Leberzirrhose ist ein Zustand, bei dem sich über lange Zeit narbiges Bindegewebe (Fibrose) in der Leber ansammelt, sodass Struktur und Funktion der Leber gestört werden. Dabei wird normales Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt, was zu einer fortschreitenden Abnahme der Leistungsfähigkeit der Leber führt.
Das Verständnis der Leberzirrhose (Liver Cirrhosis) als chronische Lebererkrankung, die durch anhaltende Leberentzündung entsteht – sei es durch Virushepatitis, Alkoholkonsum, Fettlebererkrankung oder andere Ursachen – ist wichtig, da diese Erkrankung zu schweren Komplikationen führen kann, wie z. B. Aszites, Blutungen aus Krampfadern in der Speiseröhre, hepatische Enzephalopathie und Leberkrebs.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sowie die Kontrolle der Ursachen einer chronischen Leberentzündung können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen, das Risiko von Komplikationen senken und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessern.
Leberzirrhose (Liver Cirrhosis) – was ist das?
Leberzirrhose ist ein Zustand, der durch eine über lange Zeit anhaltende Entzündung oder Schädigung der Leber entsteht. Der Körper repariert das geschädigte Lebergewebe, indem er es durch die Bildung von Narbengewebe ersetzt. Mit zunehmender Narbenbildung verformt sich die Leberstruktur, sie wird härter und ihre Funktion nimmt ab.
Im Frühstadium haben viele Betroffene möglicherweise keine Symptome oder nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Appetitlosigkeit oder Übelkeit, sodass die Erkrankung häufig übersehen wird, bis im späteren Verlauf Komplikationen auftreten. Auch wenn sich ein Teil der Leberfibrose bei geeigneter Behandlung im frühen Stadium verbessern kann, ist bei fortgeschrittener Zirrhose ein großer Teil der Leberschädigung meist nicht vollständig reversibel. Daher ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung chronischer Lebererkrankungen von großer Bedeutung.
Welche Ursachen kann eine Leberzirrhose haben?

Leberzirrhose entsteht nicht nur durch Alkoholkonsum, sondern kann durch verschiedene Erkrankungen oder Zustände verursacht werden, die über lange Zeit zu Leberentzündung und einer Ansammlung von Leberfibrose führen. Häufige Ursachen sind:
1. Metabolisch assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD)
Heute eine der wichtigsten Ursachen der Leberzirrhose weltweit. Sie tritt häufig bei Menschen mit Adipositas, abdominaler Adipositas, Diabetes, erhöhten Blutfetten oder Insulinresistenz auf. Eine langanhaltende Fetteinlagerung in der Leber kann schließlich zu Entzündung, Fibrose und letztlich Leberzirrhose führen.
2. Alkoholbedingte Lebererkrankung (Alcohol-Related Liver Disease; ALD)
Starker und über lange Zeit anhaltender Alkoholkonsum kann Leberzellen direkt schädigen, Entzündung und Fibrose fördern und so zur Leberzirrhose führen. Das Risiko steigt mit Menge und Dauer des Konsums. Im Allgemeinen haben Männer, die regelmäßig mehr als 4 Standardgetränke pro Tag trinken, oder Frauen, die regelmäßig mehr als 2 Standardgetränke pro Tag trinken, ein erhöhtes Risiko für alkoholbedingte Lebererkrankung (1 Standardgetränk (standard drink) entspricht etwa 10–14 Gramm reinem Alkohol).
3. Chronische Virushepatitis B und C (Chronic Viral Hepatitis B and C)
Eine chronische Infektion mit Hepatitis-B- oder -C-Viren verursacht eine anhaltende Leberentzündung. Ohne Behandlung kann dies zu Fibrose, Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Sie ist weiterhin eine wichtige Ursache der Leberzirrhose in Thailand.
4. Autoimmunhepatitis (Autoimmune Hepatitis)
Entsteht, wenn das Immunsystem fehlreguliert ist und körpereigene Leberzellen angreift, was zu chronischer Entzündung führt und in eine Leberzirrhose münden kann.
5. Genetische Erkrankungen und Erkrankungen der Gallenwege
Bestimmte Erkrankungen, z. B. Eisenüberladung (Hämochromatose), Morbus Wilson oder chronische Entzündungen der Gallenwege, können zu Ablagerungen abnormaler Substanzen in der Leber führen und eine Leberzirrhose verursachen.
