Die Krebsbehandlung hat heutzutage enorme Fortschritte gemacht – dank medizinischer Technologie und moderner Therapieinnovationen. Dadurch ist es möglich,Behandlungsansätze auszuwählen, die für jede einzelne Patientin bzw. jeden einzelnen Patienten geeignet sind und zielgenau wirken – sei es Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapie oder Immuntherapie. Das Verständnis der Therapieoptionen und -abläufe hilft Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien, sich vorzubereiten, an der Behandlungsplanung mitzuwirken und die Chancen zu erhöhen, die Erkrankung zu behandeln, zu kontrollieren und langfristig eine gute Lebensqualität zu erhalten.
Behandlungsablauf bei Krebs – wie sieht der Prozess aus?

Der Krebsbehandlungsprozess erfordert eine sorgfältige Beurteilung durch ein multidisziplinäres Team spezialisierter Ärztinnen und Ärzte. Die wichtigsten Schritte sind:
- Diagnostik und Stadieneinteilung: Beginnend mit Anamnese, körperlicher Untersuchung, Blutuntersuchungen und bildgebenden Verfahren wie z. B. der Computertomographie, um Größe und Lage des Tumors zu beurteilen.
- Pathologische und genetische Untersuchungen: Eine Biopsie zur Bestimmung des Typs der Krebszellen. In manchen Fällen erfolgt eine genetische Analyse, um Genveränderungen zu erkennen, was Ärztinnen und Ärzten eine zielgenaue Therapieplanung ermöglicht.
- Interdisziplinäre Behandlungsplanung: Ein Ärzteteam aus Chirurginnen und Chirurgen, Radioonkologinnen und -onkologen sowie internistischen Onkologinnen und Onkologen berät gemeinsam, um die passende Methode entsprechend dem körperlichen Zustand und dem Krankheitsstadium der jeweiligen Person auszuwählen.
- Durchführung der Behandlung und kontinuierliche Betreuung: Start der Behandlung gemäß festgelegtem Plan, einschließlich Überwachung von Nebenwirkungen und Physiotherapie zur Rehabilitation.
- Nachsorge: Nach Abschluss der Behandlung erfolgen regelmäßige Kontrolltermine, um das Ansprechen zu beurteilen und die Erkrankung in Remission zu halten.
8 aktuelle Methoden der Krebsbehandlung mit Vorteilen–Aspekten zur Abwägung

Heute gibt es zahlreiche Optionen zur Krebsbehandlung. Ärztinnen und Ärzte können eine Methode allein oder mehrere Methoden in Kombination einsetzen. Die Details sind wie folgt:
1. Operative Behandlung
Die Operation ist eine Methode der Krebsbehandlung, die darauf abzielt, einen lokal begrenzten Tumor gezielt zu entfernen. Sie eignet sich für Patientinnen und Patienten im Frühstadium, bei denen sich der Tumor noch nicht ausgebreitet hat. Dabei entfernt die Ärztin bzw. der Arzt den Tumor und ausreichend umliegendes Gewebe. Die Operationstechnologie wurde weiterentwickelt, um die Belastung für den Körper zu reduzieren – von der standardmäßigen offenen Operation bis hin zu minimalinvasiven Techniken wie der Laparoskopie sowie robotergestützter Chirurgie, die die Präzision beim Zugang zu komplexen Bereichen erhöht und Verletzungen benachbarter Organe verringert.
Vorteile der operativen Behandlung
- Ermöglicht die zielgenaue Entfernung auch größerer Tumoren aus dem Körper.
- Bei endoskopischen Techniken sind die Schnitte kleiner und die Schmerzen geringer.
- Reduziert die Menge der Krebszellen im Körper schnell.
Aspekte zur Abwägung
- Der Körper benötigt Zeit zur Erholung nach der Operation.
- Es kann zu Funktionseinschränkungen des entfernten Organs bzw. Bereichs kommen.
- Nicht geeignet, wenn sich die Krebszellen bereits an mehreren Stellen ausgebreitet haben.
