmäßig auf beide Mahlzeiten verteilen und bei Bedarf 1-2 Snacks einplanen.
Empfehlungen während dieser Zeit sind wie folgt:
- Es sollten Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index und hohem Ballaststoffgehalt konsumiert werden, frisches Obst und Gemüse und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Vermeiden Sie Lebensmittel mit hohem Stärke- oder Fettgehalt, Süßigkeiten sowie koffeinhaltige Getränke oder gesüßte Getränke.
- Schwere körperliche Anstrengung sollte vermieden werden, da dies zu Hypoglykämie führen kann, insbesondere in den Stunden nach Sonnenaufgang.
- Patienten sollten ihren Arzt aufsuchen, um die Antidiabetika während des Fastens anzupassen. Einige Medikamente müssen in der Dosierung reduziert und die Einnahmezeiten angepasst werden. Für Patienten, die Insulininjektionen verwenden, sollte die Dosierung reduziert und die Injektionszeiten den Mahlzeiten angepasst werden, was von Patient zu Patient variieren kann. Daher ist eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.
- Patienten sollten lernen, ihren Blutzucker regelmäßig selbst zu überwachen. Wenn der Blutzucker unter 70 mg/dl oder über 300 mg/dl liegt oder bei Krankheitssymptomen oder Dehydration sollte das Fasten sofort abgebrochen werden.
Der Besuch beim Arzt zur Beratung im „Fachbereich Innere Medizin“ und die Vorbereitung auf das Fasten kann Diabetikern helfen, das Fasten sicher zu begehen und das Risiko von Hypoglykämie, Hyperglykämie oder Azidose zu vermeiden.
Endokrinologe und Stoffwechselmediziner
Fachbereich Innere Medizin, Bangkok Hospital Chiang Mai



