Schlafapnoe
Schlafapnoe ist ein Ernst zu nehmender, möglicherweise lebensbedrohender Zustand, der weit mehr verbreitet ist,
als allgemein angenommen. Es gibt zwei Arten von Schlafapnoe: zentral and
obstruktiv. Die seltener vorkommende zentrale Schlafapnoe tritt auf, wenn das
Gehirn versäumt, die entsprechenden Signale an die an der Atmung beteiligten
Muskeln zu senden, damit diese die Atmung initiieren. Obstruktive Schlafapnoe
ist viel weiter verbreitet und tritt auf, wenn die Luft nicht in oder aus der
Nase oder dem Mund des Patienten fließen
kann, obwohl er sich weiterhin bemüht zu atmen.
In einer Nacht kann
die Anzahl der ungewollten Atempausen oder "Apnoe
Ereignisse" in einer Stunde 20 bis 30 oder mehr
betragen. Diese Atempausen werden fast immer von Schnarchphasen zwischen den
Apnoe-Episoden begleitet, obwohl nicht jeder Schnarcher diese Probleme hat.
Schlafapnoe ist manchmal auch verbunden mit
einem Erstickungsgefühl. Die häufigen Unterbrechungen des tiefen,
erholsamen Schlafs führen oft zu Kopfweh am frühen Morgen und übermäßigem
Schlafbedürfnis während des Tages.
Früherkennung und Behandlung von Schlafapnoe ist
wichtig, weil sie verbunden sein kann mit unregelmäßigen Herzschlag, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Schlafapnoe tritt in
allen Altersgruppen, bei Männern und Frauen auf, sie ist aber bei Männern
häufiger. Zu den Menschen, bei denen das Auftreten einer Schlafapnoe am wahrscheinlichsten
ist, zählen laute Schnarcher, die auch übergewichtig sind, oder Personen mit hohem
Blutdruck oder eine physische Anomalie der Nase, des Rachenraumes oder eines
anderen Teils der oberen Atemwege.
Die Diagnose der Schlafapnoe ist nicht einfach,
weil es unterschiedliche Gründe für gestörten Schlaf geben kann. Es stehen mehrere Tests zur Verfügung, um eine Person auf Schlafapnoe
hin zu untersuchen. Die Polysomnographie ist eine Untersuchung, die
verschiedene Körperfunktionen während des Schlafs aufzeichnet, z.B. die elektrischen
Gehirnaktivitäten, Augenbewegung, Muskelaktivität, Herzfrequenz, Atmung,
Luftfluß und Sauerstoffgehalt des Blutes. Diese Tests werden benutzt, um die
Schlafapnoe zu diagnostizieren und ihren
Schweregrad zu bestimmen.
In weniger ausgeprägten Fällen kann eine
Verhaltenstherapie ausreichend sein. Der
Patient sollte Alkohol, Tabak und Schlaftabletten meiden, weil sie einen
Kollaps der Atemwege im Schlaf wahrscheinlicher machen und die Phasen der Apnoe
verlängern. Übergewichtige Personen
können von einer Gewichtsreduzierung profitieren. Sogar ein Gewichtsverlust von
10% kann die Anzahl der Apnoe-Phasen bei
den meisten Patienten schon reduzieren. Bei manchen Patienten mit leichter
Apnoe treten die Atempausen nur auf, wenn sie auf dem Rücken schlafen. In
solchen Fällen kann es oft hilfreich sein, Kissen oder Ähnliches zu benutzen um
ihnen zu helfen, in einer Seitenlage zu schlafen.
Ständiger positiver Druck auf die Nasenatemwege
(CPAP) ist die häufigste erfolgreiche Therapie bei Schlafapnoe. Der Patient trägt beim Schlafen eine Maske über der Nase
und Luft wird mit Druck durch die Nasenpassage geblasen. Der Druck der Luft
wird angepasst, sodass er gerade ausreicht, um einen Kollaps des Rachens im
Schlaf verhindert. Der Druck ist gleichbleibend und kontinuierlich. Nasaler
CPAP verhindert die Blockade der Atemwege bei seinem Gebrauch, aber die Apnoe
tritt wieder auf, sobald das Gerät nicht oder nicht richtig benutzt wird.
Einige Patienten mit
Schlafapnoe brauchen eventuell einen chirurgischen Eingriff
Dabei stehen mehrere Operationstechniken zur Verfügung, um die Luftwege zu
erweitern, z.B. Uvulopalatopharyngoplastie(UPPP), Laserunterstützte
Uvulopalatoplastie (LAUP) und Radiofrequenz-Ablationstherapie.