Allergische Rhinitis (Allergic Rhinitis) ist ein Zustand, bei dem sich die Nasenschleimhaut infolge der Reaktion des Immunsystems nach Kontakt mit Allergenen entzündet. Dies führt zu chronischen Symptomen wie laufender Nase, verstopfter Nase, Niesen und Juckreiz in der Nase. Sie kommt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vor und kann die Lebensqualität, den Schlaf, das Lernen sowie die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit beeinträchtigen.
Derzeit tritt allergische Rhinitis zunehmend häufiger auf, insbesondere in Städten mit Luftverschmutzung, PM2.5-Feinstaub und Reizstoffen in der Luft.
Ursachen der allergischen Rhinitis
1. Genetik
Allergische Erkrankungen können vererbt werden. Wenn der Vater oder die Mutter eine Allergie in der Vorgeschichte hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kind eine allergische Rhinitis, Asthma oder eine Hautallergie entwickelt.
2. Allergene
Allergene sind ein wichtiger Faktor, der eine IgE-vermittelte allergische Reaktion auslöst. Allergene gelangen häufig über die Atmung in den Körper, darunter:
- Hausstaubmilben
- Blütenpollen
- Schimmelpilze
- Tierhaare
- Kakerlaken
3. Luftverschmutzung und Reizstoffe
Auslöser wie PM2.5-Feinstaub, Zigarettenrauch, Abgase oder bestimmte Chemikalien können eine Entzündung der Nasenschleimhaut fördern und Allergiesymptome verschlimmern.
Symptome der allergischen Rhinitis
Betroffene haben häufig mindestens 2 von 4 der folgenden Symptome:
- klarer Nasenausfluss
- verstopfte Nase
- Juckreiz in der Nase oder in den Augen
- häufiges Niesen, besonders morgens
Die Symptome können schubweise auftreten oder chronisch sein, je nachdem, wie häufig Allergenen ausgesetzt wird
Befunde bei der körperlichen Untersuchung
Ärztinnen und Ärzte können typische Merkmale bei Patientinnen und Patienten mit allergischer Rhinitis feststellen, wie zum Beispiel:
- dunkle Augenringe (Allergic shiner)
- Querfalte am Nasenrücken durch häufiges Reiben der Nase (Nasal crease)
- geschwollene, blasse Nasenschleimhaut
Begleiterkrankungen und Komplikationen
Allergische Rhinitis kann gemeinsam mit anderen Erkrankungen auftreten, wie zum Beispiel:
- Asthma (Asthma)
- Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis)
- allergische Bindehautentzündung (Allergic conjunctivitis)
- Mittelohrentzündung (Otitis media)
Wenn sie unbehandelt bleibt, kann sie die Schlafqualität, die Konzentration und die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen.
Diagnostik der allergischen Rhinitis
1. Hauttest (Skin Prick Test)
Dabei werden Allergene durch leichtes Anritzen der Haut getestet, um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers zu beobachten.
2. Bluttest auf spezifisches IgE
Damit wird die Menge an Antikörpern gemessen, die spezifisch gegen einzelne Allergene gerichtet sind. Dies hilft, die Ursache der Symptome klarer zu bestimmen.
Behandlung der allergischen Rhinitis
1. Umweltmaßnahmen
Das Vermeiden von Allergenen und das Reduzieren von Auslösern ist eine wichtige Methode zur Symptomkontrolle, zum Beispiel:
- Bettwäsche regelmäßig mit warmem Wasser waschen
- Staub und Stofftiere im Schlafzimmer reduzieren
- Zigarettenrauch vermeiden
- bei Bedarf einen Luftreiniger verwenden
2. Nasenspülung mit Kochsalzlösung
Sie hilft, Nasensekret zu reduzieren, die Schwellung der Nasenschleimhaut zu verringern und die Reinigungsfunktion der Nasenhöhle zu verbessern, wodurch das Atmen erleichtert wird.
3. Medikamentöse Behandlung
Ärztinnen und Ärzte können eine Behandlung entsprechend den Symptomen der Patientin bzw. des Patienten erwägen, wie zum Beispiel:
- Antihistaminika (Antihistamine)
- nasale Steroidsprays (Intranasal Steroids)
- Leukotrienantagonisten (Anti-leukotriene)
4. Allergieimpfung (Immunotherapy)
Dies ist eine Behandlung, bei der Allergenextrakte in kleinen Mengen verabreicht und die Dosis schrittweise erhöht wird, um die Immunreaktion langfristig anzupassen.
Geeignet für Patientinnen und Patienten, die:
- chronische Beschwerden haben
- trotz Medikamenten die Symptome schlecht kontrollieren können
- den langfristigen Medikamentengebrauch reduzieren möchten
Vorbeugung der allergischen Rhinitis
- Haus und Schlafzimmer regelmäßig reinigen
- Staub, Rauch und Luftverschmutzung vermeiden
- bei hoher Staubbelastung eine Maske tragen
- auf gute Gesundheit achten und ausreichend schlafen
- bei chronischen Symptomen eine Untersuchung durchführen lassen
Zusammenfassung
Allergische Rhinitis ist eine häufige Erkrankung und kann die Lebensqualität langfristig beeinträchtigen. Bei angemessener Diagnostik und Behandlung, zusammen mit dem Vermeiden von Allergenen, lassen sich die Symptome kontrollieren, Schübe reduzieren und Komplikationen wirksam verringern.