2. Strahlentherapie bzw. Bestrahlung
Bei der Strahlentherapie wird hochenergetische Strahlung gezielt auf den Bereich mit Krebszellen gerichtet, um die DNA-Struktur zu schädigen und das Wachstum zu hemmen. Sie eignet sich für frühe bis mittlere Stadien oder für Tumoren, die schwer zu operieren sind. Moderne Technologien umfassen die externe Bestrahlung, intensitätsmodulierte Verfahren zum Schonung wichtiger Organe sowie die Platzierung radioaktiver Quellen nahe am Tumor (Brachytherapie) – häufig in Kombination mit einer Operation, um möglicherweise verbliebene Krebszellen zu zerstören.
Vorteile der Strahlentherapie
- Lokale Behandlung, die Tumoren ohne chirurgische Wunde zerstören kann.
- Moderne Techniken ermöglichen eine präzise Zielausrichtung auf den Tumor und reduzieren die Belastung des umliegenden gesunden Gewebes.
- Kann eine Alternative zur Operation bei Patientinnen und Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen sein.
Aspekte zur Abwägung
- Mehrere fortlaufende Krankenhausbesuche gemäß Behandlungsplan sind erforderlich.
- Nebenwirkungen im Bestrahlungsfeld können auftreten, z. B. trockene oder gerötete Haut bzw. Reizungen.
- Bei manchen Betroffenen kann während der Behandlung eine zunehmende Erschöpfung auftreten.
3. Chemotherapie
Die Chemotherapie ist eine systemische Behandlung, bei der Medikamente die Teilung und das Wachstum von Krebszellen hemmen. Sie kann als Infusion in die Vene oder als Tablette verabreicht werden. Chemotherapie wird in verschiedenen Krankheitsphasen eingesetzt – zur Erhöhung der Heilungschancen, zur Verkleinerung des Tumors vor Operation oder Strahlentherapie, zur Senkung des Rückfallrisikos nach der Behandlung sowie zur Krankheitskontrolle und Symptomlinderung bei metastasierendem Krebs.Vorteile der Chemotherapie
- Wirkt im gesamten Körper und hilft, Krebszellen zu eliminieren, die sich möglicherweise in andere Bereiche ausgebreitet haben.
- Kann mit Operation, Strahlentherapie oder anderen Behandlungen kombiniert werden, um die Wirksamkeit zu steigern.
- Erhöht die Heilungschancen und hilft, die Erkrankung zu kontrollieren oder Symptome bei fortgeschrittenem Krebs zu lindern.
Aspekte zur Abwägung
- Das Medikament beeinflusst auch schnell teilende normale Zellen, z. B. Haarwurzelzellen und die Schleimhaut des Verdauungstrakts.
- Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit können auftreten.
- Die Zahl der weißen Blutkörperchen kann sinken, wodurch das Infektionsrisiko steigt.
Obwohl eine Chemotherapie Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall oder niedrige Blutwerte verursachen kann, werden heute häufig Medikamente zur Vorbeugung von Übelkeit, Mittel zur Anregung der Blutbildung und unterstützende Maßnahmen eingesetzt. Dadurch können die meisten Patientinnen und Patienten die Behandlung sicher, wirksam und mit guter Lebensqualität während der gesamten Therapie erhalten.
4. Zielgerichtete Therapie (Targeted Therapy)
Die zielgerichtete Therapie ist eine innovative Behandlung, die so entwickelt wurde, dass sie spezifisch auf Gen- oder Proteinveränderungen wirkt, die das Wachstum von Krebszellen antreiben. Die Medikamente blockieren Signale, die Krebszellen zur Teilung und zum Wachstum anregen, wodurch das Tumorwachstum stoppt oder Krebszellen zerstört werden. Eine zielgerichtete Therapie kann sowohl in frühen Stadien als auch bei Metastasen eingesetzt werden – abhängig von der Krebsart und den Ergebnissen biologisch-molekularer bzw. genetischer Untersuchungen der Tumorzellen. Vor Beginn der Behandlung benötigen Patientinnen und Patienten daher häufig eine Biopsie und Tests auf Gen- oder Proteinveränderungen (Biomarker), um Ärztinnen und Ärzten zu helfen, für jede Person das passende und wirksame Medikament auszuwählen.