6. Bestimmte Medikamente, Kräuterpräparate und Toxine
Eine langfristige Einnahme bestimmter Medikamente oder Substanzen, einschließlich nicht standardisierter Nahrungsergänzungsmittel oder Kräuterpräparate, kann Leberentzündungen verursachen und langfristig das Risiko für Fibrose oder Leberzirrhose erhöhen.
Wie viele Stadien hat die Leberzirrhose?
Im Allgemeinen lässt sich die Leberzirrhose anhand der Leberfunktion und des Auftretens von Komplikationen in zwei Hauptstadien einteilen:
1. Kompensierte Zirrhose (Compensated Cirrhosis)
Auch als „Frühstadium“ der Leberzirrhose bezeichnet. Obwohl bereits Fibrose und strukturelle Veränderungen vorhanden sind, kann die Leber ihre Funktion noch kompensieren. Viele Betroffene haben keine Symptome oder nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Appetitlosigkeit oder leichtes Völlegefühl. Daher wird die Erkrankung häufig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder bei der Abklärung einer chronischen Lebererkrankung entdeckt.
2. Dekompensierte Zirrhose (Decompensated Cirrhosis)
Oder „Stadium mit Komplikationen“. In diesem Stadium kann die Leber nicht mehr ausreichend kompensieren, und es treten Komplikationen auf. Betroffene können Gelbsucht (gelbe Haut, gelbe Augen), Aszites, Beinschwellungen, Blutungen aus Ösophagusvarizen oder hepatische Enzephalopathie entwickeln – Zustände, die eine engmaschige ärztliche Betreuung erfordern.
Im Allgemeinen haben Patientinnen und Patienten, bei denen die Erkrankung bereits im kompensierten Stadium diagnostiziert und behandelt wird, bessere Chancen, die Erkrankung zu kontrollieren und das Risiko von Komplikationen zu reduzieren, als diejenigen, die bereits in das dekompensierte Stadium eingetreten sind.
Symptome der Leberzirrhose erkennen Warnzeichen, die nicht übersehen werden dürfen
Leberzirrhose zeigt im Frühstadium oft keine eindeutigen Symptome. Viele Betroffene wissen daher nicht, dass sie erkrankt sind, bis die Leberschädigung zunimmt oder Komplikationen auftreten.
- Frühsymptome: Betroffene können Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder ungeklärten Gewichtsverlust haben. Diese Beschwerden sind unspezifisch und können bei vielen Erkrankungen auftreten.
- Symptome bei nachlassender Leberfunktion: Mit Fortschreiten der Erkrankung können Gelbsucht (gelbe Haut, gelbe Augen) (Ikterus), Bauchumfangszunahme durch Aszites Beinschwellungen oder ungewöhnlich gerötete Handflächen auftreten.
- Symptome, bei denen umgehend ärztliche Hilfe erforderlich ist: Bei Bluterbrechen, schwarzem teerartigem Stuhl, Verwirrtheit, Benommenheit, ungewöhnlicher Schläfrigkeit oder Verhaltensänderungen sollte sofort eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden, da dies Zeichen schwerer Komplikationen der Leberzirrhose sein kann.
Komplikationen der Leberzirrhose, die überwacht werden müssen
Wenn die Leberzirrhose so weit fortschreitet, dass die Leber nicht mehr ausreichend kompensieren kann, kann es zur dekompensierten Zirrhose (Decompensated Cirrhosis) kommen und zu wichtigen Komplikationen, von denen einige lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.
1. Aszites und Beinschwellungen (Ascites and Edema)
Dies ist die häufigste Komplikation der Leberzirrhose und entsteht durch einen erhöhten Druck im Pfortadersystem in Kombination mit einer verminderten Albuminproduktion der Leber. Dadurch sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum und in den Beinen an. Betroffene können eine Bauchumfangszunahme, Völlegefühl, Gewichtszunahme oder Beinschwellungen bemerken. Zudem besteht das Risiko einer Infektion der Aszitesflüssigkeit (Spontaneous Bacterial Peritonitis; SBP) mit Symptomen wie Fieber, Bauchschmerzen oder zunehmender Somnolenz.
2. Portale Hypertension und Krampfadern im Verdauungstrakt (Portal Hypertension and varices)
Wenn Narbengewebe in der Leber den Blutfluss behindert, steigt der Druck im Pfortadersystem. Dadurch können Krampfadern in der Speiseröhre oder im Magen entstehen. Wenn diese Gefäße reißen, kann es zu frischem Bluterbrechen oder schwarzem teerartigem Stuhl kommen – ein medizinischer Notfall.
