Viele Menschen wissen wahrscheinlich schon, dass Zigarettenrauch ein Risikofaktor für Lungenkrebs ist, aber es ist nicht nur der Zigarettenrauch, der schädlich ist. Luftverschmutzung durch Feinstaub wie PM2.5 und Rauch von Räucherstäbchen kann ebenfalls schädlich für die Lunge sein. Daher sollte man dies nicht ignorieren und das richtige Verständnis darüber erlangen.
Feinstaub schädigt die Lunge
Risikofaktoren für Lungenkrebs durch Feinstaub beinhalten
- Zigaretten Je mehr man raucht, desto höher ist das Risiko und je länger man raucht, desto höher wird das Risiko speziell bei Menschen, die mehr als 30 Pack-Year in einem Alter von 55 – 75 Jahren rauchen, gehören zu der Hochrisikogruppe (hohes Risiko) für die Entwicklung von Lungenkrebs. Neue Forschungen aus Europa zeigen zudem, dass selbst Menschen, die mehr als 20 Pack-Year rauchen, ebenfalls ein Risiko für Lungenkrebs haben Daher sollte die Hochrisikogruppe regelmäßig den Arzt aufsuchen und die Lungen mit einer Computer-Tomographie mit niedriger Strahlendosis überprüfen lassen. Wichtig ist auch, mit dem Rauchen aufzuhören, um das Lungenkrebsrisiko zu senken.
- Feinstaub PM 2.5 ist Rauchpartikel (Particulate Matter oder PM) 2.5 ist eine Substanz kleiner als 2.5 Mikron. Viele Menschen, die nie geraucht haben, aber bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt wurde, dass sie Lungenkrebs haben, leiden teilweise unter der Luftverschmutzung. Dieses Problem wird in Asien stark wahrgenommen, einschließlich Thailand, da die Bevölkerung dort eine der höchsten PM 2.5 -Verschmutzungen auf der Welt aufweist. Zudem gibt es eine genetische Abnormalität namens EGFR-Mutation , die das Risiko für Lungenkrebs erhöht und häufiger bei Asiaten als bei Europäern und Amerikanern auftritt. Wenn Feinstaub in die Lunge gelangt, versucht der Körper, ihn zu beseitigen. Wenn dies nicht gelingt, wird er in verschiedenen Organen eingelagert und verursacht chronische Entzündungen, die langfristig zu Krebszellen führen und Lungenkrebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen können. Daher, wenn der PM 2.5 -Wert an einem Tag sehr hoch ist, sollte man das Haus nicht verlassen. Stattdessen einen Luftreiniger verwenden. Wenn man das Haus verlassen muss, sollte man eine Maske tragen, die vor PM 2.5 schützt.
- Räucherstäbchen Die erhöhte Verwendung von Räucherstäbchen und der langfristige Kontakt mit dessen Rauch beeinflussen das Lungengewebe und führen zu zellulären Veränderungen, die zu Lungenkrebs führen können. Räucherstäbchen enthalten krebserregende Substanzen wie Benzol, 1,3-Butadien und Benzopyrene und erzeugen zudem feinste Staubpartikel von weniger als 2.5 und 10 Mikron. Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs haben, wie beispielsweise eine familiäre Veranlagung zu Lungenkrebs, Emphysem oder Asthma, wird empfohlen, das Abbrennen von Räucherstäbchen und deren Rauch zu vermeiden.

Screening auf Lungenkrebs
Das Screening auf Lungenkrebs kann heute durch eine Computertomographie mit niedriger Strahlendosis (Low-Dose Computed Tomography Scan: LDCT) durchgeführt werden. Diese Untersuchung ermöglicht die klare Erkennung von Tumoren und liefert 3D-Bilder mit mehr Details als eine herkömmliche Röntgenuntersuchung. Sie kann ohne Notwendigkeit, auf Nahrung oder Wasser zu verzichten oder Blutuntersuchungen durchzuführen, durchgeführt werden. Der Test dauert nicht lange, etwa 5 – 15 Minuten. Es hilft, Lungenkrebs von Anfang an zu identifizieren, erhöht die Heilungschancen und damit die Überlebensrate. Personen in Hochrisikogruppen sollten sich jährlich untersuchen lassen.
Behandlung von Lungenkrebs
Lungenkrebs ist die führende Todesursache unter allen Krebserkrankungen, da die frühe Phase oft symptomfrei verläuft und erst festgestellt wird, wenn die Krankheit fortgeschritten ist. Die Behandlung von Lungenkrebs hängt wesentlich vom Stadium der Erkrankung ab.
- Stadium 1 kann durch chirurgische Eingriffe in Verbindung mit Bestrahlung und Chemotherapie behandelt werden, abhängig vom Patienten, der Tumorgröße und der Tumorlage. Es wird eine Video-assistierte Thoraxchirurgie (VATS) verwendet, um den lobaren oder sublobaren Lungenbereich zu entfernen. Derzeit wurden Operationstechniken mit elektromagnetischer Navigationsbronchoskopie (ENB) entwickelt, um mittels GPS-Technologie den Tumorbereich in der Lunge genau zu lokalisieren, selbst wenn er kleiner als 1 Zentimeter ist, um die Effizienz der Operation zu steigern.
- Stadium 2 Die Hauptbehandlung erfolgt chirurgisch, ähnlich wie in Stadium 1, gefolgt von Chemotherapie (Chemotherapy) oder gezielter Therapie (Targeted Therapy) , abhängig vom Patienten, der Tumorgröße und der Tumorlage.
- Stadium 3 Die Behandlung kombiniert Chemotherapie, gezielte Therapie oder Immuntherapie in Verbindung mit Operation und Bestrahlung, die von einem interdisziplinären Team (MDT, Multidisciplinary Team) durchgeführt wird. Jeder Patient hat seine eigene Behandlungsstrategie abhängig von seinen Krankheitsbildern. In einigen Fällen kann die Operation sehr komplex sein, beispielsweise durch den Einsatz von Gefäß- oder Bronchialrekonstruktionen.
- Stadium 4 Behandlung durch Medikamente: sowohl Chemotherapie, gezielte Therapie als auch Immuntherapie, um die Symptome zu lindern. Operationen oder Bestrahlungen können bei einigen Patienten ebenfalls durchgeführt werden, um die Symptome zu mildern.
Das Vermeiden von allen Arten von Feinstaub, die Risikofaktoren für Lungenkrebs sind, hilft, eine gesunde Lunge zu erhalten. Es ist wichtig, den Gesundheitszustand der Lunge gemäß den ärztlichen Empfehlungen zu überwachen und bei jeglichen ungewöhnlichen Symptomen sofort einen Arzt aufzusuchen.