Vorteile der zielgerichteten Therapie
- Wirkt direkt gegen Krebszellen und hat daher meist weniger Auswirkungen auf normale Zellen als eine Chemotherapie.
- Wirksam zur Krankheitskontrolle, wenn das Testergebnis zur eingesetzten Therapie passt.
- Oft in Tablettenform verfügbar, was die Selbstversorgung zu Hause erleichtert.
Aspekte zur Abwägung
- Wirkt nur bei Patientinnen und Patienten, deren genetische Veränderungen zum Medikament passen.
- Nach einiger Zeit können sich Krebszellen anpassen und eine Resistenz entwickeln.
- Je nach Medikamentengruppe können spezifische Nebenwirkungen auftreten, z. B. Hautausschlag, Durchfall oder erhöhter Blutdruck.
5. Immuntherapie (Immunotherapy)
Die Immuntherapie nutzt Medikamente oder Immunzellen, um das Immunsystem zu aktivieren oder seine Wirksamkeit zu steigern, damit es Krebszellen besser erkennt und beseitigt. Heute gibt es verschiedene Formen der Immuntherapie. Am häufigsten werden Immune-Checkpoint-Inhibitoren und die Immunzelltherapie CAR-T-Zell eingesetzt, die sich in Mechanismus und Indikationen unterscheiden.
Immune-Checkpoint-Inhibitoren können bei vielen Krebsarten eingesetzt werden – sowohl im Frühstadium als auch bei Metastasen. Sie können allein oder in Kombination mit Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichteter Therapie verwendet werden, um die Chance auf Heilung zu erhöhen, das Rückfallrisiko zu senken oder die Erkrankung zu kontrollieren – abhängig von der Krebsart und den Behandlungsempfehlungen.
CAR T-cell Therapy (Chimeric Antigen Receptor T-cell Therapy) ist eine Form der Immuntherapie, bei der T-Zellen (T cells) aus dem Blut der Patientin bzw. des Patienten entnommen und genetisch so verändert werden, dass sie Krebszellen spezifisch erkennen und zerstören können, bevor sie in den Körper zurückgegeben werden. Derzeit wird sie bei bestimmten wiederkehrenden oder therapieresistenten Blutkrebserkrankungen eingesetzt, z. B. bei bestimmten Lymphomen, akuter Leukämie und Multiplem Myelom (Multiple Myeloma). Die Anwendung richtet sich nach Erkrankungstyp und zugelassenen Indikationen.
Vorteile der Immuntherapie
- Aktiviert bzw. verbessert die Leistung des Immunsystems, um Krebszellen gezielt zu eliminieren.
- Bei manchen Patientinnen und Patienten, die gut ansprechen, kann die Erkrankung über längere Zeit kontrolliert werden.
- CAR-T-Zell ist eine wichtige Option für bestimmte Blutkrebserkrankungen, die auf Standardtherapien nicht ansprechen.
Aspekte zur Abwägung
- Nicht bei allen Krebsarten anwendbar; eine Beurteilung durch Spezialistinnen und Spezialisten ist erforderlich.
- Immune-Checkpoint-Inhibitoren können Nebenwirkungen durch eine Überaktivierung des Immunsystems verursachen, z. B. Entzündungen der Lunge, des Darms, der Leber, der endokrinen Drüsen oder anderer Organe.
- CAR T-cell Therapy kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen, z. B. Cytokine Release Syndrome (CRS) oder neurologische Auswirkungen; daher ist eine engmaschige Betreuung erforderlich.
- CAR-T-Zell ist eine komplexe Behandlung, benötigt Zeit zur Zellvorbereitung und ist kostenintensiv.