3. Hepatische Enzephalopathie (Hepatic Encephalopathy)
Entsteht, wenn die Leber Giftstoffe nicht mehr effektiv ausscheiden kann, wodurch sich Toxine anreichern und die Gehirnfunktion beeinträchtigen. Betroffene können Vergesslichkeit, Konzentrationsminderung, Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen, Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen entwickeln oder in schweren Fällen bis zur Bewusstlosigkeit somnolent werden.
4. Hepatorenales Syndrom (Hepatorenal Syndrome)
Schwere Leberzirrhose kann den Kreislauf und die Nierenfunktion beeinträchtigen und zu Nierenversagen führen, obwohl die Nieren selbst nicht direkt erkrankt sind. Diese Komplikation ist hochgradig schwerwiegend und erfordert engmaschige Betreuung.
5. Erhöhtes Risiko für Leberkrebs (Hepatocellular Carcinoma)
Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose haben ein höheres Risiko für Leberkrebs als die Allgemeinbevölkerung. Daher sollte regelmäßig ein Screening erfolgen. Üblicherweise wird eine Leberultraschalluntersuchung alle 6 Monate empfohlen; zusätzliche Blutuntersuchungen können nach Ermessen der Ärztin oder des Arztes erwogen werden, um die Chance zu erhöhen, Leberkrebs frühzeitig zu erkennen.
Diagnostische Vorgehensweise bei Leberzirrhose

Wenn eine Ärztin oder ein Arzt den Verdacht hat, dass eine Patientin oder ein Patient an Leberzirrhose leidet, werden Anamnese und körperliche Untersuchung durchgeführt und weitere Untersuchungen veranlasst, um Ursache, Schweregrad sowie mögliche Komplikationen zu beurteilen. Wichtige Untersuchungen sind:
1. Blutuntersuchungen zur Beurteilung der Leberfunktion
Bluttests helfen, sowohl die Leberentzündung als auch die Leistungsfähigkeit der Leber und damit verbundene Komplikationen zu beurteilen. Beispiele für Werte, die berücksichtigt werden, sind:
- AST (SGOT) und ALT (SGPT) : zur Beurteilung von Entzündung oder Schädigung von Leberzellen
- Albumin : ein von der Leber gebildetes Protein; niedrige Werte können auf eine verminderte Leberfunktion hinweisen
- Bilirubin : erhöhte Werte können Gelbsucht (gelbe Haut, gelbe Augen) verursachen
- INR oder Prothrombinzeit (PT) : zur Beurteilung der Fähigkeit, Gerinnungsproteine zu bilden
- Thrombozytenzahl (Blutplättchen) : niedrige Thrombozyten können ein Hinweis auf portale Hypertension infolge der Leberzirrhose sein
2. Bauchultraschall (Ultrasound)
Eine häufig eingesetzte Basisuntersuchung zur Beurteilung der Leberzirrhose, da sie schmerzfrei ist und kein Kontrastmittel erfordert. Sie kann die Leberbeschaffenheit, eine Milzvergrößerung, Aszites beurteilen und dient zudem dem Screening auf Leberkrebs bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose.
3. FibroScan® (Transient Elastography)
FibroScan® misst die Steifigkeit der Leber zur Einschätzung des Fibrosegrades und der Schwere der Lebererkrankung, ohne dass eine Leberbiopsie erforderlich ist. Zudem kann gleichzeitig die Menge des in der Leber eingelagerten Fetts beurteilt werden.
4. Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT)
In einigen Fällen kann eine Ärztin oder ein Arzt CT oder MRT anordnen, um die Leberstruktur, Komplikationen und zusätzlich das Screening auf Leberkrebs zu beurteilen.
5. Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (Upper GI Endoscopy)
Bei einigen Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose kann eine Endoskopie durchgeführt werden, um Krampfadern in der Speiseröhre oder im Magen zu erkennen – eine wichtige Komplikation, die zu Blutungen im Verdauungstrakt führen kann.
Heutzutage kann bei den meisten Patientinnen und Patienten die Leberzirrhose anhand von Blutuntersuchungen, Ultraschall und FibroScan® diagnostiziert und in ihrem Schweregrad beurteilt werden, ohne dass eine Leberbiopsie notwendig ist.
