Heutzutage hat sich die Chirurgie zur Behandlung von Verletzungen der Knochen und Gelenke von der konventionellen offenen Chirurgie, bei der die Wunde recht groß ist und relativ viel Gewebe und Muskeln geschnitten werden, zu Methoden mit minimalinvasiver Chirurgie (MIS) entwickelt. Das Hauptziel der minimalinvasiven Chirurgie besteht darin, Verletzungen von Gewebe und Muskeln in der Nähe des gebrochenen Knochens möglichst gering zu halten, um die Durchblutung des gebrochenen Knochens zu erhalten und so die Heilung des gebrochenen Knochens normal zu unterstützen.
Chirurgie der Knochen und Gelenke mit kleinen Schnitten
Die Chirurgie der Knochen und Gelenke mit kleinen Schnitten ist eine Technik, bei der chirurgische Instrumente durch einen kleinen Hautschnitt eingeführt werden und das nahe gelegene Gewebe und die Muskeln nur geringfügig beeinträchtigt werden. Dann werden die Knochen richtig positioniert und mit Metallplatten durch den Schnitt fixiert. Im Vergleich zur offenen Chirurgie verursacht diese Technik weniger Schmerzen, weniger Narbengewebe, weniger Blutverlust während der Operation, verkürzt den Krankenhausaufenthalt und verringert postoperative Komplikationen. Darüber hinaus wird die Knochenheilung unterstützt, da die Blutversorgung des Knochens erhalten bleibt, was den Bruch normal heilen lässt.
Allerdinges erlaubt diese Methode dem Chirurgen nicht, den ganzen Knochenbereich zu sehen, sodass es notwendig ist, während der Operation Röntgeninstrumente zu verwenden, um die richtige Platzierung der Knochen und Metallplatten zu überprüfen. Ein C-Arm-Röntgengerät spielt dabei eine entscheidende Rolle, um während der Frakturfusion die richtigen Positionen zu bestätigen und zu überprüfen. So kann der Chirurg während der Operation klar sehen, ob die Frakturkörper korrekt fixiert wurden, was es ermöglicht, die verschobenen oder gebrochenen Knochen präzise in ihre ursprüngliche Position zu bringen. Daher ist ein hochauflösendes, hochwertiges Operationsraum-Röntgengerät notwendig, um die Präzision und Effektivität der Fixierung gebrochener Knochen sicherzustellen und die Nebenwirkungen für die Patienten zu minimieren.

ARTIS pheno Roboter-Röntgenarm
Mit der Weiterentwicklung der Röntgentechnologie, die während der Operation eingesetzt wird, bietet der ARTIS pheno ein robotergesteuertes Röntgensystem, das sowohl 2D- als auch 3D-Bilder mit hoher Auflösung des Knochen- und Gelenkaufbaus liefert, ähnlich einem CT-Scan. Die Bilder werden in Echtzeit während der Operation angezeigt, was es dem Chirurgen ermöglicht, gleichzeitig den Behandlungsplan zu entscheiden, um eine effektive Operation zu gewährleisten. Das 3D-Bild oder ein CT-ähnliches Bild ermöglicht eine klare Sicht auf die Knochenstruktur, was hilft, die Genauigkeit der Operation zu bewerten und die Platzierung der Metallplatten oder anderer Befestigungsmittel zu überprüfen.
Diese Technologie ist besonders vorteilhaft für die Behandlung von Frakturen in der Nähe von Gelenken, wo 2D-Bilder möglicherweise nicht ausreichen, um die genaue Position der Bruchstelle zu bewerten. Zudem sind Plazierungen von Schrauben möglicherweise in 2D-Bildern nicht deutlich zu erkennen. Mit 3D-Bildern oder CT-ähnlichen Bildern kann der Chirurg die Fixierung des gebrochenen Knochens während der Operation präziser beurteilen, besonders bei minimalinvasiven Eingriffen und bei Frakturen in der Nähe von Gelenken, wodurch Fehler reduziert und die Notwendigkeit von Korrekturoperationen minimiert werden.
Durch die steuerbare Lagerung der Liege kann der Chirurg selbst die Positionierung des Patienten während der Operation anpassen, was die Zeit für das Neupositionieren des Patienten verringert. Darüber hinaus ist der ARTIS pheno mit einer Speicherfunktion ausgestattet, die mit der Liege synchronisiert ist, um den C-Arm-Roboter automatisch in die gewünschte Operationsposition zu bringen. Diese Funktionen verkürzen die Anpassungszeit des Patiententisches und des Roboters und verringern die Strahlenbelastung von Patienten und Operationsteam erheblich. Dies ist besonders nützlich bei Knochenbrüchen durch Unfälle, da der Chirurg mehrere Ansichten des gebrochenen Knochens aus verschiedenen Positionen benötigt.
Neben Knochen- und Gelenkoperationen kann der ARTIS pheno auch in anderen Bereichen wie Herz- und Gefäßchirurgie, Neurochirurgie sowie für radiologische Diagnosen wie DSA für Angiografien genutzt werden, und unterstützt die Bildgebung von CT und MRT.

Hybrid-Operationssaal
Der „Hybrid-Operationssaal“ ist ein moderner Operationssaal, der fortschrittliche Röntgentechnologien, Navigationssysteme während der Operation, CT- und MRT-Systeme in einem Raum vereint, um den Einsatz von Operationen für erfahrene Ärzte in verschiedenen Bereichen zu unterstützen.
Im Hybrid-Operationssaal des Bangkok International Hospitals bieten wir umfassenden Service durch erfahrene Chirurgen mit dem ARTIS pheno und intraoperativen Navigationssystemen an. Die Kombination von 3D-Bildgebung und Navigationssystemen ermöglicht präzisere minimalinvasive chirurgische Eingriffe und Knochenfixierungen, verkürzt die Operationszeit, verringert den Blutverlust im Operationssaal und minimiert die Strahlenbelastung während der Operation. Darüber hinaus ermöglicht dieser Operationssaal auch Wirbelsäulen-, Herz- und Gefäßchirurgie sowie interventionelle Verfahren, besonders bei Polytraumapatienten. Abgesehen von der verbesserten Effizienz und Genauigkeit der Operationen wird das Risiko postoperativer Komplikationen reduziert und die Notwendigkeit für Korrekturoperationen deutlich minimiert.