6. Hormontherapie
Einige Krebsarten nutzen Hormone im Körper als „Treibstoff“ für ihr Wachstum, z. B. Brustkrebs und Prostatakrebs. Diese Behandlung verabreicht daher Medikamente, die die Hormonproduktion senken oder verhindern, dass Krebszellen Hormone nutzen können. Sie eignet sich für Patientinnen und Patienten, bei denen festgestellt wurde, dass die Krebszellen hormonempfindlich sind, und wird häufig als fortlaufende Therapie nach einer Operation eingesetzt.
Vorteile der Hormontherapie
- Einfache orale Einnahme und alltagstauglich.
- Senkt bei hormonempfindlichen Krebsarten wirksam das Rückfallrisiko.
- Meist weniger schwere Nebenwirkungen als eine Chemotherapie.
Aspekte zur Abwägung
- Die Medikamente müssen über einen langen Zeitraum eingenommen werden, etwa 5 – 10 Jahre.
- Es können wechseljahresähnliche Beschwerden auftreten, z. B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder vaginale Trockenheit.
- Langfristig kann die Knochendichte abnehmen, wodurch die Knochen dünner werden.
7. Lokoregionale Krebstherapie (Locoregional Therapy)
Die lokoregionale Krebstherapie nutzt medizinische Techniken und Technologien, um Tumoren direkt zu zerstören, ohne eine große Operation. Sie eignet sich für Patientinnen und Patienten mit kleinen Tumoren in einer lokal behandelbaren Lage oder für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, für die eine Operation nicht geeignet ist. Diese Methoden werden häufig bei Leberkrebs sowie bei bestimmten Krebsarten eingesetzt, die in die Leber, Lunge oder Knochen gestreut haben. Beispiele sind Radiofrequenzablation (Radiofrequency Ablation; RFA) oder Mikrowellenablation (Microwave Ablation; MWA) zur Erzeugung von Hitze, Cryoablation (Cryoablation) sowie kathetergestützte Gefäßverfahren wie Chemoembolisation (Transarterial Chemoembolization; TACE) und Radioembolisation (Transarterial Radioembolization; TARE), die Krebszellen von innen heraus zerstören.Vorteile der lokoregionalen Krebstherapie
- Kleine Wunden; keine große Operation erforderlich.
- Kurze Erholungszeit und schnellere Rückkehr in den Alltag.
- Option für Patientinnen und Patienten, die für große Operationen oder Vollnarkose nicht geeignet sind, einschließlich Personen mit mehreren Begleiterkrankungen.
Aspekte zur Abwägung
– Die Wirksamkeit hängt von Größe, Lage und Anzahl der Tumoren ab.
– Tumoren nahe lebenswichtiger Organe oder großer Blutgefäße sind möglicherweise für bestimmte lokoregionale Methoden nicht geeignet.
– Manche Patientinnen und Patienten benötigen Wiederholungsbehandlungen oder eine Kombination mit anderen Methoden, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
8. Transplantation hämatopoetischer Stammzellen
Die Stammzelltransplantation (Stem Cell Transplantation) ist eine Behandlung, bei der blutbildende Stammzellen eingesetzt werden, um das Blutbildungssystem nach hochdosierter Chemotherapie oder anderer intensiver Therapie neu aufzubauen. Sie eignet sich für bestimmte Blutkrebserkrankungen wie Leukämie, Lymphom und Multiples Myelom (Multiple Myeloma). Die Stammzellen können von der betroffenen Person selbst oder von einer genetisch kompatiblen Spenderin bzw. einem Spender stammen.
Vorteile der Transplantation hämatopoetischer Stammzellen
- Wichtiger Ansatz zur Kontrolle komplexer Blutkrebserkrankungen.
- Hilft, ein neues, stabiles Blutbildungs- und Immunsystem aufzubauen.
Aspekte zur Abwägung
- Behandlungs- und Erholungsprozess sind langwierig und erfordern eine umfassende körperliche Vorbereitung.