Ist Leberzirrhose heilbar
Eine häufige Frage ist: „Ist Leberzirrhose heilbar?“ Die Antwort lautet: Leberzirrhose ist ein Zustand mit langfristiger Narbenbildung und strukturellen Veränderungen der Leber, wobei der Großteil der Schäden nicht vollständig rückgängig gemacht werden kann. Wenn jedoch die Ursache frühzeitig behandelt oder kontrolliert wird, können sich Fibrose und Leberfunktion bei einigen Betroffenen verbessern.
Das wichtigste Ziel der Behandlung der Leberzirrhose ist, das Fortschreiten zu stoppen, Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Therapie richtet sich nach Ursache und Schweregrad, z. B. Behandlung von Hepatitis B oder C, strikter Alkoholverzicht oder Gewichtsreduktion und Kontrolle von Begleiterkrankungen bei Fettlebererkrankung. Zusätzlich behandelt die Ärztin oder der Arzt mögliche Komplikationen der Leberzirrhose wie Aszites, Ösophagusvarizen, hepatische Enzephalopathie oder Infektionen.
Bei schwerer Leberschädigung mit unzureichender Funktion oder schwer kontrollierbaren Komplikationen kann eine Lebertransplantation (Liver Transplantation) eine Behandlungsoption sein, die die Lebensqualität verbessern kann.
Aktuelle Behandlung der Leberzirrhose
Auch wenn sich bereits entstandenes Narbengewebe, das zur Leberzirrhose geführt hat, nicht vollständig in normales Lebergewebe zurückverwandeln lässt, kann eine geeignete Behandlung das Fortschreiten verlangsamen, das Risiko von Komplikationen senken und die Lebensqualität verbessern.
1. Behandlung der Ursache
Der zentrale Ansatz in der Behandlung der Leberzirrhose ist die Kontrolle oder Beseitigung der Ursachen, die eine chronische Leberentzündung auslösen.
- Bei Patientinnen und Patienten mit Hepatitis B oder C kann eine antivirale Therapie erwogen werden, um Entzündung zu reduzieren und das Fortschreiten zu verlangsamen.
- Bei alkoholbedingter Lebererkrankung ist strikter Alkoholverzicht am wichtigsten.
- Bei Fettlebererkrankung sollten Gewicht reduziert, Diabetes behandelt, erhöhte Blutfette kontrolliert und weitere metabolische Risikofaktoren gemanagt werden.
2. Behandlung von Komplikationen
Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose benötigen möglicherweise zusätzlich eine Behandlung begleitender Komplikationen, z. B.:
- Medikamente zur Senkung des Pfortaderdrucks, um das Risiko einer Ruptur von Ösophagusvarizen zu reduzieren
- Diuretika bei Aszites oder Beinschwellungen
- Medikamente zur Behandlung der hepatischen Enzephalopathie, z. B. Mittel, die die Bildung und Aufnahme von Ammoniak im Darm reduzieren
3. Ernährungsmedizinische Betreuung
Viele Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose sind mangelernährt und verlieren Muskelmasse. Eine ausreichende Energie- und Proteinzufuhr ist daher wichtig. Ärztinnen/Ärzte und Ernährungsfachkräfte helfen, einen individuellen Ernährungsplan zu erstellen. Zusätzlich kann eine Vitamin- oder Mineralstoffsupplementierung erwogen werden, wenn ein Mangel festgestellt wird.
4. Interventionen und fortgeschrittene Therapien
Bei schweren Komplikationen oder unzureichendem Ansprechen auf Medikamente können weitere Maßnahmen erwogen werden, z. B.:
- Endoskopische Ligatur von Ösophagusvarizen
- TIPS (Transjugular Intrahepatic Portosystemic Shunt) zur Senkung des Drucks im Pfortadersystem
- Lebertransplantation (Liver Transplantation) als Behandlungsoption bei fortgeschrittener Lebererkrankung oder Komplikationen, die sich nicht durch andere Methoden kontrollieren lassen
Verhaltensregeln und Verbotefür Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose
Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose können das Risiko von Komplikationen senken und das Fortschreiten verlangsamen, indem sie sich angemessen selbst versorgen und Faktoren vermeiden, die die Leber zusätzlich schädigen könnten, wie folgt:
- Strikter Verzicht auf alkoholische Getränke jeder Art: Unabhängig von der Ursache kann Alkohol Entzündungen beschleunigen und die Leberschädigung verstärken.
- Keine eigenständige Einnahme von Medikamenten, Kräuterpräparaten oder Nahrungsergänzungsmitteln ohne Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt: Einige Arzneimittel sowie bestimmte Kräuter- und Nahrungsergänzungsmittel können lebertoxisch sein oder die Leberfunktion beeinflussen. Betroffene sollten vor der Einnahme stets Ärztin/Arzt oder Apothekerin/Apotheker konsultieren.