- Die Patientin bzw. der Patient muss in einem speziellen Reinraum untergebracht werden, um Infektionen in der Phase der Immunsuppression zu vermeiden.
- Bei Spenderzellen kann die Suche nach genetisch passenden Spenderinnen bzw. Spendern Zeit in Anspruch nehmen.
Auswahl der Behandlungsmethode nach Krebsstadium

Die Planung und Auswahl einer Krebsbehandlungsmethode hängt vom Stadium und vom Ausmaß der Erkrankung ab, um ein Behandlungsergebnis zu erzielen, das zum körperlichen Zustand der Patientin bzw. des Patienten passt und zielgerichtet ist.
- Krebs Stadium 1 und 2 (Frühstadium): Die Krebszellen sind noch klein und lokal begrenzt; häufig steht die Operation im Vordergrund. Zusätzlich kann eine adjuvante Therapie (Adjuvant Therapy) erwogen werden, z. B. Strahlentherapie, Chemotherapie, Hormontherapie, zielgerichtete Therapie oder Immuntherapie – abhängig von Krebsart und Rückfallrisiko, um die Chance auf vollständige Heilung zu erhöhen.
- Krebs Stadium 3 (lokal fortgeschritten): Der Tumor wird größer und kann nahegelegene Lymphknoten befallen. Häufig werden mehrere Methoden kombiniert (Multimodal Treatment), z. B. Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapie oder Immuntherapie. Reihenfolge und Auswahl unterscheiden sich je nach Krebsart, Tumorlokalisation und Beurteilung durch spezialisierte Ärztinnen und Ärzte.
- Krebs Stadium 4 (metastasiert): Krebszellen haben sich auf andere Organe ausgebreitet, z. B. Lunge, Leber, Knochen oder Gehirn. Im Fokus steht meist eine systemische Therapie (Systemic Therapy), darunter Chemotherapie, zielgerichtete Therapie, Immuntherapie, Hormontherapie oder bei manchen Patientinnen und Patienten eine strahlenbasierte zielgerichtete Behandlung. Ziel ist es, die Erkrankung zu kontrollieren, Symptome zu lindern, das Überleben zu verlängern und eine gute Lebensqualität zu erhalten.
Der Behandlungsansatz hängt von Krebsart, Stadium, pathologischen Befunden, genetischen Untersuchungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Selbst bei derselben Krebsart im selben Stadium können unterschiedliche Behandlungen erforderlich sein.
Wattanosoth Cancer Hospital – wir begleiten Sie in jedem Schritt
Die Wahl einer medizinischen Einrichtung, die Standards erfüllt und umfassend vorbereitet ist, stärkt das Vertrauen während des gesamten Behandlungswegs. Im Wattanosoth Cancer Hospital werden Krebspatientinnen und -patienten interdisziplinär und umfassend betreut – von Screening und Diagnostik über die Behandlungsplanung bis hin zur körperlichen Rehabilitation.
Wir treiben die Behandlung mit moderner Medizintechnologie voran, kombiniert mit der Betreuung durch ein interdisziplinäres Expertenteam (Multidisciplinary Team; MDT). Dazu gehören onkologische Chirurginnen und Chirurgen, internistische Onkologinnen und Onkologen, Radioonkologinnen und -onkologen, Radiologinnen und Radiologen sowie Pathologinnen und Pathologen, die gemeinsam Untersuchungsergebnisse, Krankheitsstadium und biomolekulare Daten analysieren, um eine individualisierte Behandlung (Personalized Treatment) zu planen. Dies erhöht die Behandlungseffektivität, senkt das Risiko von Komplikationen und fördert langfristig die Lebensqualität.
Zusammenfassung
Technologien und Methoden der Krebsbehandlung werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Patientinnen und Patienten vielfältigere Optionen zu bieten, die besser zum körperlichen Zustand passen. Die Konsultation von Spezialistinnen und Spezialisten für eine korrekte Diagnose führt zu einer sorgfältigen Planung der Behandlungsschritte bei Krebs, hilft die Richtung zu beurteilen und erhöht die Chance, die Erkrankung in Remission zu halten. Wichtig sind zudem Unterstützung durch die Familie und die aktive Beteiligung an der Behandlungsplanung, damit Patientinnen und Patienten körperlich und mental gestärkt durch die Therapie gehen können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zurKrebsbehandlung
1. Müssen alle Krebspatientinnen und -patienten eine Chemotherapie erhalten?
Nein, nicht unbedingt. Jede Patientin bzw. jeder Patient erhält eine unterschiedliche Behandlung – abhängig von Krebsart, Stadium, pathologischen Befunden, biomolekularen Testergebnissen und dem körperlichen Zustand. Manche werden nur operiert, während andere Chemotherapie, Strahlentherapie, zielgerichtete Therapie, Immuntherapie oder eine Kombination mehrerer Methoden benötigen.
2. Kann eine zielgerichtete Therapie bei allen Patientinnen und Patienten eingesetzt werden?
Nicht bei allen Patientinnen und Patienten möglich. Eine zielgerichtete Therapie wirkt nur bei Personen, deren Gen- oder Proteinveränderungen (Biomarker) dem Angriffspunkt des Medikaments entsprechen. Daher kann die Ärztin bzw. der Arzt vor Therapiebeginn eine Tumorbiopsie zur Analyse relevanter Genveränderungen oder Biomarker in Betracht ziehen. Wenn eine passende Veränderung nachgewiesen wird, kann eine zielgerichtete Therapie als geeignete Behandlungsoption für die jeweilige Person ausgewählt werden.
3. Worin unterscheidet sich robotergestützte Krebschirurgie (Robotic Surgery) von laparoskopischer und offener Operation?
Heute gibt es verschiedene Methoden der Krebsoperation: offene Operation (Open Surgery), laparoskopische Operation (Laparoscopic Surgery) und robotergestützte Operation (Robotic Surgery). Letztere ist eine minimalinvasive Technik, bei der die Chirurgin bzw. der Chirurg Robotikarme über ein Computersystem steuert. Das ermöglicht hochauflösende 3D-Sicht und eine zielgenaue Instrumentenführung – insbesondere in komplexen oder schwer zugänglichen Bereichen.
Im Vergleich zur offenen Operation führen robotergestützte und laparoskopische Verfahren häufig zu kleineren Schnitten, weniger Schmerzen, geringerem Blutverlust, kürzerem Krankenhausaufenthalt und schnellerer Erholung. Welche Methode geeignet ist, hängt jedoch von Krebsart, Tumorlokalisation, Stadium und der Beurteilung durch die spezialisierte Chirurgin bzw. den spezialisierten Chirurgen ab.
4. Kann man während der Krebsbehandlung Sport treiben?
Ja, das ist möglich und sollte dem körperlichen Zustand angepasst erfolgen. Leichte Bewegung wie Gehen, Yoga oder Dehnübungen kann Müdigkeit reduzieren, Vernarbungen bzw. Verklebungen vorbeugen und psychisch entspannen. Vor Beginn sollte jedoch ärztlicher Rat eingeholt werden.
5. Können ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen eine Krebsbehandlung erhalten?
Ja. Das interdisziplinäre Ärzteteam beurteilt die körperliche Belastbarkeit, die Funktion verschiedener Organsysteme und Vorerkrankungen detailliert, um einen geeigneten Behandlungsplan zu erstellen und Nebenwirkungen für ältere Patientinnen und Patienten so gering wie möglich zu halten.
6 Kann Krebs geheilt werden?
Viele Krebspatientinnen und -patienten können geheilt werden – insbesondere bei Früherkennung und geeigneter Behandlung. Bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Krebs liegt das Ziel meist in der Krankheitskontrolle, Symptomlinderung, Verlängerung des Überlebens und Erhalt einer guten Lebensqualität. Einige metastasierte Krebsarten können jedoch mit modernen Therapien über längere Zeit kontrolliert werden.