- Rohes oder halbgares Essen vermeiden: insbesondere rohe Meeresfrüchte wie Austern, da Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose ein höheres Risiko für schwere Infektionen haben als die Allgemeinbevölkerung.
- Salz-/natriumreiche Lebensmittel einschränken: besonders bei Aszites oder Beinschwellungen sollten verarbeitete Lebensmittel, Konserven, eingelegte/fermentierte Speisen und stark salzige Speisen gemieden werden, um Flüssigkeitseinlagerungen zu reduzieren.
- Verstopfung vermeiden: Unregelmäßiger Stuhlgang kann bei manchen Betroffenen das Risiko einer hepatischen Enzephalopathie erhöhen. Daher sollten sie ausreichend trinken, ballaststoffreich essen und Medikamente gemäß ärztlicher Empfehlung einnehmen.
Selbstmanagement und regelmäßige Verlaufskontrolle bei Leberzirrhose
Eine kontinuierliche Gesundheitsversorgung spielt eine wichtige Rolle, um das Fortschreiten zu verlangsamen, das Risiko von Komplikationen zu senken und die Lebensqualität zu verbessern.
- Ausgewogene Ernährung und ausreichende Proteinzufuhr: Viele Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose sind mangelernährt und haben eine reduzierte Muskelmasse. Daher sollten sie hochwertige Proteine in einer angemessenen Menge gemäß Empfehlung der Ärztin/des Arztes oder der Ernährungsfachkraft erhalten.
- Mahlzeiten auf kleinere Portionen aufteilen und längeres Fasten vermeiden: Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag, einschließlich eines Snacks vor dem Schlafengehen, können helfen, Muskelabbau zu reduzieren und den Energiehaushalt zu stabilisieren.
- Gewicht und metabolische Begleiterkrankungen kontrollieren: Bei gleichzeitiger Fettlebererkrankung kann die Kontrolle von Körpergewicht, Blutzucker und Blutfetten Entzündungen reduzieren und das Fortschreiten verlangsamen.
- Körperliche Warnzeichen regelmäßig beobachten: Bei rascher Gewichtszunahme, zunehmendem Bauchumfang, Beinschwellungen, Gelbsucht, Bluterbrechen, schwarzem Stuhl oder Verwirrtheit sollte umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
- Impfungen gemäß ärztlicher Empfehlung: z. B. Hepatitis-A- und -B-Impfung (bei fehlender Immunität), Influenza-Impfung und Pneumokokken-Impfung zur Senkung des Infektionsrisikos.
- Regelmäßige Nachsorge: Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose sollten Blutuntersuchungen, Leberultraschall und weitere Untersuchungen gemäß Terminvereinbarung durchführen lassen, um die Leberfunktion zu beurteilen, Komplikationen zu überwachen und kontinuierlich auf Leberkrebs zu screenen.
Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose im Bangkok Hospital

Das Leber- und Gastroenterologiezentrum des Bangkok Hospital bietet die Betreuung und Behandlung der Leberzirrhose durch ein interdisziplinäres Ärzteteam und erfahrene Hepatologinnen und Hepatologen. Wir bieten eine vertiefte Beratung zu den Ursachen der Leberzirrhose und erstellen individuelle Behandlungspläne, unterstützt durch endoskopische Technologien wie ERCP, EUS und DBE, die Diagnose und Behandlung ohne Operation ermöglichen.
Zudem geben wir strukturierte Empfehlungen zur Selbstpflege und zur Vorbereitung – Nachsorge vor und nach Untersuchungen, um eine angemessene Erholung zu unterstützen, die Symptome der Leberzirrhose zu lindern und ein Leben mit guter Lebensqualität unter strengen Sicherheitsstandards zu ermöglichen.
Zusammenfassung des Artikels
Leberzirrhose ist ein vermeidbarer Zustand, wenn sie früh erkannt und korrekt behandelt wird. Verhaltensänderungen und das frühzeitige Erkennen der Symptome der Leberzirrhose sind sehr wichtig, um die Funktionsdauer der Leber zu verlängern. Proaktive Gesundheitsversorgung im Bangkok Hospital kann Sorgen reduzieren und die Symptome von Menschen mit Leberzirrhose wirksam betreuen sowie unterstützend begleiten.
- Arzt suchen: https://www.bangkokhospital.com/th/bangkok/doctor
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